König der Löwen zeigt wie politisch Disney ist

Viele Kindheitserinnerungen stecken in „König der Löwen“; viele Tränen und viele Momente der Freude. Doch was steckt noch dahinter? Was genau ist an einem Kinderfilm bzw. animierten Zeichentrickfilm überhaupt politisch? Es kommt oftmals auf das Detail an und auf die implizierten Aussagen, Annahmen und Weltanschauungen die offen bzw. verdeckt übermittelt werden.

Quelle: https://www.polygon.com

Das Disney-Logo: Bei genauem Hinsehen wird ersichtlich, dass das Logo von Disney ein (königliches) Schloss – somit Macht, Reichtum, Wohlstand, strikte Hierarchie, höfliche Manieren, Herrschaft und königliche Ästhetik symbolisiert. Ein demokratisch gewähltes Parlament, oder eine basisdemokratische Kommune wird jedenfalls nicht abgebildet. Somit impliziert schon allein das Logo die Exklusion von flachen Hierarchien. Gehen wir einen Schritt weiter:

Im Disney-Film „König der Löwen“ der 1994 erschien wird schon in der Anfangssequenz die strikte Hierarchie deutlich: Alle Tiere des „Geweihten Landes“ (was auch immer das sein mag) pilgern zum Felsen damit sie den neugeborenen Sohn des Königs, nämlich Simba sehen. Der amtierende König (Mufasa) ist deshalb König, weil er mit Attributen wie Güte, Weisheit und vor allem Stärke und Mut ausgestattet ist. Im Gegensatz dazu steht der jüngere Bruder Mufasas (Scar) der neidisch auf den Thronerben ist und gleichzeitig über die am Rande der Gesellschaft stehenden Hyänen regiert. In dieser Gesellschaft gibt es für ärmere, ungebildete und körperlich schwächere (nämlich die Hyänen) keine demokratische Mitbestimmung, keinen legitimen Weg um an den Thron zu gelangen und auch keine Befugnis über die wirtschaftlichen Güter. Jeder hat offenbar seinen Platz und muss diesen akzeptieren – so die implizierte Botschaft. Da Tiere im Film die Hauptrollen spielen werden dadurch gleichzeitig gesellschaftspolitische Macht- und Herrschaftsverhältnisse naturalisiert. Das Politische wird also als etwas „natürliches“ dargestellt, somit in die Sphäre des Unveränderbaren gelenkt [nach dem Motto: „es ist so,… weil es immer schon so war“]. Das Politische, also Macht- und Herrschaftsverhältnisse sind jedoch historische Konstrukte, sind kontingent („hätten ja auch anders sein können“) und sind somit von Menschen veränderbar [durch Transformationen, Revolutionen und Reformen]. Die Ordnung zu verändern ist jedoch nicht die Kernbotschaft des Filmes. Gehen wir weiter:

Nala ist die beste Freundin von Simba und laut Aussagen des Co-Regisseurs Rob Minkoff ging man während der „Dreharbeit“ davon aus, dass Mufasa oder Scar ihr Vater ist. Später im Film „heiraten“ sie. In der Natur, also im Löwenrudel wäre es üblich, dass sich Simba mit der Halb-Schwester bzw. Cousine vermehrt. Jedoch auf menschliche Gesellschaften übertragen käme diese Situation einem Inzest gleich. Hier wird die Diskrepanz von Mensch und Tier deutlich. Doch abgesehen davon bilden Nala und Simba die klassisch-bürgerliche Kernfamilie ab, die zur Reproduktion [„Kinder-zeugen“] und zur Erhaltung des Königsreiches [und Eigentum] dient. Auch dieses historische Konstrukt [nämlich die Institution Ehe] wird naturalisiert. Eine weitere Szene aus dem Film sollte uns beunruhigen: Der Rotschnabel-Vogel namens Zazu überrascht Simba und Nala als er ihnen erzählt, dass sie füreinander „versprochen“ seien. Als die Kinder Simba und Nala sich vor dem Gedanken ekeln, führt Zazu fort: „Ich will euch den Spaß nicht verderben, aber es ist von Generation zu Generation Tradition.“ Das ist per Definition eine „arrangierte Heirat„.

Einige Charaktere die auf dieser Stammtafel abgebildet sind, werden erst in den Nachfolgefilmen eingeführt (also nach 1994 – dem Ersten Teil). Diese Stammtafel zeigt wie wichtig die Abstammung [ius sanguinis „Recht des Blutes“] für die In- bzw. Exklusion ist. Bis zum heutigen Zeitpunkt nämlich findet sich das Prinzip ius sanguinis in Nationalstaaten wieder, die dadurch nach einem willkürlichen gewählten Prinzip [man hätte ja auch Ohrenlänge nehmen können] über die Vergabe der Staatsbürger*innenschaft entscheiden. Im Film „König der Löwen“ wird dies mit der Szene deutlich, in der Mufasa seinen Sohn Simba den Sternenhimmel zeigt und dabei behauptet, dass jeder Stern für einen Vertreter aus der Ahnenlinie steht. Somit sind die Urväter von denen Mufasa seine Macht geerbt hat, stets anwesend. In ähnlicher Weise sehen wir diese soziale Hierarchie in der ältesten Erbmonarchie der Welt, nämlich in Japan. Dort wurde der Thron des Kaiserhauses 126-Mal besetzt. Auch diese Machtstruktur wird naturalisiert und nicht kritisch dargestellt. Simba – will bekanntlich „jetzt gleich König sein„. Diese stimmungsvolle Szene zeigt als einziges Mal das demokratische Volk in einem positiven Licht. Nicht zufällig in jener Szene in der Simba nach den königlichen Sternen greifen will und ihm dabei die jubelnde und tanzende Masse feiert und besingt. Ansonsten werden (demokratische) „Volksmassen“ – man denke nur an die Szene in der Mufasa aufgrund der Antilopenherde stirbt – als gefährlich, gedankenlos, emotionsgeladen, ohne Weitblick und Trieb-gesteuert dargestellt. Oder man denke nur an die Hyänen – die als ungebildet, hungrig und ebenfalls als gefährlich dargestellt werden. Verstehen kann man diese Darstellung vom demokratischen Subjekt mit dem politischen Theoretiker Jacques Rancière und seinem Aufsatz „Der unauffindbare Populismus“. Populismuskritiker*innen versuchen das Bild des demokratischen Volkes mit dem Bild von der gefährlichen Masse zu verschmelzen, so dass am Ende keine andere Alternative mehr besteht. Der einzige Weg ist es – so die implizierte Aussage – das kleinere Übel, also die bestehenden Herrschaftsverhältnisse zu akzeptieren (nämlich die Königsherrschafts Simbas). [vgl. hierzu auch die Kritik von Noam Chomsky an Harrold Lasswell]. Nun möchte ich zum letzten Punkt eingehen:

Timon und Pumbaa, zwei heitere Figuren die Simba auf den verlorenen Lebensweg begegnet, haben einen gänzlich anderen Lebensstil als die anderen Tiere in der von Disney gezeichneten Gesellschaft. Sie leben vor sich hin, sind sorgenlos, unvorsichtig, tollpatschig, ohne Eigentumsverhältnisse und folgen der Philosophie „Hakuna Matata“ (und „Unter dem Meer“). Sie sind nicht in Erwerbs- oder Zwangsarbeit und auch nicht in dem hierarchischen System involviert. Da sie sich von Würmer und Pflanzen ernähren versuchen sie sich auch dem tödlichen Kreislauf von „Fressen oder Gefressen-Werden“ zu entbinden [Sozial-Darwinismus; „Circle of Life„-Ideologie]. Dies sollte die eigentliche Hauptgeschichte und die eigentliche „kindliche Utopie“ sein. Laut Wolfgang M. Schmitt [Die Filmanalyse] bereiten Disney-Filme Kinder jedoch nicht auf utopische Gesellschaftsmodelle sondern auf die (vermeintlich) knallharte Realität vor. Er zitiert Horkheimers und Adornos Buch der Kulturindustrie und meint: Die Kulturindustrie [also u.a. der ideologische Apparat „Hollywood“] bezweckt nicht eine Flucht vor der Realität, sondern ganz im Gegenteil Filme wie König der Löwen sollen eine Flucht vor dem Gedanken an Widerstand bezwecken.

Viele weitere Details zum Film können kritisch durchleuchtet und analysiert werden, doch der Punkt scheint mir getroffen zu sein. Wer sich näher mit dem Film „König der Löwen“ aus einer gesellschaftskritischen und psychoanalytischen Perspektive beschäftigen möchte, dem- oder derjenigen empfehle ich folgende Filmanalyse von Wolfgang M. Schmitt:

König der Löwen (1994): https://www.youtube.com/watch?v=SotONIhFUxA

Der neuverfilmte Teil (2019): https://www.youtube.com/watch?v=mGPOC1Egwb8

Disney als Propaganda für Kinder: https://www.youtube.com/watch?v=aeU_WzF6-ms

 

Veröffentlicht von Josef Mühlbauer am 2.08.2019 auf der Basis der Filmanalyse von Wolfgang M. Schmitt.

 

 

 

 

 

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9-11 und die Achse des Bösen

911-bildKein bisheriges Ereignis spaltete und polarisierte die „Welt“ dermaßen wie der 11. Sept. 2001. Die Medien zeigten die schrecklichen Bilder vom Terroranschlag immer und immer wieder, pausenlos und zu jeder Tageszeit. Wie eine Mantra-Meditation brandmarkte dieser Anschlag das Bewusstsein der „westlichen“, vor allem aber, der US-amerikanischen Bevölkerung. Blind vor Wut und voller Raserei – so scheint es zumindest, wurde danach von der Bush-Administration ein „heiliger Krieg“ bzw. eine Art „Vendetta“ (Blutrache) im Namen der Gerechtigkeit ausgesprochen – in dem die „Achse des Bösen“ klar definiert wurde. Mit polarisierenden Folgen, denn jeder der nicht auf der Seite des US-Imperiums kämpft, wird nun mehr als Feind angesehen. Dies belegt die Rede vom US-Präsidenten Bush vor dem Kongress deutlich: „Jedes Land in jeder Region muss sich jetzt entscheiden – entweder es steht an unserer Seite oder an der Seite der Terroristen“. Ähnlich wie im vielleicht berühmtesten PC-Spiel „Counter-Strike“, gibt es nur Terroristen und Counter-Terroristen. Wie gefährlich dieses „Schwarz/Weiß-Denken“ ist, beschreibt Jeremy Scahill eindrucksvoll in seinem Buch „Dirty Wars“. Darin beschreibt er die kriegerische „post-9/11-Mentalität“ und wie diese, es scheinbar legitimiert, die gesamte Welt als Schlachtfeld anzusehen – (hier zum Film). Obwohl mehr als 15 Jahre vergangen sind, haben die Folgen davon (Patriot bzw. Freedom Act, Menschenrechts-widrige Überwachungsskandale (Prism), Folterskandale (Guantanamo; Abu Graibh), völkerrechtswidrige Kriege (Afghanistan 2001; Irak 2003…), weitreichende Konsequenzen, vor allem für die zivile und friedliche Bevölkerung weltweit. Daher ist das Thema weder ein Tabu, noch veraltet. Obwohl es bis heute keine allgemein anerkannte und verbindliche wissenschaftliche Definition von „Terrorismus“ gibt, wurden im Namen der „Terrorbekämpfung“ die Bürger- und Menschenrechte in den USA, als auch auf brutalster Weise das international geltende Völkerrecht verletzt – so die Fachmeinung des deutschen Völkerrechtler Prof. Dr. Gregor Schiormer. Die rechtlichen und sozio-psychologischen Folgeerscheinungen der „post-9/11 Ära“ wurden gründlich im Buch „Angst und Schrecken“ vom österreichischen Philosoph und Jurist Dr. Dr. Dr. Gerhard Donhauser beschrieben. Donhauser belegt, dass der Weg vom Ausnahmezustand zum Polizeistaat, mittels medialer Inszenierungen gelingt. Zuerst wird das öffentliche Bewusstsein in Angst und Schrecken versetzt, mittels Schreckensszenarien, um danach im klassischen und altbewährten Stil der freund-feind„Freund-Feind-Dichotomie“, die Gesellschaft auf einen Krieg bzw. Angriff vorzubereiten. Die Regel, also die völkerrechtliche Untersagung von Gewaltanwendungen und aggressiven Interventionen: siehe UN-Charta, Artikel 2 (4), wurde durch die Ausnahme förmlich ersetzt: siehe Artikel 51. Im Klartext sagen die Rechtswissenschaftler: Die neue „Nationale Sicherheitsstrategie“ (NSS) basiert auf dem Konzept der „vorbeugenden Selbstverteidigung“, in der sich die USA ein Recht auf Präventionskriegsführung vorbehalten (Baumann, S.3; Reiter, S. 2-3; Münkler, S. 35-36;). Wie ernst die US-Regierungen die UN-Charta und somit das internationale Völkerrecht ansehen, sollte jedem klar werden anhand der sentimentalen Rhetorik und die darauf folgenden Taten vom Präsidenten Henry Truman:

(…) egal wie groß unsere Stärke ist, dürfen wir nicht tun was wir wollen. Keine Nation darf sich Privilegien erwarten, um andere Nationen zu schaden.“ (UN-Konferenz am 26. Juni 1945)

truman-atombomebnDass dies offensichtlich für die USA nicht gilt, hat der Abwurf von zwei Atombomben auf Japan, nur einige Wochen darauf (6. und 9. August 1945) eindrucksvoll bewiesen (übrigens als der Zweite Weltkrieg schon längst gewonnen war und Japan kurz vor der Kapitulation stand) – (Dozent Dr. Aiden Warren; Dozent Dr. Ingvild Bode, Warren, S. 3).

