Militarismus – erneut Krieg in Europa?

Zahlen und StatistikDie Militärausgaben allein im Jahr 2014 betrugen 1.8 Trillionen US-Dollar. Oder anders dargestellt: $ 1.800.000.000.000. Während die Regierungen angeblich kein Geld im Haushaltsbudget für den Wohlfahrtsstaat finden.

World military expenditure 1988-2014Zwar sind die Rüstungsausgaben gesunken im Verlgeich zum Vorjahr, denoch nur 1,7% unter dem Rekord-Höchststand vom Jahr 2011.

In den derzeitigen Kriegsgebieten, also sowohl im Nahen Osten, als auch in Osteuropa nehmen die Zahlen ein erschreckendes Bild an, weil dort die umliegenden Länder aufrüsten. Dies ist kein Zeichen der Beruhigung und des Friedens. Die Ukraine erhöhte die Militärausgaben um 20% im Jahr 2014 und plannte diese sogar zu verdoppeln im darauffolgendem Jahr. Russlands Militärausgaben wurden auch erhöht. Der nächste Konflikt: Saudi-Arabien, steht im indirekten Krieg mit dem Iran, aufgrund der direkten Intervention in Jemen. Und auch das Verhältnis USA-Iran steht in einem Spannungsfeld diesbezüglich. Bisher unterstützt das Weiße Haus seinen langjährigen Verbündeten Saudi-Arabien logistisch und mit geheimdienstlichen Informationen. Ägypten hat Kriegsschiffe in die Region entsandt. Die USA und Großbritannien sicherten der von Saudi-Arabien angeführten Koalition ihre Unterstützung zu – auch dieses Bild, zeugt nicht von Ruhe und Frieden. Die Krisenregionen um Syrien, der Ukraine und Jemen spiegeln in gewisser Hinsicht die Tendenzen der Rüstungsausgaben: Changes in military expenditure by region 2013-14

Und welche Nation das größte Stück vom Kriegskuchen hat, zeigt die nachfolgende Grafik:

The share of world military expenditure of the 15 states with the highest expenditure in 2014Die USA ist die größte Militär-und Kriegs-Maschine der Welt: Die Ausgaben der USA sind fast 3 mal so hoch, wie die Ausgaben des nächstgrößten (China) und so hoch wie die Rüstungsausgaben von Russland, China, Saudi-Arabien, Frankreich, Großbritannien, Indien und Deutschland zusammen!

Die größten Waffenexporteure der Welt und die größte Militärorganisation der Welt die NATO schickte rund 300.000 Soldaten an die russische Grenze und sorgen für ein Klima wie im Kalten Krieg (8.11.2016) – angesichts dessen ist das Thema Militarismus ein aktuelles Thema!

Nebenwirkungen des Militarismus: „Wenn die Amerikaner in Deutschland neue Basen bauen, zahlt der Bund drauf. Das kostet die deutschen Steuerzahler Hunderte Millionen Euro.“ – so Oliver Hollensteins Artikel in der Süddeutschen Zeitung. Der geheime US-Krieg gegen den Terror zahlen also die Deutschen Bürger?

Laut dem investigativen Journalisten, Politiker und Geostrategen Christoph Hörstel, stehen wir (Europäer) vor der großen Gefahr, in einen Dritten Weltkrieg hineinzuschlittern. Dies Aufgrund der aggressiven Außenpolitik der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Rüstungsstatistik gibt Hörstel sicherlich Recht, aber wo bleiben die Indizien, dass Europa in einem Krieg gegen Russland und vor allem in einem Weltkrieg schlittert?

russ1
Quelle: dpa

Mit diesen S-400 Abwehrraketen, könnte Russland in Syrien eine Flugverbotszone errichten und eventuell auch angreifende türkische oder amerikanische Kampfjets abschießen (Okt. 2016).

 

Russland schickte weitere Kriegsschiffe ins syrische Mittelmeer. Und auch das Atomwaffenabkommen zwischen der USA und Russland wurde gekündigt (Okt. 2016).

Quelle: AFP, ALEXEY PANOV

Der Krieg in Syrien könnte zu einem „Weltkrieg“ um Syrien eskalieren.

Dresden wird zur Festung, denn bis zur Einheitsfeier am 3. Okt. 2016 laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren: 2.600 Beamten sind in Uniform oder zivil stationiert; 1.400 schwere Betonsteine sollen ein Attentat (wie in Nizza) verhindern.1f4daaab53458d3f4f90a4b2e2d460a1

Aus Angst vor eventuellen Neonazi- oder Linksradikalen Ausschreitungen und aus panischer Angst vor Terroranschlägen, wurde sogar ein Sonderkommando beauftragt. In Europa muss man sich scheinbar an die Präsenz des Militärs wieder gewöhnen (Fotos von Ronny Ullman, 1.10.2016): drednen dresd2

 

Sieht so eine Fdresd3eier aus? Wer feiert ein Ereignis mit Panzer und Scharfschützen?

Am 2. Nov. 2015, am Regionalbahnhof Nürnberg sind zwei Züge mit Fahrzeugen der Deutschen Bundeswehr und US-Kriegsmaterial transportiert worden.

US kriegsmaterial durch DEUEs läuft derzeit auch eine Petition für den Abzug aller US/ UK- Truppen aus Deutschland: http://tinyurl.com/oe875qd.

Es folgen weitere Fotos:

US waffen in DEU 2Aus dem Travemünder Hafen werden nach Angaben von Hafenmitarbeitern ständig Panzer und anderes Gerät verschifft, die Ladung auf den Fotos ging angeblich in die Ukraine – so laut dem Bericht von C. Hörstel.