In diesem Beitrag werde ich das offizielle Narrativ, basierend auf die 585 Seiten des „9/11 Commision Report“ (zum Download), dem offiziellen „Forschungsbericht“ der NIST (National Institute of Standards and Technology) und dem „wissenschaftlichen“ Bericht vom „Committee of Science“ kritisch hinterfragen. Dieser Beitrag wird versuchen Osama Bin Laden und seine Vergangenheit zu durchleuchten, da er als Drahtzieher der Anschläge gilt. Ich werde darüber hinaus auf den Einsturz des Dritten Gebäude WTC 7 eingehen, da es im offiziellen Bericht lückenhaft erwähnt wird und die Einsturzursache sehr unwissenschaftlich erklärt wurde (zumindest im 9/11-Commission Report). Zuletzt werde ich auf sehr auffällige „Zufälle“ eingehen, welche ein Indiz geben könnten, wer von den Anschlägen profitiert haben könnte:  a) auffällige Spekulation am Börsenmarkt (Put-Optionen); die größte Immobilientransaktion der Geschichte der USA, nur Wochen vor den Anschlägen – und die damit verbundenen enormen Versicherungssummen (Larry Silverstein). Doch beginnen wir bei der einberufenen Kommission:

Das offizielle Narrativ: Die, in den Geschichtsbüchern recht dubios- und verschwörungstheoretisch wirkende Geschichte, welche dank den Medien es geschafft hat, dass die meisten Menschen die 9/11-Anschläge mit folgenden Worten assoziieren: Osama Bin Laden; Terror; Islam – nochmals kurz skizziert:

  • Der aus Afghanistan operierende Al-Qaida Anführer Osama Bin Laden, orchestrierte die Entführung von vier US-Passagierflugzeugen, welche in die New Yorker World Trade Center, ins Pentagon, sowie im Acker in Pennsylvania abstürzten (vom Laptop in einer Wüstenhöhle?).
  • Zweifelsfrei wurden alle 19 Selbstmordattentäter als Al-Qaida Mitglieder identifiziert (Weil scheinbar ihre Pässe entweder vor dem Flughafen dilettantisch vergessen worden sind; Weil sie aus dem Flugzeug fielen?; Oder aber weil sie trotz der weit über 600 Grad Celsius des Feuers stand hielten?).
  • Ausländische Regierungen und/ oder Geheimdienste waren nicht in der Planung und/ oder Durchführung beteiligt.
  • Es gab keinerlei Vorkenntnisse über diese Anschläge.
  • Die beiden Türme der WTC stürzten aufgrund des Feuers, welches durch die hinein rasenden Flugzeuge entstand.
  • Vom WTC 7 (das dritte Gebäude) sprach man aus offizieller Seite so wenig wie nur möglich – doch auch dieses Gebäude stürzte aufgrund eines ausbrechenden Feuers ein.

Schritt für Schritt möchte ich diese Version, also dieses geschichtliche Narrativ durchleuchten, dabei wird vielleicht der/die ein oder andere Leser(in) anmerken, dass sich die offizielle Geschichtsschreibung selbst „ad absurdum“ führt.

Die Kommission: Nach jeden Unfall, Terroranschlag oder Ereignis von gesellschaftlicher Bedeutung wurde bisher eine öffentliche Untersuchung eingeleitet, damit man die Ursachen, als auch mögliche Folgen herausfinden bzw. kalkulieren kann. Eine Formalität, sollte man meinen, doch Vizepräsident Dick Cheney und Präsident George W. Bush richteten der Öffentlichkeit (über Tom Daschle) folgendes Motto aus: „eine Untersuchung wäre zeitraubende Ablenkung„. Ablenkung von einer Kriegsvorbereitung, ohne dabei den Angreifer und Feind zu kennen? Wollte man nicht empirisch festhalten wer die Schuld bzw. Mitschuld trägt bevor man eine Invasion startet? So kam, dass erst nach einem Jahr eine unabhängige Untersuchung genehmigt wurde. Und erst nachdem die USA Afghanistan 2001 und den Irak 2003 (völkerrechtswidrig) angegriffen hat, erschien erst im Juli 2004 der offizielle Bericht des Ausschusses. Nach drei Jahren Untersuchung sollte der Bericht zumindest Klarheit und wissenschaftliche Beweise liefern.

Werfen wir zunächst einmal die Frage in den Raum, wie unabhängig eigentlich diese Kommission den gewesen sein kann? Zunächst einmal wurde der US-Politiker und Kriegsverbrecher Henry Kissinger, als Kopf der Kommission ausgewählt (links im Bild des Buchtipps). henry-kissingerDoch dieser lehnte diesen Vorschlag ab,… sehr wahrscheinlich aus Angst die Offenlegung der Kundendaten seiner Beratungsfirmen, könnten einen Interessenwiderspruch darstellen. Sitzen da etwa die Bin Ladens in der Firma – wen oder was berät er denn? Vizedirektor der Kommission: Lee Hamiliton war der Kopf des Untersuchungsausschusses in der „Iran-Contra-Affäre“ und half seinen „Mituntersuchern“ Dick Cheney und Donald Rumsfeld dabei, den von George Bush Sen. und Ronald Reagan (mit)-organisierten Waffen- und Drogenschmuggel, unter dem Teppich zu kehren. Ganz so schmutzig wird es nicht mehr:

Weitere Mitglieder stehen in Verbindung mit der Rüstungsindustrie bzw. mit dem Pentagon – wie unter anderem John Lehman (J.F. Lehman & Company – investierte in Ball Corp.; Sperry Marine; welche Aufträge vom Pentagon erhält); Tim Roemer (Repräsentant von Lockheed-Martin – Walten S.358); Jamie Gorelick (Direktorin von United Technologies, einem der größten Vertragskonzerne des Pentagons). Exekutivdirektor der Kommission: Politikberater und US-Prof. Philip Zelikow, war schon vor den Terroranschlägen ein großer Befürworter des Irak-Krieges 2003, da man seiner Meinung nach, die Gefahren für den Staat Israel eliminieren müsse. Interessantes Argument möchte man meinen, aber ausreichend um die amerikanische Bevölkerung zu mobilisieren?

Budget der Kommission: Das Budget für die jahrelange Arbeit der Kommission, in ihrer Untersuchung der vielleicht  größten Tragödie der US-Geschichte (9/11), betrug $ 15 Mio., während der Untersuchungsausschuss der Lewinsky-Affäre mit $ 30 Mio. ausgestattet wurde – somit im Vergleich mit den anderen Ausschussbudgets eine lächerlich geringe Summe darstellt: Columbia Fähre 2004 – c.a. $ 150 Mio.; Challanger Katastrophe – $ 175 Mio. Warum hat man die Rüstungsausgaben erhöht, ohne den Feind empirisch festzuhalten. Warum hat die Bush-Regierung nicht mehr in eine objektive und unabhängige Untersuchung investiert? Warum investierte man mehr Geld in einer Untersuchung, um herauszufinden mit wem der damalige US-Präsident Bill Clinton geschlafen hat?

Vom Freiheitskämpfer zum Terrorist? Die offizielle Anschuldigung wurde Eingangs schon erwähnt. Werfen wir nun kurz einen Blick auf die letzten Aussagen des Beschuldigten: „Ich möchte der Welt versichern, dass ich nicht die Anschläge geplant habe„.

Einige Tage darauf: „Ich habe bereits gesagt, dass ich mit den Anschlägen nichts zu tun hatte (…) und von ihnen auch keine Kenntnis hatte“ (Daily Ummat vom 28. Sept. 2001).

Daraufhin kamen „zufällig“ Interviews und Videos in die Hände der CIA, welche als authentisch und geprüft eingestuft wurden, welche wiederum gegenteilige Aussagen von Osama Bin Laden wiedergeben. Einige Orientalisten und unabhängige Übersetzer sind jedoch davon überzeugt, dass das „quasi-Geständnis“ von Bin Laden an entscheidenden Stellen manipuliert und fehlerhaft übersetzt wurde. Damit ist natürlich noch nicht gesagt, dass Bin Laden unschuldig ist, aber wir sollten festhalten, dass es aus Liebe zu den Menschenrechten, angemessener gewesen wäre, ihn vor einen Gericht zu bringen, damit er seine Version der Welt präsentieren kann, anstatt seine „Körperstücke“ bzw. Asche in den indischen Ozean zu verstreuen – siehe Seebestattung. Ein legales Gerichtsverfahren gehört zu einem demokratischen Staat dazu und ist ein Grundrecht das in der Verfassung verankert wurde!  Interessanterweise wurde nie ein Foto oder ein Autopsie-Bericht von Bin Ladens Tod veröffentlicht – oder ist die offizielle Version (unten im Bild) für Sie ein Beweis? Wer daran glaubt, glaubt bestimmt auch, dass man einen staatenlosen fangen kann, indem man Staaten zerbombt! Sehen Sie etwa den Beweis nicht? Dieses Bild erinnert an die inszenierten Gerichtsverfahren von Stalin oder an dem psychoanalytischen Paradox „Passion for the Real“ (Prof. Slavoj Zizek) – auf der Suche nach dem „Realen“,1 Mai 2011 @Pete Souza kehren wir in das scheinbare Gegenteil davon: in das symbolische und imaginäre. Auch in diesen folgenden Beispielen ist das „Reale“ also der Wesenskern der Dinge selbst, nicht vorhanden – und doch sind sie ein essentieller Bestandteil unserer neoliberalen Gesellschaft: Kaffee ohne Koffein; Bier ohne Alkohol; Virtueller Sex, als Sex ohne Sex; Colin Powells Doktrin von Kriegsführung ohne Verluste, gleicht dem Krieg ohne Krieg; Politik als eine Art Experten-Bürokratie, also Politik ohne Politik; Bild von Osamas Tod ohne Osama auf dem Bild – das ist unser ideologisches Universum in dem wir derzeit (gefangen) sind.

fujitaDer japanische Politiker Yukihisa Fujita, übte 2008 heftige Kritik im Parlament, an der offiziellen Version von 9/11 und fragt zurecht warum Osama Bin Laden, nie wegen eines Verbrechens angeklagt wurde? Weil mit einer Anklage vor Gericht es nun mal verbunden ist, dass man Beweise liefert? Stattdessen schickte man Soldaten in ein souveränes Land, um eine nicht angeklagte Person zu töten! – man begann somit sowohl einen Bruch gegen das Menschenrecht, als auch gegen die völkerrechtlichen Konventionen!

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Deutsche Bank

Werfen wir nun einen Blick auf das Vermögen vom Saudi Osama Bin Laden: Er hatte ein Konto in der Schweizer Bank UBS, während seine Familie von der New Yorker Private Banking Gruppe betreut wurde, welche von der jüdischen US-Banker Familie Milstein (90. reichste) gegründet wurde. Scheinbar waren nicht alle Bin Ladens antisemitisch und gegen das US-Finanzimperium eingestellt? Die Deutsche Bank, spielt (auch) eine Rolle im Geflecht der Saudi-arabischen Briefkastenfirmen, weshalb auch das Management der Bank diese „Bin-Laden-Connection“ lange Zeit für sich behielt. Später im Beitrag, werde ich noch näher eingehen, auf den ehemaligen Exekutivdirektor der CIA und Vorstandsmitglied der Tochterfirma der Deutschen Bank, Alex Brown Inc. und die Spekulationsgewinne aus den Terroranschlägen. Und wie wir gleich sehen werden, bekam er und seine Al-Qaida finanzielle Unterstützung von der CIA/ US-Regierung, von Saudi Arabien und von Pakistan – so die Meinung einiger Experten – Was aber von den US-Behörden als Mythos dargestellt wird.

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Bin Laden (Mitte). BBC

Werfen wir nun einen Blick in seine Vergangenheit: In der Zeit von 1979 bis 1989 unterstützte Osama den Aufstand der Moslembrüder gegen die syrische Herrschaft von Assad (Randal S.64-66). Er und seine Saudi Binladin Group (SBG) unterstütze die afghanischen Mudschaheddin mit Militärtechnik und enormen Geldsummen. Eine kleine Randbemerkung: Diese gigantische Netzwerk aus Bau- Erdöl- und Bankenkonzernen (SBG), besteht heute aufgrund von ausländischen Banken – denn dieses Konglomerat steckt mit $ 30 Mrd. Schulden heftig in der Krise. Ja, Sie haben richtig gelesen: die ölige Seifenblase wird durch (westliche) Banken auf ihren sandigen Beinen gehalten. Doch zurück zu Bin Ladens Al-Qaida und deren Mudschaheddin Unterstützung, welche dank der CIA und der US-Regierung (unter CIA Direktor William J. Casey und US-Verteidigungsminister Frank Carlucci), erst möglich geworden ist. Der damalige Präsident Pakistans und der Chef des Saudi-arabischen Geheimdienst unterhielten enge Verbindungen zu Bin Laden und waren als Mittler zwischen den Mudschaheddin und der CIA tätig. Um das sowjetische „Reich des Bösen“ zu stürzen, waren Osama Bin Laden und die Hezb-i-Islami Truppe – die westlichen „Freiheitskämpfer“. Von 1985 bis 1992, wurden 12.500 Personen von der CIA in Afghanistan ausgebildet in Sabotage, Bombentechnik und Guerilla-Kriegsführung – unter den Freiheitskämpfer auch Osama B. Laden. Dieser islamische Extremismus – dieses Frankenstein-Kind der CIA, operierte auch damals schon von Pakistan aus, um in Syrien, im Iran und in den ehemaligen Sowjetstaaten sein Unwesen zu treiben. Weitere Info bezüglich den CIA-Drogenrouten in Afghanistan und den Erdölstrategien der US-Regierung, finden Sie im Buch des US-Politologen Peter Dale Scott – Hier.

Kurzer Schwenk in die Geostrategie: Die Empfehlung des Politikberaters Zbigniew Brzezinski (links unten im Bild), den „Roten Vormarsch“ (Kommunismus) mittels islamischen Fundamentalismus zu bekämpfen, hat damals sehr gut funktioniert (Bandeira, S. 20; Ström, S.87-90). Über Zbigniews Obama Beratung und der US-Außenpolitik können Sie hier mehr erfahren: Link. 19_20_brzizinski_chessboard-300x231Im Lichte der Vergangenheit – also der Tatsache, dass Osama und seine radikal-fundamentalistische Terrororganisation ein geostrategischer Freund der CIA/ US-Regierung war, sieht der neu denunzierte Feind „radikaler Islam“ schon etwas anders aus, oder? Aber Osama ereilte dasselbe Schicksal wie viele Diktatoren vor ihm: Saddam Hussein; Muammar al-Gaddafi; Manuel Noriega; Augusto Pinochet… zuerst Freund – dann Feind, je nachdem was gerade ins ideologische und geostrategische Konzept passt.

Und auch in Europa, vor nicht allzu langer Zeit, war Osamas Al-Qaida tätig, nämlich im ehemaligen Jugoslawien Krieg (Kosovo u. Albanien). Bin Ladens Al-Qaida hatte viele gemeinsame Feinde mit der CIA – namentlich: Saddam Husseins Irak, Assads Syrien und u.a. Milosevics Serbien und heute noch haben sie ähnliche außenpolitische Ziele wie in Xinjiang (China), Usbekistan, Turkmenistan und Aserbaidschan (Zentralasien). Das geostrategische Schach-Spiel dauert bis heute noch an: Im Syrien-Konflikt wurden Waffen und Gelder an Al-Qaida „Ableger“ (Ahrar al-Sham und Jaysh al-Islam) geschickt. Wie Nato-Partner und die USA selbst, indirekt oder direkt „Daesch“ (bzw. IS/ ISIL) unterstützen sehen Sie – Hier. Halten wir hier eines fest: Die Kontinuität der Geopolitik ist seit der „Heartland-Theorie“ (1904) von Halford Mackinder eindrucksvoll zu beobachten (Brzezinski 2016): mackinder-russiaIm geostrategischen „Great Game„, findet ein Kampf statt, zwischen der Seemacht, welche die Weltmeere kontrolliert (damals GB, heute USA) und der Landmacht, welche das „Herzland“ (Osteuropa u. Nordasien) kontrolliert, also Russland.

Zurück zu 9/11 und hin zu den Whistleblower:

Noch einige Fakten zur Verbindung Al-Qaida-CIA/ US-Regierung: Einige Wochen vor den Anschlägen trafen sich die US-Senatoren und Juristen Bob Graham, Porter Gross und Jon Kyl in Islamabad (Pakistan) mit dem pakistanischen Präsidenten Musharraf und seinen Geheimdienstchef (ISI) General Mahmoud Ahmad (Agence France Press (AFP), 28 Aug. 2001;). Der Kopf der ausführenden Terrorgruppe bei den 9/11-Anschlägen war Mohamed Atta, welcher indirekt (direkt durch Omar Said Sheikh) das Geld vom General Ahmad bekam. Obwohl General Ahmad in Verbindung mit den Menschenrechtsverletzungen in Pakistan, den Taliban und der Al-Qaida steht und als „Pinochet-Pakistans“ eingestuft werden kann, wurde am 11. Sept. im US-Regierungsgebäude (Capitol) zum Frühstück mit dem CIA-Direktor George Tenet und dem Staatssekretär Colin Powell eingeladen (Rea, S.406). Nach den Anschlägen fand man heraus, dass sowohl Said Sheikh als auch General Ahmad eine große Rolle spielten in der Finanzierung der Anschläge – und doch wurde über diese beiden Personen so gut wie nie berichtet. sibel-edmondsMutig fragten sich damals nur der britische Umweltminister Michael Meacher und die ehem. FBI-Angestellte Sibel Edmonds (links im Bild), warum sowohl Seikh als auch General Ahmad nicht angeklagt wurden, oder zumindest im 9/11-Report erwähnt wurden! Der pakistanische Geheimdienst (ISI), war seit den 1980er eine CIA-unterstützte Parallelstruktur in Pakistan, welche dort die Fäden zieht und in enger Verbindung mit der Terrororganisation Al-Qaida und den Terroranschlägen steht. Wenn ich diese Fakten über General Ahmad herausfinden konnte (dank „Google“ und Zeitschriften wie The Guardian), warum hat die US-Kommission für 9/11 diese Fakten nicht in ihrem Bericht erwähnt? Sind drei Jahre zu wenig gewesen? Oder sind diese Fakten nicht relevant um sie öffentlich anzusprechen?

Versteckte und verschwundene Beweise? Der offizielle „9/11 Commission Report“ kann nur als „a failed mission“ bezeichnet werden und weit entfernt von der Wahrheit sein, so der Co-Leiter der Kommission Lee Hamilton, bzw. kann nur ein „nationaler Skandal sein“ wie es 9/11 Kommissar Max Cleland beschrieb. Deren Argumente basieren darauf, dass die US-Regierung mit ihren Geheimdiensten wichtige Dokumente und Beweise, entweder versteckte oder vernichtet hätten. Nur um einige Beispiele zu nennen: Videoaufzeichnungen über den Luftverkehr wurden zerstört.

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Ground Zero, dpa

Warum wurden die Stahl-Trümmer nicht sorgfältiger untersucht (ob Sprengstoff eingesetzt wurde), anstatt diese um $120 pro Tonne an China zu verkaufen, bzw. daraus Kriegsschiffe zu konstruieren?

Das FBI wollte gegen das Gesetz, das 500 Seiten Manuskript „Fatal Betrayals of the Intelligence Mission„, vom ehem. FBI-Agenten Robert Wright Jr.. nicht dem Senat weitergeben bzw. veröffentlichen (erst 2009 vom Gericht erlaubt). Ein 28 seitiges FBI-Dokument, welches über 13 Jahre geheim gehalten wurde unter Obama schlussendlich veröffentlicht. In diesem Bericht besteht die Verbindung zwischen Saudi Arabien und einigen der 19 Terrorattentäter (von denen 15 Saudis waren). Der Terrorist Osama Basnan zum Beispiel bekam Geld vom Prinz Bandar, einen ehm. Saudi-Botschafter. Im Telefonbuch vom Terroristen Abu Zubaydah, wurde die Telefonnummer vom Saudi-Botschafter Bandar bin Sultan gefunden. Senator Bob Graham beschuldigt die FBI die Dokumente versteckt zu haben, welche eine Verbindung zwischen der Saudi-Familie die in Sarasota (Florida) gelebt hat und einigen der Selbstmordattentäter des 9/11. Noch weitere Verbindungen zu Saudi Arabien finden Sie – Hier. Somit ist die Aussage im 9/11-Abschlussbericht, dass weder ausländische Geheimdienste noch Staaten an den Anschlägen involviert waren, mehr als fraglich. Aber was kann man schon gegen das Argument einwenden, dass das Veröffentlichen von  Dokumenten gegen die nationale Sicherheit verstoße? Interessante Fragen tauchen trotzdem auf: Warum griff man nicht Saudi Arabien an, da sowohl 15 der 19 Attentäter, als auch Osama Bin Laden, Saudis waren? Vielleicht weil Saudi-Arabien der weltweit größte Erdölexporteur ist und die USA weltweit am meisten Erdöl verbrauchen für die Erhaltung ihrer Wirtschaft und des Militärs? Vielleicht weil sie verknüpft sind? – Ja und wie! – Die Salomon Brothers Bank, brachte die Saudis dazu, sich an die US-Wirtschaft zu koppeln. Eine weitere mögliche Antwort finden Sie auf den Washington Post Artikel und deren Bilder (unten)!

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Präsident Bush und König Abdullah in der Range in Texas (AP)
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Präsident Obama bekommt ein Gescheck vom König Abdullah (AP)

Vorwissen und Insider-Handel?: Die USA startete die Afghanistan Invasion in weniger als einen Monat nach den Terroranschlägen, ohne das eigene Volk zu befragen, oder zumindest die UN zu überzeugen. Kann man einen Krieg so schnell planen und organisieren? Man kann ja argumentieren, dass die weltweit größte Rüstungs- und Tötungsmaschinerie zu jeder Zeit bereit ist. Außerdem hat die USA weltweit unzählige Militärbasen und Soldaten aufgestellt. Was sagt man jedoch zu folgenden Fakten:

Der Investor und Milliardär hat eine gute Nase für die Zukunft –larry-silverstein-1 denn nur sechs Wochen vor den Terroranschlägen, ging die größte Immobilientransaktion in der Geschichte der USA auf und Larry ging glücklicherweise nicht zur Arbeit am Tag der Terroranschläge. Larry Silverstein (links im Bild) schnappte sich sein Kindheitstraum, nämlich die WCT Türme! Mit 24 Versicherungsfirmen verhandelte der schlaue Larry einen Vertrag von $ 3,55 Mrd aus. Am Ende einer langen Verfahrenskette bekam er $4,6 Mrd. bzw. $ 4,7 Mrd. zugesprochen und wollte scheinbar vielmehr Geld auspressen. So machte er sich halb New York zum Feind, da sie ihn gierig, geizig und herzlos nannten. (Bild u. Text: Spiegel vom 29.08.2011). Er verklagte die drei US-Fluglinien, und wollte daraus nochmal $ 3,5 Mrd. Entschädigung bekommen (2013). Obwohl der Wiederaufbau $ 3,9 Mrd. gekostet hat und er zuvor Mietpacht bezahlte, war es eine gelungene Investition, denn er hat nun keine „Asbest-Leichen“ mehr: Larry kaufte die Türme, welche mit Asbest verkleidet waren und somit wäre ein Abriss nie staatlich genehmigt worden, da sonst weit über 2500 Menschen an Krebs und anderen Krankheiten (Leukämie, multiplen Myelomen…) gelitten hätten.