Vor allem in Deutschland scheint einiges los zu sein:

us helikopter in deuDiese großen VTOL-Fluggeräte, Typ Bell-Boeing V22 „Osprey“, wurden am 15.9.2015 im Raum Mannheim gesichtet – so mehrere Augenzeugen.

Schützenpanzerwagen Typ Ocelot, auch Foxhound Patrol, UK-Produktion – 26. August 2015, Paderborn:

US waffen DEU 3Aber nicht nur konventionelle Waffen lagern, verschieben und schmuggelt die USA in, und durch ganz Europa. Die nächste Grafik zeigt die Nuklear- bzw. / Atomwaffen der USA, in Europa:

US Atomwaffen in EUUS-Basen im scheinbar okkupierten  Deutschland sind u.a. Fliegerhorst Büchel und die US-Basis Ramstein in Rheinland-Pfalz. „Ohne Ramstein geht’s NICHT mit dem Drohnenkrieg!“ – sagt Ray McGovern, CIA-Urgestein, 27 Jahre lang zuständig für die „Morgenlage“ unter SIEBEN US-Präsidenten (Hörstel). Moskau sieht zurecht die US-Aufrüstung in Europa, als eine Androhung und Bedrohung. Die USA wollen, laut dem ZDF-Fernsehmagazine „Frontal 21“, neue Atombomben vom Typ B 61-12 im Militärstützpunk Büchel lagern.

Und ein weiteres Indiz liefert uns die „Deutsche-Wirtschafts-Zeitung“: Am Balkan und auf dem Mittelmeer erreicht die Flüchtlings-Krise historische Ausmaße. Doch statt zu helfen, hält die Nato ein gigantisches Mittelmeer-Manöver ab, bei der Kampf gegen Russland simuliert wird. 26.000 gut ausgebildete Soldaten ballern mit Platzpatronen durch die Gegend, während die freiwilligen Helfer in Deutschland vor Erschöpfung zusammenbrechen. Insgesamt sind es jedoch 36.000 Soldaten, 3000 Marines und Spezialkräfte, 140 Flugzeuge, 60 Schiffe und sieben U-Boote üben unter dem bombastischen Namen „Trident Juncture“ den Kampf gegen Russland. Die nachfolgende Grafik zeigt die US-geführten Militärübungen:

DWN-Nato-Manöver-Flüchtlinge-e1446650663933Während die Linke Grafik die Übungsgebiete markiert, sehen wir weiter unten die US-Waffen auf dem Durchmarsch durch das „neutrale“ Land Österreich. Gesichtet wurde dies am 11. Sept. im Bahnhof Salzburg.

Österreich US-Waffen

Die Spannung steigt auch angesichts des US-Zerstörers, der sich in „chinesischen“ Gewässern aufhielt:

USS-LASSEN-600x351Der Chef der chinesischen Marine hat die USA im Streit über das Spratly-Archipel im Südchinesischen Meer vor weiteren Provokationen gewarnt. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass bereits „ein kleiner Vorfall zum Krieg führen könnte“, sagte Admiral Wu Shengli chinesischen Angaben zufolge am Freitag in einer Videokonferenz seinem US-Kollegen Admiral John Richardson.

Die derzeitige Flüchtswelle, könnte die praktische Realisierung der US-Strategie sein, von welcher der US-Historiker Eric Zuesse uns Europäer warnte: Washington betreibt eine gezielte Politik der Destabilisierung Europas, mit dem Ziel, zum einen Chaos an der europäischen Peripherie, zum anderen politische Instabilität in „Kerneuropa“ zu produzieren. Ziel der US-amerikanischen Destabilisierungspolitik in diesen Ländern (Libyen, Syrien, Urkraine…) sei es gewesen, Russland zu schwächen so Zuesse in einem Beitrag für Strategic Culture.

Die NATO wappnet sich für den Kampf gegen Putin und den IS (4.11.15): Fünf Wochen lang proben Nato-Truppen in Italien, Spanien und Portugal den Ernstfall. 36.000 Soldaten sind im Einsatz. Kritiker sehen darin eine unnötige Provokation gegenüber Russland. Was auf dem Truppenübungsplatz bei San Gregorio in der Nähe von Saragossa stattfindet, ist der Abschluss des größten Manövers der Nato seit 13 Jahren. 130 Flugzeuge, 16 Hubschrauber waren im Einsatz, 60 Schiffe und U-Boote in Mittelmeer und Atlantik unterwegs. Neben den 28 Nato-Staaten nahmen 14 Partner- und Beobachternationen an der Mammutübung mit dem Namen „Trident Juncture“ (Kreuzungsdreieck) teil.

Historiker und Prof. Gerd Krumeich zeigt auf die Parallelen von den Vorkriegjahren 1911-13, dem Ersten Weltkrieg und heute. Auch damals wurde heftig aufgerüstet und auch damals wurde die mediale Trommel diesbezüglich geschlagen. 1912 ging in die Geschichte ein, als die große Rüstungskrise und in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg, wurde so oft und viel vom kommenden Krieg gesprochen, dass die Menschen sogar überrascht waren als er tatsächlich kam (weil die Geschichte schon langweilig wurde). Damals hatte Ungarn das Gebiet um Bosnien u. Herzegovina annektiert und heute wirft man Russland vor, die Krim annektiert zu haben. Im damaligen Gebiet um Bosnien, lebten viele serbisch stämmige – so wie heute auf der Krim etwa 60%, der dort lebenden „Ukrainer“ eigentlich Russen sind. Wiederholt sich etwa die Geschichte? Hier einige Zeitungsberichte, welche die Parallelen zu damals noch mal aufzeigen:

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

Hier zum Videomaterial:

Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.

Advertisements