Codename „Able Danger“: Dieses geheime Projekt der (SOCOM), sollte Al-Qaida Mitglieder oder ihr nahestehende Personen und deren Transaktionen überwachen. Die 9/11-Kommission wurde schon 2003 darüber informiert und erwähnt absolut kein Wort im Abschlussbericht – wie der Kongressabgeordnete Curt Weldon feststellte. Tatsächlich hat das Programm Able Danger vier der späteren Terroristen identifiziert, darunter auch deren ausführender Kopf Mohammed Atta. Der Reserveoffizier und Verbindungsmann zur DIA Anthony Shaffer als auch Navy Kapitän Scott Phpott bestätigten Weldons Aussage, nämlich, dass die US-Geheimdienste von der Präsenz der Terroristen wussten. Der ehemalige Bundesstaatsanwalt Andrew C. McCarthy übte scharfe Kritik am offiziellen 9/11-Abschlussbericht und meinte, dass die Informationen zu Atta und Able Danger bewusst ignoriert worden sind. Hätte man die Attentate womöglich verhindern können mit diesem gesammelten Wissen (2,5 Terabyte)? Die Präsenz von Terroristen in den USA, ist auch den hohen dienstrangigen Militär Erik Kleinsmith nicht entgangen bei seiner Zeugenaussage im Justizausschusses des Senats. Handelt es sich um Zufälle, Missverständnisse, um bewusstes ignorieren, oder wurde einfach nur dilettantisch gearbeitet? Fragen über Fragen…

orell-big-brotherDer friedliche zivile Bürger ist gläsern (Prism-Skandal), aber der böse Selbstmordattentäter nicht? Schon ab 1948 sammeln die US-Geheimdienste Europa-weit Daten und überwachen nicht nur ihre eigenen Bürger – wie es die veröffentlichten (ehem.) Geheimakten aus dem Jahr 2010 (UKUSA) beweisen. Im europäischen Parlament wurden darüber hinaus die Überwachung- und Spionagenetzwerke („mass-surveillance“) von ECHELON in den 1960er bis hin zu FISA 1978, FAA 2008 belegt und kritisiert (Menschenrechtsverletzungen…) – zum offiziellen Bericht des EU-Parlaments. Forschungsberichten zu Folge, betrugen die Kosten dieses gigantischen Netzwerks, allein von 2013 – 2016, rund $ 35 Mrd (ITIF Bericht). Die Logik muss man sich mal vor den Augen halten: Jährlich fließen Milliarden an Steuergelder in die Massen-Überwachungssysteme (IBM…), mit der Legitimationsgrundlage, dass diese den Staat und die Bürger vor etwaigen Terroranschlägen schützen. Durch deren Versagen 2001, muss sich der Steuerzahler fragen ob sich die Investition weiterhin lohnt, bzw. ob die Legitimationsgrundlage der präventiven Sicherheitspolitik NSS mit den Menschenrechten in Einklang zu bringen ist?

Insider Trading oder Zufall? Wirtschaftswissenschaftler und Universitätsprofessoren fanden in einer Studie heraus, dass es „eigenartige“, „auffällige“ und hohe Spekulationen („put options“) kurz vor den Terroranschlägen gab. Fast 80% des Optichron_airlinestockonenhandel, verläuft über sog. „Call-Options“, also auf „Wetten“, dass der Aktienkurs auf dem man gesetzt hat in die Höhe steigt. Hingegen sind „put-options“ genau das Gegenteil: also man setzt auf den künftigen Verlust einer Firma – dies ist also die Ausnahme-„bet“. Auffällige Einsätze, also Spekulationen auf den Fall der American Airlines und der United Airlines Aktie, wurden festgestellt. „Put Optionen wurden auch anhand der AXA Group Aktie ermittelt – auch da stellt sich die Frage: Wer wusste, dass die Versicherung AXA den Schaden des Terrors bezahlen muss? Hingegen die Wetten auf den Aufstieg der Aktie (call option) des US-Rüstungskonzern Rytheon stiegen in „Wolkenkratzer-Dimensionen“. Ein letzter Hinweis zu den Spekulationsgewinnen: Die Firma die viele „put-optionen“ an der Börse spekulierte, war die Tochterfirma der Deutschen Bank, nämlich Alex Brown Inc., bei welcher der ehem. Exekutivdirektor der CIA, ein Vorstandsmitglied war – die Rede ist von Alvin Krongard. Der offizielle 9/11-Abschlussbericht erwähnt keine Fakten über einen möglichen „Inside-Trade“. Warum eigentlich nicht? Die Antwort ist simpel: „Osama hat nicht auf der Börse spekuliert, also gibt es keinen Insider-Handel.“ – so die Logik des Berichts.

Wiedermal stand eine mutige Frau auf und wollte die Moral und Gerechtigkeit aufrecht erhalten: Die Rede ist von der US-Abgeordneten Cynthia McKinney: „Those people who dealt in unusual put options shortly before 9/11 knew enough to make millions„.

Feiernde Spione? dancing_israeliOffensichtlich sagen all diese Zufälle nichts definitives aus, deswegen werde ich nicht mehr über Vorwissen, sondern über „Nachwissen“ sprechen: Eine Augenzeugin der 9/11-Tragödie, sah mit ihren Fernglas aus ihrem Hochhausfenster und bemerkte gegenüber den brennenden WTC Türmen junge Männer, welche lachend und sich sichtlich amüsierend photographierten. Die Polizei enttarnte die Männer etwas später als israelische „Studenten“, also genauer als israelische Geheimagenten, mit den Namen Paul Kurzberg, Yaron Shmuel, Oded Ellner and Omer Marmari. Die „TWINBMB“ Untersuchung hat ermittelt, dass diese Israelis auch noch ein Video vom Terroranschlag gedreht haben – ob Zufall oder nicht, spielt keine Rolle. Sich darüber zu amüsieren, dass Menschen aus Not aus den Hochhäusern springen ist absolut xyx?!wtf.

Die neokonservativen Denkfabrik „Project for the New American Century“ erwähnt in ihrem Bericht „Rebuilding America’s Defenses“ (Sept. 2000), welcher von Vizepräsident Dick Cheney und Verteidigungsminister Donald Rumsfeld mit verfasst wurde, dass für einen langfristigen und wirksamen Strategiewechsel der USA, eine Katastrophe hilfreich sei – ähnlich wie Pearl Harbor (Rebuilding, Seite 50). Tja… ein Jahr später passierte auch die Katastrophe die zu einem aggressiven Offensivplan der USA führte. Danach wurde 2001 Afghanistan, 2003 Irak, 2004 Haiti und Pakistan, 2009 Somalia, 2011 Libyen, und 2014 Syrien bedroht und/ oder angegriffen.

yukihisa-fujita
Abgeordnete im japanischen Parlament üben heftige Kritik an der Naturwissenschaftlichkeit des 9/11-Berichts

Kontrollierte Sprengung? Das WTC 7 bzw. „Salomon-Brothers-Gebäude“ wurde nicht von einem Terroranschlag bzw. Flugzeug attackiert und stürzte trotzdem ein – laut offizieller Version, aufgrund eines Brandes, welcher durch die anfliegenden Teile der WTC Türme entfachte.

Jeder Mensch, mit einem normalen Hausverstand, wird sich die Frage stellen: „Wie können 82 Stahlsäulen, gleichzeitig nachgegeben haben und somit das Gebäude, kerzengerade in Senkrechte treiben? Prof. Jörg Schneider vom ETH Institut für Baustatik und Konstruktion (IBK) meint dazu:

das WTC 7 ist mit großer Wahrscheinlichkeit fachgerecht gesprengt worden„.

Der österreichische Bauingenieur und Sprengmeister Johann Kalari analysierte in seiner Forschung die Stahlträger und die Konstruktion der WTC-Gebäude und kommt zur Konklusion, dass die Gebäude nicht aufgrund eines Brandes zu Fall gebracht worden sind – der Verdacht der kontrollierten Sprengung kommt auf. Aber auch Ingenieure können sich täuschen, also auch ist kein ernst zunehmender Beweis. Da die Physik nicht in meinem Kompetenz-Bereich gehört, möchte die Einsturzursachen der WTC-Gebäude nicht weiter kommentieren. Viele Bauexperten, Sprengmeister und Ingenieure haben sich sowohl für, als auch gegen die Theorie einer kontrollierten Sprengung geäußert und somit möchte auch ich keine Stellung dazu nehmen.

Die Brandgeschichten der Hochhäuser: Angesichts der Tatsache, dass vor dem 11. September noch nie ein Hochhaus durch einen Brand implodiert ist – kann man schon an der Wissenschaftlichkeit bzw. an den naturwissenschaftlichen Kompetenzen mancher Zweifeln. In China brannte ein fast 160 Meter hohes Gebäude vollständig und stand am Ende doch noch (im Bild unten). Vielleicht ist ja das Feuer in China kälter?

Mandarin-Oriental Hotel (AP)
Mandarin-Oriental Hotel (AP)

Das wissenschaftliche Institut im Auftrag der US-Regierung bietet uns ein Computer-Modell an, welches die Realität exakt rekonstruieren kann. Dieses Modell der NIST gilt allgemein als das wichtigste Beweisstück, dass das WTC 7 Gebäude aufgrund des Feuers eingestürzt ist. Doch die Parameter und Daten, mit denen dieses Modell programmiert worden ist, wurden nie veröffentlicht und somit kann es nicht verifiziert oder falsifiziert werden – liegt also „Jenseits der Wissenschaft“. „Die Veröffentlichung dieser Daten, könne die nationale Sicherheit gefährden“ – so der Bericht der NIST (hier zum Download). Für den Computerexperten Michael Fullerton ist dieses Computer-Modell jenseits der naturwissenschaftlichen Gesetze – Beitrag im Foreign Policy Journal. Obwohl ich mit mich weder mit Physik noch mit Computer-Modelle auskenne, kann ich behaupten, dass die Offenlegung der Methode und Quellen (Parameter, Zahlen und Daten) ein grundlegendes Merkmal einer jeden wissenschaftlichen Arbeit ist. Wie alle WissenschaftlerInnen bestätigen können, ist nämlich die Nachvollziehbarkeit eines der wichtigsten Merkmale einer wissenschaftlichen Studie.

Zum Abschluss werde ich nach all den Daten und Fakten, auf eine der interessantesten Ereignisse in der 9/11-Tragödie, aufmerksam machen. In der Geschichte der Medien ist so etwas noch nie vorgefallen:

Die damalige BBC-Journalistin Jane Stanley hat circa 20 Minuten vor den realen Einsturz des WTC 7 Gebäudes, dessen Einsturz in den Medien annonciert. Im Klartext: Während sie davon spricht, dass das WTC 7 Gebäude aufgrund von den Explosionsschäden der WTC Türme, Feuer fing und daher einstürzte, sah man das heile WTC 7 noch immer hinter ihr stehen. Der Leiter der BBC World beschuldigte Reuters, für diese Falschmeldung. Versuchen Sie mal ein einmaliges Ereignissen wie z.B. die Wiedergeburt Christi; oder den Einsturz eines noch nicht brennenden Gebäudes vorherzusagen. Natürlich war die Frau Jane keine Hellseherin, – sie hat nach journalistischen Auftrag gehandelt. Wer gab jedoch Reuters die Falschmeldung? jane-stanley

Ausflug nach Kuba: Falls Sie glauben die US-Regierung und ihre Geheimdienste, würden nie einen verschwörerischen Plan erfinden, um Teile der eigenen zivilen Bevölkerung zu tötet und somit eine gewünschte politische Haltung zu erzielen – der irrt massiv. Laden Sie sich hier die ehemals Geheimakte der „Operation Northwood“ runter: zum Download – und überzeugen Sie sich vom Gegenteil. Darin findet man den eventuellen Plan: 3. (A) a – ein eigenes US-Schiff auf Guantanamo zu zerstören; 4. – eine Terrorkampagne im Namen der kubanisch-kommunistischen Terroristen zu starten, welche Miami und andere Städte Floridas und sogar Washington angreifen. Und das alles nur um Fidel Castro mit einem Krieg des Amtes zu entbinden, denn anders hat man es jahrelang nicht geschafft.

Fazit: Viele BürgerInnen glauben noch immer dem offiziellen 9/11-Bericht, und viele US-SoldatInnen opferten in diesem Glauben ihr Leben – doch deutlich sollte jede(r) LeserIn verstehen, dass es bis heute keine Beweise gibt, dass Osama Bin Laden an den Anschlägen beteiligt war (Prof. Noam Chomsky, 9-11). Die ägyptischen staatlichen Medien sind sich sicher, dass Osama nicht hinter den Anschläge steckte, sondern dass es ein Insider-Job war, um den „globalen Krieg“ zu legitimieren – Darauf weisen sicherlich viele Indizien hin, man kann es aber nicht beweisen. Im japanischen Parlament wurde heftige Kritik an der offiziellen Version geäußert und sowohl der japanische Politiker Yukihisa Fuhjita, als auch andere PolitikerInnen (z.B: Cynthia McKinney) wollen, trotz der lang vergangen Jahre, eine neue investigative Untersuchung des Falles. Sobald keine neue unabhängige Kommission diesen Fall neu aufrollt und somit der Wahrheit nicht Platz geräumt wird – sollte jede(r) gewissenhafte LeserIn:

  • US-Produkte boykottieren
  • Mit US-Firmen nicht länger Handel betreiben
  • Petitionen zum Thema neuen 9/11 Untersuchungsausschuss unterzeichnen bzw. starten
  • Sich lautstark gegen das TTIP-Abkommen wehren
  • Sich über das Thema weiter informieren
  • Für einen NATO-Austritt stimmen
  • Die eigenen PolitikerInnen dazu auffordern mit der USA nicht zu kooperieren
  • Die Kriegsgeschichte der USA besser studieren
  • Sammelklagen gegen die US-Interventionen in Afghanistan 2001 und Irak 2003 starten
  • George W. Bush und Tony Blair als Kriegsverbrecher anklagen

Verfasst von Josef Muehlbauer – veröffentlicht am 14.09.2016, überarbeitet am 27.5.2017.

Danksagung an die konstruktive Unterstützung von Rainer W.

Literaturangabe:

Aiden Warren, Ingvild Bode – Governing the Use-of-Force in International Relations, Palgrave Macmillian, 2014.
United Nations, “Charter of the United Nations”.
The 9/11 Commission Report – National Commission on Terrorist Attacks under Executive Director Philip Zelikow, 2004.
Hans Walton, Jr, Josephine Allen, Sherman Puckett – A Letter to President Obama, Skyhorse Publishing, 2009.
Osaman Bin Laden im Interview mit Daily Ummat (in Urdu), Veröffentlicht in Karachi am 28 September 2001, übers. ins englische auf Global Research 9. Sept. 2014.
Gerhard Donhauser – Angst und Schrecken: Beobachtungen auf dem Weg vom Ausnahmezustand zum Polizeitstaat in Europa und den USA, new academic press, 2015.
Joachim Baumann – Die Legalität des Irak-Krieges 2003 aus völkerrechtlichen Sicht, Grin Verlag, 2008.
Dan Reiter, Allan Stam – Democracies at War, International Studies Association, 2002.
Herfried Münkler – Angriff als beste Verteidigung? Sicherheitsdoktrin in der asymmetrischen Konstellation, in: Internationale Politik und Gesellschaft, 3/2004.
Jonathan Randal: Osama. The Making of a Terrorist. Vintage Books, New York 2005.
Oliver Ström – Al Qaida: Akteure, Strukturen, Attentate, Ch.Links Verlag, Berlin, 2003.
Liuz Alberto Moniz Bandeira – Der zweite Kalte Krieg: Zur Geopolitik und strategischen Dimension der USA, Springer Verlag, 2016.
Noam Chomsky – 9-11: „Was There an Alternative“, The Open Media, 2011. Paul W. Rea – Mounting Evidence: Why We Need A New Investigation Into 9/11, iUniverse, 2011.

 

 

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Gespräch mit Daniele Ganser

Ein Blick auf die Friedensforschung: Der Schweizer Historiker Dr. Daniele Ganser und Josef Mühlbauer im Gespräch über die Friedens- und Konfliktforschung, über Feminismus, Saudi-Arabien, Interdisziplinarität und vielem mehr.

Zwei weiße, privilegierte, männliche Sakko-Träger und ein bärtiger „Youtuber“ erklären wieder einmal allen die Welt #SelbstKritik #Dekonstruktion #SoWhat? #Ironie? Der eine redet „viel zu akademisch“, hantiert mit Fachbegriffen und glaubt „gscheit“ zu sein, der andere redet beabsichtigt auf dem Niveau von Volkschüler*innen und der dritte im (geheimen) Bunde stellt Fragen die eigentlich keine sind. #Parodie

Kritisch zuhören bzw. zuschauen lohnt sich trotzdem:

The Great War 1914-1918

Der Erste Weltkrieg, kostete 13 Mio. das Leben und versank jede Rationalität. Dieser Krieg war für Gewinner, als auch Verlierer ein Verlust, weil es eine moralische Tragödie darstellte. Das Erdöl, steht hier aus zwei Gründen, in den Vordergrund: Zum einen revolutionierte es die moderne Kriegsführung und zum anderen war es gleichzeitig der wertvollste Rohstoff für die Rüstungsindustrie und der Wirtschaft.

work in progress

Iran 1953

CIAIm Jahr 1953, wurde von der USA bzw. der CIA (unter Allen Dulles) eine demokratisch gewählte Regierung gestürzt, um die Konzern-Interessen des Westens zu wahren. Als der Premierminister Mossadegh an die Macht kam, verfolgte er patriotische Ziele und wollte die ausländischen Konzerne an der Ausbeutung hindern. Die gesetzlichen Maßnahmen, zur Nationalisierung der iranischen Erdölfelder und der Erdöl-Förderung, war natürlich ein Dorn im Auge der wirtschaftlichen Ambitionen Großbritanniens und der USA. Daraufhin verhängte Großbritannien ein Embargo, welches den Iran in eine ökonomische Krise stürtzte. Doch die Destabilisierung der iranischen Wirtschaft war nur der Erste Schritt. Duch die ehem. geheime CIA/MIA6 Operation namens TPAJAX, wurde die demokratisch gewählte Regierung mit gewaltvollen Mitteln gestürzt und an seine Steller installierte man den „Konzern-freundlichen“ Shah Reza Pahlavi. Dies geschah indem die CIA und der britische Geheimdienst MI6, iranische Journalisten, Prediger, extremistische Islam-Krieger und sogar Politiker kauften und bestachen. So wurde der Iran infiltriert und die politische Meinungsbildung gezielt verändert! (Tim Weiner – Legacy of Ashes, p. 86). In den darauffolgenden 27 Jahren wurde der Iran vom Shah von Persien regiert, der die Unterstützung der USA genoß. All die Information, über diesen „coup d’état“, galten als Verschwörungstheorien und sobald man eine Kritik übte, wurde man als „Anti-amerikanisch; bzw. Anti-anglosächsisch“ abgestempelt. Doch vor einigen Jahren wurde die geheimen Dokumente freigegeben – hier zu den NSA-Archiv. So sah ein Plan einer militärischen Operation aus:

militärputsch iran 1953
Quelle: Zeitschrift „Welt“ vom 19.10.2013

Die unmittelbaren Folgen dieses Putsches: Schon 1954 wurde ein internationales Konsortium in die Welt gesetzt, um die iranischen Erdölfelder für die anglosächischen Konzerne, „zu öffnen“ – im Detail: 84% der Einkünfte gingen an die Anglo-Iranian Oil Co. (der Vorläufer von British Petroleum) und magere 16% gingen an die ohnehin schwache iranische Wirtschaft. Während die transnationalen Konzerne die Gewinne ins Ausland trugen, lebte die iranische Bevölkerung zum Größtenteil in Armut! Truman sagte damals zurecht, dass William Fraser, der Leiter der Anglo-Iranian Co., als einen typischen „nineteenth century colonial exploiter“ angesehen werden kann. (Daniel Yergin, S. 457)

Die langfristigen Folgen dieser „westlichen Intervention“, welche die Demokratie des Irans zerstörte, sind noch heute sichtbar: Die Revolution unter dem religiös-islamischen Führer des Irans Ayatollah Khomeini, sorgte dafür, dass bis zum heutigen Zeitpunkt, die Bürger des Irans, den westlichen Putsch von 1953 nicht vergessen. Die Erinnerungen an das Unterdrückungs-Regime unter dem Shah Reza, brannmarkte die iranische Kulturgeschichte! Die US-Iran Beziehungen sind seit diesem Putsch, in schlechter und angespannter Stimmung. Darüber hinaus wurde der Irak unter Saddam Husein finanziert und ausgerüstet, um die regionalen Machtambitionen des Irans zu vermindern – dies führte zum blutigen Golfkrieg (1980-88), welcher sich als ein lukrativer Glücksfall für die weltweite Waffenindustrie, insbesondere für die amerikanische Kriegsindustrie erwies.

Litaratur:

Iran Chamber Society – History of Iran: A short account of 1953 Coup.
Darioush Bayandor – Iran and the CIA, MacMillan, 2010.
The National Security Archie – The Secret CIA History of the Iran Coup, George Washington Uni., 2000.
Kristen Blake – The U.S.- Soviet Confrontation in Iran, Uni. Press of America, 2009.
Florian Stark – CIA bekennt sich zu Militärputsch 1953 im Iran, die Welt am 19.08.2013.
Stephan Kinzer – Im Dienste des Schah, Weinheim, 2009 / All Shah´s Man, Wiley, 2003.
Arte – Geschichte der CIA: Iran 1953, 28.10.2003.
Melvyn P. Leffler – For the Soul of Mankind, Hill and Wang, 2008.
Robert Beisner – Dean Acheson, Oxford Uni.Press, 2006.
Daniel Yergin – The Prize, Simon & Schuster, 1991.
Tim Weiner – Legacy of Ashes, Doubleday, 2007.
Oliver Stone und Peter Kznick – The untold History of the U.S., Random House, 2012.

Täterprofil: US-Geschichte

US weltpolizeiDieser Beitrag, soll als eine Art Kriminalgeschichte dienen, um ein Täterprofil und die eventuellen Tatmotive genau zu durchleuchten. Dies wird in späteren Fällen von Bedeutung sein, wenn keine eindeutigen Beweise vorhanden sind (wie z.B. bei der Frage wer die Scharfschützen vom 20. Feb. auf dem Maidan bezahlte bzw. wer in Venezuela den Coup plante).

Die USA haben heute mehr als 1.000 Militärbasen, über den gesamten Globus verteilt (Stand 2015), in der jeder Region dieser Welt. Um als Weltpolizei für Recht und Demokratie zu sorgen, oder doch nur um eigene geostrategischen Ziele und wirtschaftliche Interessen zu verfolgen? Welche Ambitionen dieses Imperium hat wird ganz klar offengelegt: Joint Vision 2020 – hier zum Downlad des Strategie-Dokuments.

Die Wurzeln des US-Imperiums: Schon 1821, erkannte der damalige Präsident Quincey Adams: „sobald die USA ins Ausland gehe, um Monster zu suchen um diese zu zerstören, wird sie in einem Interessenskampf und in einen Kampf der Intrigen involviert werden, welche die Freiheit untergräbt. (…) Die USA würde dann, zwar die Welt beherrschen, aber ihre eigene Seele verlieren.

1494 – 1508 – 3 Millionen Menschen der indigenen Bevölkerung wurden ausgerottet. Manche Historiker schätzen den „europäischen“ Genozid auf amerikanischen Terretorium auf ca. 8 Mio. Menschen. (Historiker Howard Zinn – A Peoples History p. 5-24). Schätzungen zufolge reduzierte sich die Anzahl der indigenen Bevölkerung bis 1567 auf ein Zehntel im Vergleich zu 1519 – von rund 25 auf 2,5 Millionen. (Geoffrey Parker The Times – Große Illustrierte Weltgeschichte p.302).

1500-1800 – 10-15 Millionen Afrikaner wurden nach Amerika verschleppt, um als Sklavenarbeiter ausgebeutet zu werden. Afrika verlor 50 Mio. Menschen, beim beginn der „modernen westlichen Zivilisation“. (Zinn p.29)

1845 – Annexion Texas (das zu Mexiko gehörte und danach unabhängig wurde – Mexiko verlor fast 50% seines Terretoriums);

1870-1900 – Es war die Zeit der blutigsten Arbeiteraufstände in der US-Geschichte. Die Konzerne u. Bankenelite diktierten schon damals das politische und wirtschatliche Spiel und zerschlugen jeden Aufstand blutig nieder. Der weltweit berühmteste Fall war der „Haymarket-Riot“ von 1. Mai. 1886, der in die Geschichte als der Tag der Arbeit einging.

1889 – Die USA annektierten die Insel Pago Pago und installierten dort Militärhäfen.

1898 – Intervention in Kuba (Spanisch-Amerikanischen Krieg); Die USA deklarierten im April 1898 Spanien den Krieg, um Kuba aus den Fesseln der Tyranei zu befreien. United Fruit Co. schnappte sich 1,9 Mio. acres, also fast 1 Mio. Hektar. Bethlehem Steel und andere US-Konzerne besaßen fast 80% aller Mineralien auf Kuba. (Oliver Stone – The untold History, p. xxix)

1898 – Annexion Hawaiis; Aufgrund der Zuckerplantagen installierten die USA, Sanford Dole als Präsidenten. Er war der Cousin vom Früchtekonzernmagnat James Dole. Der damalige Präsident William McKinley nannte es „Manifest Destiny“ – die offensichtlich bzw. die göttliche Bestimmung. Es war anscheinden schon damals die große US-Mission, die unterentwickelten Länder zu kultivieren und die versklavten Länder zu befreien! (Oliver Stone, p. xxii)

1898 – Annexion Puerto Ricos; Damals war nicht Erdgas oder Erdöl, das Hauptziel der Elite. Die imperialistischen Eroberungszüge brachten den Monopolisten: Bananen, Kaffee, Kakao, Zucker, Eisen usw.

1902 – Unterwerfung Philipiniens; Nach dem Krieg wurden alle Vermögen und Länderein, von US-Konzernen und der US-Finanzelite geraubt.

1903 – Intervention in Honduras und Panama;

1905 – Intervention in der Dominikanischen Rep.;

1905 – Finanzieren Russisch-Japanischen Krieg (Jabob Schiff, Kuhn & Loeb);

1906 – Intervention in Kuba;

1907 – Kontrolliert die USA die Finanzen/ Wirtschaft der Dominikanischen Rep.;

1909 – Interv. in Nicaragua; 1922 erschien eine Zeitschrift mit den Titel: The Brown Bors. Republic. Dieser Artikel zeigte eindeutig, wie US-Banker systematisch die Kontrolle über die Eisenbahnlinien, Nationalbank und die Staatseinnahmen gewannen. (Stone, p. xxxi)

1911 – Hunduras: Konzern-Intervention, um Monopolstellung der Bananenindustrie zu sichern;

1914 – Schickte die USA Truppen nach Mexiko. Schon 1910 begann das US-Investment in Mexiko und erreichte einen kulminanten Höhepunkt: Die USA besaß 43% des mexikanischen Terretoriums, 10% mehr als die Mexikaner selbst (Stone, p.2)! Die USA unterstützten anfangs Venustiano Carranza, aber als er sich als Nationalist entpuppte und nicht nach der US-Pfeiffe tanzen wollte, wurde er von der US-orchestrierten Mexikanischen Revolution hinweggetragen.

1915 – Unterwerfung Haitis;

1917 – Finanzieren beide Machtblöcke im Ersten Weltkrieg (sowohl Entente als auch Mittelmächte) und besetzten sogar Deutsche Gebiete; US-Bankkredite in Höhe von $ 2,5 Mrd. gingen an die US-Verbündeten (zum Großteil an Großbritannien) und $ 27 Mio. gingen an die Mittelmächte – wobei das „House of Morgan“ rund um J. P. Morgan am meisten involviert war. 84% der Waffenexporte, welche über die USA gingen, sind durch seine Hände gegangen. (Stone, p.5).  Die Bevölkerung ahnte schon damals wer die Machtfäden hinter den Politiker zog, weil sie Präsident Wilson als ein Wallstreet Instrument sahen – so auch der US-Senator George Norris: „We are about to put the dollar sign on the American flag“. (Stone, p.7)

1917 – Intervention in Kuba;

1918 – 1920 – Russland: finanzierten die Roten Bolschewisten und kämpften an der Seite der Weißen Armee des Tsaren (Polar Bear Expedition); Unter Präsident Wilson wurden die USA aktiv im russischen Bürgerkrieg (Stone, p.31).

1919 – verhindern Revolution in Honduras;

1924 – Landen in der Republik China bei Unruhen;

1926 – Unterstützten die undemokratischen Gegner der Sandanisten in Nicaragua;

1930 – brachten das despotische Regime unter Leonidas Molina an die Macht;

1940 – verhalfen Militärdiktatur unter Fulgencio Batista in Kuba an die Macht;

1945 – mitfinazierten das Dritte Reich und warfen die Erste Atombombe der Geschichte, obwohl der Krieg mit Sicherheit gewonnen wurde!;

1947 – unterstützen im Kampf gegen die Kommunisten militärische und finanzielle Hilfe an die Griechische- Militär-Junta;

1950 – 1951 – 1954 Konzernkrieg gegen Guatemala: CIA stürtzt demokratisch gewählten Führer; Koreakrieg;

1953 – Stürtzte die CIA/MI6 die Erste demokratisch gewählte Regierung im Iran (Erdölkonzern-Putsch);

1956 – schickt die USA Kriegsschiffe ins östliche Mittelmeer (Suezkrise);

1958 – Eingreifen im Libanon; Unterstützten Taiwan im Kampf gegen China;

1959 und 1961 – unterstützten Guerillabewegungen um Castro in Kuba zu stürtzen (Schweinebucht-Affaire);

1964 – Interv. in Laos;

1964 – 1975, Vietnam-Krieg; Dieser Krieg basierte auf eine Lüge, die 58.134 Amerikaner das Leben kostete und 7,8 Millionen Tonnen Bomben explodierten – mehr, als im gesamten Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurden. Die offizielle Version: Im Sommer 1964 attackierten nordvietnamesische Schnellboote im Golf von Tonkin einen US-Zerstörer. Das nutzte Präsident Lyndon B. Johnson, um die Militärhilfe für Südvietnam zu legalisieren. Die US-Öffentlichkeit erfuhr davon allerdings erst 1971 aus den an sich streng geheimen Pentagon-Papieren, dem ersten und bis heute wichtigsten Fall eines Whistleblowers.11_UT_NAPALM_STRIK_1890837i agent-orange-victims-e1389285290131

Diese Bilder zeugen von der bio-chemischen Waffen, welche die USA damals einsetzte und sogar die eigenen Soldaten verstümmelte. Dank des US-Ökonom, Journalist und Whistleblower Daniel Ellsberg wurden gerieten die Pentagon-Papiere an die Öffentlichkeit.

1964 – 1982 – in mehreren Staatsstreichen und Contrarevolutionen in Bolivien involviert;

1965 – Operation Power Pack in der Dom. Rep. und Angriff auf Kambodscha;

1967 – im 6 Tage Krieg unterstützten sie Israel finanziell und militärisch;

1967 – mit Hilfe der CIA wird der Revolutionär Che Guevara erschossen,

1970 – US-unterstützter Putsch in Kambodscha (General Lon Nol) und griefen im Bürgerkrieg in Jordanien ein;

1971 – entsenden Kriegsschiffe ins östliche Mittelmeer im indisch-pakistanischen Konflikt;

1976 – Unterstützen UNITA-Rebellen gegen marxistische MPLA in Angola;

Ein ähnliches Bild auch 1977 in El Salvador;

1981 – erheben den Diktator Anastasio Samoza in Nicaragua an die Macht,

1980 – 1988 unterstützten beide Seiten im Golfkrieg;

1981 – erschaffen förmlich mit ihrer finanziellen, militärischen und logistischen Hilfe die Mudschahidin Islamisten im Kampf gegen die Russen in Afghanistan;

1982 – unterstützten die Contras gegen die Sandanisten in Nicaragua;

1982 – Unterstützen Briten im Falkland-Krieg gegen Argentinien;

1983 – greifen im libanesischen Bürgerkrieg ein und Putschten in Grenada;

1985 – Handelsembargo für die falsche demokratische Wahl in Nicaragua;

1986 – Haitis Familien-Diktatur der Duvaliers;

1986 – bombadieren Libyen;

1988 – schießen Passagierflugzeug Typ Airbus A300 der Iran Air mit 290 Menschen ab!;

1989 – Panama wird besetzt,

1990 – Eingriff in den liberischen Bürgerkrieg und unterstützen Paramilitär in Kolumbien;

1991 – halfen Kuwait gegen den Irak,  Sowohl die öffentliche Meinung, als auch die Stimmung im US-Abgeordnetenhaus wurde hinterlistig mit einer Täuschung, manipuliert – und ging in die Geschichte als die Brutkastenlüge ein. Vor dem US-Kongress, berichtete brutkasten naryiah lüge

eine junge Krankenschwester voller Tränen im Gesicht, über die brutalen irakischen Soldaten, welche die kuwaitischen Babys aus den Brutkästen ziehen und voller Gewalt auf den Boden werfen. Dieses Mädchen entpuppte sich später als die 15 Jährige Tochter des kuwaitischen Botschafter Saud Nasir as-Sabah. Es war eine amerikanische PR-Agentur namens Hill & Knowlten, welche von der Regierung Kuwaits einen Auftrag von $ 10 Mio. erhielt. Auch dieser Krieg, basierte auf eine Lüge, der medialen Propagandamaschine. (Mira Beham – Kriegstrommeln) und (John R. MacArthur – Die Schlacht der Lügen). Hier zum Video.

1992 – NATO bombadiert Jugoslawien; Klicken Sie hier um mehr über den Jugoslawien-Konflikt zu erfahren.

1992 – Entsenden Truppen nach Somalia;

1993 – Irak wird beschossen; 1994 – Reinstallation des Haitianischen Präsidenten Aristide;

1998 – Luftangriffe auf Asch-Schifa-Arzneifabrik im Sudan;

1999 – Kosovo-Krieg;

2001 – Afghanistan- Krieg;

2003 – stürtzen Saddam Hussein und besetzten den Irak;

2008 – Kampf mit somalischen Piraten;

2011 – Luftangriffe gegen Libyen;

2014 – Phantomverbrecher Joseph Kony wird in Uganda gesucht; und zur bekämpfung von Ebola wurden fast 5000 Soldaten nach Westafrika geschickt;

2014 – Luftangriffe gegen IS in Syrien.

Literatur:

Geoffrey Parker – The Times – Große Illustrierte Weltgeschichte. Verlag Orac, Wien 1995.
Howard Zinn – A Peoples History, Harper Perennial, 2005.
Oliver Stone – The untold History, Random House, 2012.
дейвид Браунстоун, Айрин франк – История на войните, Емас, 2001.
Jeremy Scahill – Dirty Wars, Perseus, 2013.
Dr walter Leisering (Hrsg.) – Historisches Weltatlas, Marix Verlag, 2015.
William Blum: Zerstörung der Hoffnung. Bewaffnete Interventionen der USA und des CIA seit dem 2. Weltkrieg. Zambon, Oktober 2008.
Günter Neuberger, Michael Opperskalski: CIA in Mittelamerika. Lamuv-Verlag, Bornheim-Merten 1983.
Nicole Schley, Sabine Busse: Die Kriege der USA. Chronik einer aggressiven Nation. Hugendubel, Kreuzlingen u. a. 2003.
Bartolome de Las Casas – A Short Account of the Destruction of the Indies, Penguin 1999.
John William Draper – American Civil War, Harper, 1867.
Richard A. Harris, Daniel J. Tichenor – A History of the U.S. Political System, ABC-Clio 2010.
James C. Brandford – A Companion to American Military History, Vol.1.,.2., Wiley-Blackwell.
Mira Beham – Kriegstrommeln: Medien, Krieg und Politik. Dtv, München 1996
John R. MacArthur – Die Schlacht der Lügen: wie die USA den Golfkrieg verkauften, dtv, 1993.

 

Russland

Die Erdöl-Firma Branobel (The Petrolueam Production Co. Nobel Brothers), wurde von Ludvig Nobel und Baron Peter von Bilderling ins Leben gerufen. Dieser Ölkonzern fungierte hauptsächlich in Azerbajdschan (Baku) und Turkmenistan. Die „Nobel-Brothers“, Ludvig und Robert Nobel sind übrignes die Gebrüder des berühmten Alfred Nobel und anglosächsische Elite kührt ihre Würdenträger mit dem nach ihm benannten Nobelpreis. Im Jahr 1920, als die Bolschewisten an die Macht gelangen, durch ihren Putsch, wurden die größten Erdölfelder nationalisiert. Zur dieser Zeit kaufte die Standard Oil ein großen Anteil der Erdöl-Anteile der Nobels in Russland. So bekam die Standard Oil die Kontrolle über ca. 40% des raffinierten Erdöls und 60% der Marktanteile in Russland. Es war eine politisch und wirtschaftlich angespannte Zeit, weil der Kampf der um die politische Herrschaft in Russland nicht feststand. Es gab viele Bewegungen, wie z.B. die Menschewiki oder Bolschewiki, welche nach der Macht griffen. Unter den Bolschewisten ragte ein ökonomisches Talent stark hervor, nämlich Leonid Krasin. Er war nicht nur der Manager der Elektrik-Gesellschaft von Baku, sondern war auch ein russisches Repräsentant des deutschen Siemens-Konzerns. Mit den eigenen Worten Lenins, war Krasin der „Finanzminister“ der Bolschewisten. Im Tsaristischen Russland war er der Hauptarchitekt der russischen Armee. Zu dieser Zeit war die russische Ökonomie, nach dem Ersten Weltkrieg und nach der blutigen Revolution am Boden. Auch schon davor war sie auf den Agrarsektor spezialisiert und weniger eine große Industrienation. Doch dann kam der Wendepunkt, als im November 1920 die russische Wirtschaft sich für ausländische Investoren öffnete. Im März 1921 ging Lenin noch weiter und erweiterte das Binnenmarkt-System, veranlasste eine Rückkehr von Privatunternehmen und förderte das sowjetischen Außenhandel. Lenin und die Bolschewisten wollten das „flüssige Gold“ im Ausland anbringen und Verkaufen, wovon Stalin ausdrücklich warnte. Der von Krasin unterschriebene anglo-sowjetische Vertrag, war eine Versicherung und ein Meilenstein für ausländische Investoren, also im Detail für Standard Oil und die Royal Dutch Shell mit deren ehem. Rothschild Eigentum (Daniel Yergin – The Prize, p. 237 – 240). Die Monopolstellung der Standard Oil, konnte ausgeweitet werden, weil durch das billige russische Erdöl, die Konkurrenz in ökonomische Schwierigkeiten gelang. All diese Faktoren führten dazu, dass die Sowjets Technologien aus dem Westen bezogen und so ihre Ökonomie modernisierten und auf der anderen Seite zum Erdöl-Exportland wurden. Das Sowjet-Mörder-System hätte schnell ein Ende genommen ohne die Auslands-Unterstütztung (Standard Oil, ). Fazit: Die „westlichen“ Konzerne, investierten in die UdSSR, obwohl der Kommunismus der erklärte Feind war und obwohl dieses Mörderregime, viel Blut an den Händen hatte.

Literatur:

Tolf, Robert W. The Russian Rockefellers – The Saga of the Nobel Family and the Russian Oil Industry. Stanford, Calif.: Hoover Institution Press, 1976.
Gibb, George Sweet, and Evelyn H. Knowlton. History of Standard Oil Company (New Jersey). Vol. 2, The Resurgent Years 1911-1927. New York, Harper & Brothers, 1956.
Wall, Bennett H. Growth in a Changing Environment – A History of Standard Oil Company (New Jersey), 1950-1972, and Exxon Corporation, 1072-1975. New York: McGraw-Hill, 1988.
Wall, Bennett H. and George S. Gibb. Teagle of Jersey Standard. New Orleans: Tulane University, 1974.
Daniel Yergin – The Prize, Free Press, 2008.
Antony Sutton – Hoover Inst. Pr., 1973.

Venezuela

Juan Vicente Gomez, regierte das Land Venezuela von 1908 bis 1935, mit einer starken militärischen Hierarchie und mit eiserner Faust. Es traten 1914/15, 1929 und 1931 „Scheinregierungen“ auf, welche den Anschein von freien demokratischen Prozessen erwecken sollte. Doch tatsächlich war Gomez sowohl deren Befehlshaber, als auch der Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Gomez konnte fast nicht lesen und schreiben, aber dafür wusste er genau was er wollte: Macht und Reichtum. Die Macht hatte er schon, mit eiserner Faust, ergriffen, was ihm jedoch fehlte in seinem ökonomisch-armen Land, war der Reichtum. Das Erdöl bot ihm hier die Chance. Im Jahr 1913 war die Royal Dutch Shell, schon am arbeiten in Venezuela (in der Hafenstadt Maracaibo). Obwohl die Bohrarbeiten in dieser Region, Malaria, Leber- und Darmkrankheiten auslöste, wurde die Erdöl-Produktion seitens des Diktators oder der transnationalen Konzerne wie Standard Oil und Shell, nicht gestoppt (Wirtschaftswissenschaftler Daniel Yergin – The Prize, p. 234). venezuelaGanz im Gegenteil: im Jahr 1929 wurden 137 Mio. Barrel produziert und so wurde Venezuela zum Zweitgrößten Öl-Hersteller. Diese Produktion machte 76% des Exportes und 50% der Staatseinnahmen aus. 1932 wurde Shell zum größten Konzern in Venezuela und das Land wurde zum größten Erdöl-Lieferant Großbritanniens. Das Fremdkapital und die US-Konzerne, wären wahrscheinlich bei einem anderen politischen Regime, nicht so leicht nach Venezuela gekommen. So auch die klare Aussage eines Repräsentanten des Konzerns Lago (Standard Oil of Indiana) vor dem U.S State Department: „President Gomez could not live forever, and there was always the danger that a new Government, perhaps with more radical tendencies, might seek to confiscate the oil properties and follow some of the policies which have been adopted in Mexico“.

Kriegsvorbereitung: Daten, Fakten und Prognosen

Die Militärausgaben allein im Jahr 2014 betrugen 1.8 Trillionen US-Dollar. Oder anders dargestellt: $ 1.800.000.000.000. Fragt sich hierbei nur warum die meisten Regierungen, Haushalts-Kürzungen und Sozialkürzungen ankündigen (dies trifft insbesondere die sozial Schachen!), wenn für die Rüstungsindustrie genug Geld übrig ist.

World military expenditure 1988-2014Zwar sind die Rüstungsausgaben gesunken im Verlgeich zum Vorjahr, denoch nur 1,7% unter dem Rekord-Höchststand vom Jahr 2011.

Zahlreiche weitere Statistiken über die Rüstungsausgaben einzelner Länder, wurde vom schwedischen Friedensforschungs-Institut SIPRI veröffentlicht (http://www.sipri.org).

In den derzeitigen Kriegsgebieten, also sowohl im Nahen Osten, als auch in Osteuropa nehmen die Zahlen ein erschreckendes Bild an, weil dort die umliegenden Länder aufrüsten. Dies ist kein Zeichen der Beruhigung und des Friedens. Die Ukraine erhöhte die Militärausgaben um 20% im Jahr 2014 und plannte diese sogar zu verdoppeln im darauffolgendem Jahr. Russlands Militärausgaben wurden auch erhöht. Der nächste Konflikt: Saudi-Arabien, steht im indirekten Krieg mit dem Iran, aufgrund der direkten Intervention in Jemen. Und auch das Verhältnis USA-Iran steht in einem Spannungsfeld diesbezüglich. Bisher unterstützt das Weiße Haus seinen langjährigen Verbündeten Saudi-Arabien logistisch und mit geheimdienstlichen Informationen. Ägypten hat Kriegsschiffe in die Region entsandt. Die USA und Großbritannien sicherten der von Saudi-Arabien angeführten Koalition ihre Unterstützung zu – auch dieses Bild, zeugt nicht von Ruhe und Frieden. Die Krisenregionen um Syrien, der Ukraine und Jemen spiegeln in gewisser Hinsicht die Tendenzen der Rüstungsausgaben: Changes in military expenditure by region 2013-14

Und welche Nation das größte Stück vom Kriegskuchen hat, zeigt die nachfolgende Grafik:

The share of world military expenditure of the 15 states with the highest expenditure in 2014Die USA ist die größte Militär-und Kriegs-Maschine der Welt. Die Ausgaben der USA sind fast 3 mal so hoch, wie die Ausgaben des nächstgrößten (China) und so hoch wie die Rüstungsausgaben von Russland, China, Saudi-Arabien, Frankreich, Großbritannien, Indien und Deutschland zusammen! Die Macht der Rüstungsindustrie scheint grenzenlos zu sein. Dabei fällt mir der sozio-geschichtliche Begriff „militärisch-industrieller Komplex“ ein, geprägt u.a. vom US-Professor C. Wright Mills.

Der Soziologe C. Wright Mills hat im Jahr 1956, in seinem Buch „The Power Elite“ bewiesen, dass eine Klasse/ Elite, bestehend aus militärischen, wirtschaftlichen und politischen Führer, im gegenseitigen Interesse, die demokratischen Prozesse in den USA außer Kraft setzt, um ihre Macht weiter auszubauen.

Die nachfolgenden Bilder wurden in Deutschland, in Zeitraum vom 14.11.2015, von einem vorbeifahrenden Touristen aufgenommen (vielen Dank an Nikki).

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Laut dem investigativen Journalisten, Politiker und Geostrategen Christoph Hörstel, stehen wir (Europäer) vor der großen Gefahr, in einen Dritten Weltkrieg hineinzuschlittern. Dies Aufgrund der aggressiven Außenpolitik der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Rüstungsstatistik gibt Hörstel sicherlich Recht, aber wo bleiben die Indizien, dass Europa in einem Krieg gegen Russland und vor allem in einem Weltkrieg schlittert?

Am 2. Nov. 2015, am Regionalbahnhof Nürnberg sind zwei Züge mit Fahrzeugen der Deutschen Bundeswehr und US-Kriegsmaterial transportiert worden.

US kriegsmaterial durch DEUEs läuft derzeit auch eine Petition für den Abzug aller US/ UK- Truppen aus Deutschland: http://tinyurl.com/oe875qd.

Es folgen weitere Fotos:

US waffen in DEU 2Aus dem Travemünder Hafen werden nach Angaben von Hafenmitarbeitern ständig Panzer und anderes Gerät verschifft, die Ladung auf den Fotos ging angeblich in die Ukraine – so laut dem Bericht von C. Hörstel.

Vor allem in Deutschland scheint einiges los zu sein:

us helikopter in deuDiese großen VTOL-Fluggeräte, Typ Bell-Boeing V22 „Osprey“, wurden am 15.9.2015 im Raum Mannheim gesichtet – so mehrere Augenzeugen.

Schützenpanzerwagen Typ Ocelot, auch Foxhound Patrol, UK-Produktion – 26. August 2015, Paderborn:

US waffen DEU 3Aber nicht nur konventionelle Waffen lagern, verschieben und schmuggelt die USA in, und durch ganz Europa. Die nächste Grafik zeigt die Nuklear- bzw. / Atomwaffen der USA, in Europa:

US Atomwaffen in EUUS-Basen im scheinbar okkupierten  Deutschland sind u.a. Fliegerhorst Büchel und die US-Basis Ramstein in Rheinland-Pfalz. „Ohne Ramstein geht’s NICHT mit dem Drohnenkrieg!“ – sagt Ray McGovern, CIA-Urgestein, 27 Jahre lang zuständig für die „Morgenlage“ unter SIEBEN US-Präsidenten (Hörstel). Moskau sieht zurecht die US-Aufrüstung in Europa, als eine Androhung und Bedrohung. Die USA wollen, laut dem ZDF-Fernsehmagazine „Frontal 21“, neue Atombomben vom Typ B 61-12 im Militärstützpunk Büchel lagern.

Und ein weiteres Indiz liefert uns die „Deutsche-Wirtschafts-Zeitung“: Am Balkan und auf dem Mittelmeer erreicht die Flüchtlings-Krise historische Ausmaße. Doch statt zu helfen, hält die Nato ein gigantisches Mittelmeer-Manöver ab, bei der Kampf gegen Russland simuliert wird. 26.000 gut ausgebildete Soldaten ballern mit Platzpatronen durch die Gegend, während die freiwilligen Helfer in Deutschland vor Erschöpfung zusammenbrechen. Insgesamt sind es jedoch 36.000 Soldaten, 3000 Marines und Spezialkräfte, 140 Flugzeuge, 60 Schiffe und sieben U-Boote üben unter dem bombastischen Namen „Trident Juncture“ den Kampf gegen Russland. Die nachfolgende Grafik zeigt die US-geführten Militärübungen:

DWN-Nato-Manöver-Flüchtlinge-e1446650663933Während die Linke Grafik die Übungsgebiete markiert, sehen wir weiter unten die US-Waffen auf dem Durchmarsch durch das „neutrale“ Land Österreich. Gesichtet wurde dies am 11. Sept. im Bahnhof Salzburg.

Österreich US-Waffen

Die Spannung steigt auch angesichts des US-Zerstörers, der sich in „chinesischen“ Gewässern aufhielt:

USS-LASSEN-600x351Der Chef der chinesischen Marine hat die USA im Streit über das Spratly-Archipel im Südchinesischen Meer vor weiteren Provokationen gewarnt. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass bereits „ein kleiner Vorfall zum Krieg führen könnte“, sagte Admiral Wu Shengli chinesischen Angaben zufolge am Freitag in einer Videokonferenz seinem US-Kollegen Admiral John Richardson.

Die derzeitige Flüchtswelle, könnte die praktische Realisierung der US-Strategie sein, von welcher der US-Historiker Eric Zuesse uns Europäer warnte: Washington betreibt eine gezielte Politik der Destabilisierung Europas, mit dem Ziel, zum einen Chaos an der europäischen Peripherie, zum anderen politische Instabilität in „Kerneuropa“ zu produzieren. Ziel der US-amerikanischen Destabilisierungspolitik in diesen Ländern (Libyen, Syrien, Urkraine…) sei es gewesen, Russland zu schwächen so Zuesse in einem Beitrag für Strategic Culture.

In Bulgarien wurde das NATO-Trainingsmanöver namens „Bris 2015“ abgehalten: бг1 бг2 бг3 бг5

Im Oktober wurde ein russischer Kampfjet, von der türksichen Armee abgeschossen. Dies geschah an der türkisch-syrischen Grenze. Nach einigen Warnungen aus Ankara, an den russischen Streitkräften, wurde nun Hand angelegt: rus tur jet

Schuld-Geld-System: eine freiwillige Versklavung?

sklave des geldes

Hier werde ich die Frage aufgreifen, warum die Staaten, sich das Geld, bei unabhängigen und privaten Zentral- und Geschäftsbanken ausborgen, anstatt sich es selbst zu drucken? Des Weiteren werde ich die geschichtliche Entwicklung des Geldes kurz beschreiben.

alchemy-newton
Newtons Auszeichnungen zur Alchemie, Bibner Institute

Sir Isaac Newton (1643 – 1727) war zu seiner Zeit fasziniert von der Idee der Alchemie. Mit dieser Geheimwissenschaft versuchte man unter anderem aus Blei Gold zu erschaffen. Doch Newton hätte sich nie zu träumen gewagt, dass es schon seit mehreren Jahrhunderten (vor seiner Zeit), Handelsleute gelungen war, aus „Nichts“ Gold zu erschaffen. Wie gelang ihnen dieser scheinbare „Zaubertrick“.

geschichte-geld
Autor Henry Werner, Rezension von dpa

Beginnen wir die Geschichte der Geldknechtschaft mit ihrer Genesis. Die anfänglichen Tauschgeschäfte des Mittelalters, hießen im Fachbegriff „Naturaltausch“ und waren geprägt vom Tausch zwischen zwei oder mehreren Tauschobjekten (z.B. 1kg Äpfel für 1kg Fleisch). Diese Tauschpraktik wurde mit der Zeit zunehmend unpraktisch und so begann das Gold, sich als Tauschmittel zu etablieren. Doch auch das Gold wurde als unpraktisch angesehen, denn man musste die schweren Goldbarren stets hin und her transportieren, um den gewünschten Tausch zu Vollziehen. Die mittelalterlichen Goldschmiede, meist venezianische und lombardische Handelsfamilien (darunter viele mit jüdischen Wurzeln bzw. Glauben – Jacques Attali), sind auf die geniale Idee gekommen, diese Goldbarren in Tresoren zu lagern und dem Besitzer dafür ein Depotschein auszugeben. Schon bald war das Gold nicht mehr das praktische Tauschobjekt und wurde von „Zetteln“ ersetzt. Diese Zetteln können als erste Inhaberwertpapiere angesehen werden. Also der Inhaber des Zettels, ist gleichzeitig der Inhaber des Goldes im Tresor. Dieses Wertpapier repräsentierte also den eigentlichen Wert des Goldes. Doch bald darauf began der wohl größte Coup der Geschichte: Die Goldschmiede gaben mehr Zetteln aus, als tatsächlich Gold in ihren Tresoren lag und so mehrte sich ihr Reichtum und ihre Macht. Doch eines dabei musste vermieden werden und das gilt heute noch im Bankensystem: Die Kunden dürfen nicht alle gleichzeitig ihre Sparguthaben, oder ihre Depots und Gelder abheben. Denn sonst würde der große Schwindel auffliegen! Hier sehen wir schon warum dieses Geldsystem a) auf einem Schwindel basiert, b) eine enorme Blase darstellt, die jeden Augenblick platzen kann und c) einen gewissen Glauben voraussetzt, denn man sich des Wertes dieser Scheine ja nie sicher sein. Der Berliner Wirtschaftshistoriker Henry Werner, sieht im Geld ein Instrumentarium für die politische Macht und eng verbunden mit sozialer Ungerechtigkeit.

Ist das Geldsystem wirklich ein Betrugsmodell? Prof. Harald Lesch jedenfalls findet die heutige Ökonomie, insbesondere das Zinses-Zins-System für das perfekte Verbrechen! Diese Aussage, wird im Verlauf mit Fakten noch bestätigt!

glaubeIn früheren Tagen war das Geld, noch mit Edelmetallen abgesichert und mittlerweile ist nicht einmal diese „Wert-Garantie“, vorhanden. Im heutigen Geldsystem befinden sich fast 90% des Geldes, als imaginäre Nullen und Einser auf einem Rechner und sind somit „real“ nicht vorhanden – wovon hier die Rede ist, ist das sogenannte FIAT-Money. Ein intrinsisch wertloses Subjekt, welches nur dank des Glaubens, sich am Leben hält. Der Glaube spielt sowieso eine Zentrale Rolle in diesem Spiel, dies erkannte der geniale Soziologie-Professor Sieghart Neckel:

geldsystem„Das wirkliche wertvolle Gut, mit dem Banken handeln, ist das Vertrauen ihrer Kunden.“ (Neckel, 2010)

In Zeiten der Inflation verschwindet jedoch der Glaube daran fast völlig. Der Britische Ökonom Peter Jay bringt es auf den Punkt:

„Die Gültigkeit einer Währung beruht auf ihrem von einer politischen Autorität festgelegten Wert und der Bereitschaft ihrer Benutzer, diesen zu akzeptieren.“ (Jay, 2006)

Hier kristallisiert sich dasselbe Prinzip, nach welchem sowohl die religiösen Institutionen damals ihre hegemonialen Weltpläne realisierten bzw. realisieren wollten, als auch die heutige „Geldreligion“. Es dreht sich um den Kreislauf von Macht, soziale Anerkennung und Ausbeutung. Die Kreuzzüge brachten mit Gewalt die Religionen in den verschiedensten Teilen der Erde, genauso wie die Könige ihre Machtposition und ihre Territorialansprüche etablierten. Heute spricht man nicht mehr von Kolonien sondern von „Eroberung der Märkte“, bzw. „Integrierung in die freie Welt“ (statt Christianisierung, oder Zivilisierung). Die Waffensysteme zur Massenvernichtung sind nicht mehr Schwärte sondern Aktien, Anleihen und die Geldpolitik (Inflation und Deflation).

Die Struktur und Funktion des Geldes, ist beim genauen Hinsehen ein Betrugsmodell: Geld als rechtliches Zahlungsmittel wird nicht mehr in Gold oder Silber abgedeckt, sondern durch die Steuern des Landes. Der Steuerzahler bürgt für die Deckung des Geldes, wenn man so will. Doch hier sehen wir einen Zirkelschluss, denn die Steuern werden ja wieder mit diesem Geld bezahlt, welches sie eigentlich decken sollte. Die Konsequenz: Das Geld deckt sich selbst! (Ökonomie-Prof. Franz Hörmann). Ein weiteres Paradox des Geldwirtschaft: Die Zentralbanken (Notenbanken) regulieren die Geldmenge und bestimmen den Zinssatz. Sie sind in den USA in privater Hand und in Europa ein supranationales Organ. Die Zentralbanken verleihen das Geld an Geschäftsbanken und fordern eigentlich mehr Geld als sie real im Umlauf bringen, durch die verlangten Zinsen. Die Geschäftsbanken können durch die fremden Einlagen (Sparguthaben) Kredite im überproportionalen Ausmaß vergeben. Die Geschäftsbanken verleihen auch Staaten Geld, wenn diese mit ihren Staatsanleihen an den Sekundärmarkt gehen müssen (EU-Recht). Warum verschuldet sich der Staat bei privaten Banken und druckt nicht sein Geld alleine? In der EU ist dies gesetzlich Verboten und im Art. 123 Abs. 1 der AEUV definiert. Der Staat wird also zuerst von Ratingagenturen (die davon profitieren) bewertet, um anschließend einen dementsprechend hohen oder niedrigen Zinskurs zu bekommen, als Rückzahlungsbedingung des „Kredites“. Eine Erklärung für das Verbot ist, dass kein neues Zahlungsmittel entstehen soll – damit die Geldwirtschaft stabil bleibt. Doch die Ausgabe von Staatsanleihen auf dem Sekundärmarkt, mit welchen dann die Banken handeln, ist doch eine neue Form der Liquidität und somit eine neue Art von Zahlungsmittel – so die Argumentation vom deutschen Jurist Dr. Christoph Mensching.

Um es mit den Worten vom US-Amerikanischen Autor William F. Hixson auf den Punkt zu bringen:  „Dass eine Regierung Banken erlaubt, Geld zu schaffen, sich dann dieses Geld von ihnen leiht und dafür auch noch Zinsen zahlt, ist idiotisch.“ (Hixson, 2005)

thomas-jeffersonGeraten private Interessen nicht im wirtschaftlichen Konflikt mit dem Allgemeininteresse, wenn die Geldpolitik in den Händen weniger ist? Ist dabei auch die gesamte Demokratie nicht in Gefahr? Denn, wer die Inflation und Deflation als Steuerungsmechanismen in der Hand hält, kann riesige Migrationswellen von Wirtschaftsflüchtlinge auslösen und/ oder ganze Volkswirtschaften in den Ruin treiben.

Prof. Franz Hörmann kritisiert die Legitimität der sog. Buchgeld-Schöpfung. Aus vergebenen Krediten und mit einer geringen Einlage von meist 2-5%, können die Geschäftsbanken, ungeheure Mengen Geld, aus einfachen Buchungssätze schöpfen. Dies ist aus mehreren Aspekten rechtlich mehr als fragwürdig und eigentlich bei genauem hinsehen sogar illegal:

Ein Kredit ist aus rechtlicher Sicht „die zeitweise Überlassung von eigenen Mitteln zur wirtschaftlichen Verwertung.“  Im Fall von Sichteinlagen als angebliche (behauptete) Basis für Kreditvergaben würden Banken ein Eigentumsdelikt begehen, weil im römischen Recht am Satz des Ulpian „Aliud est credere, aliud deponere“ („Kredit geben ist das eine, zur Verwahrung hinterlegen das andere“) nicht vorbei zu kommen ist (Prof. Hörmann). Dies setzt zunächst die Existenz dieser „Mittel“ (offensichtlich Geldvermögen) sowie das beim Kreditgeber liegende Eigentum daran voraus (arg. „eigenen Mitteln“). Tatsächlich erfolgt bei der Kreditvergabe von Geschäftsbanken jedoch keine Verleihe von Geld (i.S. von gesetzlichen Zahlungsmitteln also Bargeld) sondern lediglich der Eintrag der entsprechenden Zahl (der Kreditsumme) auf beiden Seiten der Bankbilanz (einerseits als Forderung gegenüber dem Kreditnehmer als Aktivum der Bank, andererseits hingegen als Gutschrift am Girokonto des Kreditnehmers, sog. „Sichteinlage“, welches jedoch ein Passivum und somit eine Schuld der Bank gegenüber dem Kreditnehmer darstellt).

(Prof. Franz Hörman: Das Ende des „verzinsten Schuld-Geldes“ – hier zum Download)

Und die Konsequenz: Es ist daher vollkommen klar, dass in Summe jene Menschen und Menschengruppen (wie z.B. realwirtschaftliche Unternehmen, Kommunen und sogar Staaten), die nicht selbst „Geld schöpfen“ können, nach einiger Zeit (in der Regel 70-80 Jahre) hoffnungslos überschuldet sind, womit das Eigentum an den „Sicherheiten der Kreditnehmer“ dann in das Eigentum der Banken übergeht. Ein so konstruiertes Geldsystem kann daher zurecht als planmäßige Enteignung aller Nicht-Banken interpretiert werden – ein Raubzug quer durch die Realwirtschaft und die Bevölkerung.

Sind Finanzkrisen vorprogrammiert und vorhersehbar, oder ist alles nur Zufall, ähnlich wie die Entstehung der Menschheit (Urknall-Theorie)?, oder die Mutation der Gene?, oder der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs? Wenn es sich um reine Zufälligkeiten handelt, warum hat der geniale russische Ökonom Nikolai Kondratjew die Weltwirtschaftskrise in den 1920er vorausgesagt?

Für Informationen bezüglich des Geld-Systems und bezüglich Lösungsvorschläge gehen Sie auf die Website vom Prof. Hörmann: „The New System„.

Fall Sie unser Geldsystem verbessern wollen, besuchen Sie das Projekt von Prof. Hörmann: http://www.informationsgeld.info/.

Literatur:

Henry Werner: Geschichte des Geldes, Palm Verlag Berlin
Jacques Attali – The Economic History of the Jewish People, ESKA, 2010.
Sighard Neckel – Refeudalisierung der Ökonomie: Zum Strukturwandel kapitalistischer Wirtschaft, Max-Planck Institut für Gesellschaftsforschung, Köln, 2010.
Peter Jay – Das Streben nach Wohlstand, Patmos, 2006.
Christoph Mensching – Das Verbot der Staatsfinanzierung durch die Notenbank, Monetative Jahrestagung Berlin 2012.
William F. Hixson – Triumpf of the Bankers, E-Book Time LLC, 2005.