Gespräch mit Daniele Ganser

Ein Blick auf die Friedensforschung: Der Schweizer Historiker Dr. Daniele Ganser und Josef Mühlbauer im Gespräch über die Friedens- und Konfliktforschung, über Feminismus, Saudi-Arabien, Interdisziplinarität und vielem mehr.

Zwei weiße, privilegierte, männliche Sakko-Träger und ein bärtiger „Youtuber“ erklären wieder einmal allen die Welt #SelbstKritik #Dekonstruktion #SoWhat? #Ironie? Der eine redet „viel zu akademisch“, hantiert mit Fachbegriffen und glaubt „gscheit“ zu sein, der andere redet beabsichtigt auf dem Niveau von Volkschüler*innen und der dritte im (geheimen) Bunde stellt Fragen die eigentlich keine sind. #Parodie

Kritisch zuhören bzw. zuschauen lohnt sich trotzdem:

The Great War 1914-1918

Der Erste Weltkrieg, kostete 13 Mio. das Leben und versank jede Rationalität. Dieser Krieg war für Gewinner, als auch Verlierer ein Verlust, weil es eine moralische Tragödie darstellte. Das Erdöl, steht hier aus zwei Gründen, in den Vordergrund: Zum einen revolutionierte es die moderne Kriegsführung und zum anderen war es gleichzeitig der wertvollste Rohstoff für die Rüstungsindustrie und der Wirtschaft.

work in progress

Iran 1953

CIAIm Jahr 1953, wurde von der USA bzw. der CIA (unter Allen Dulles) eine demokratisch gewählte Regierung gestürzt, um die Konzern-Interessen des Westens zu wahren. Als der Premierminister Mossadegh an die Macht kam, verfolgte er patriotische Ziele und wollte die ausländischen Konzerne an der Ausbeutung hindern. Die gesetzlichen Maßnahmen, zur Nationalisierung der iranischen Erdölfelder und der Erdöl-Förderung, war natürlich ein Dorn im Auge der wirtschaftlichen Ambitionen Großbritanniens und der USA. Daraufhin verhängte Großbritannien ein Embargo, welches den Iran in eine ökonomische Krise stürtzte. Doch die Destabilisierung der iranischen Wirtschaft war nur der Erste Schritt. Duch die ehem. geheime CIA/MIA6 Operation namens TPAJAX, wurde die demokratisch gewählte Regierung mit gewaltvollen Mitteln gestürzt und an seine Steller installierte man den „Konzern-freundlichen“ Shah Reza Pahlavi. Dies geschah indem die CIA und der britische Geheimdienst MI6, iranische Journalisten, Prediger, extremistische Islam-Krieger und sogar Politiker kauften und bestachen. So wurde der Iran infiltriert und die politische Meinungsbildung gezielt verändert! (Tim Weiner – Legacy of Ashes, p. 86). In den darauffolgenden 27 Jahren wurde der Iran vom Shah von Persien regiert, der die Unterstützung der USA genoß. All die Information, über diesen „coup d’état“, galten als Verschwörungstheorien und sobald man eine Kritik übte, wurde man als „Anti-amerikanisch; bzw. Anti-anglosächsisch“ abgestempelt. Doch vor einigen Jahren wurde die geheimen Dokumente freigegeben – hier zu den NSA-Archiv. So sah ein Plan einer militärischen Operation aus:

militärputsch iran 1953
Quelle: Zeitschrift „Welt“ vom 19.10.2013

Die unmittelbaren Folgen dieses Putsches: Schon 1954 wurde ein internationales Konsortium in die Welt gesetzt, um die iranischen Erdölfelder für die anglosächischen Konzerne, „zu öffnen“ – im Detail: 84% der Einkünfte gingen an die Anglo-Iranian Oil Co. (der Vorläufer von British Petroleum) und magere 16% gingen an die ohnehin schwache iranische Wirtschaft. Während die transnationalen Konzerne die Gewinne ins Ausland trugen, lebte die iranische Bevölkerung zum Größtenteil in Armut! Truman sagte damals zurecht, dass William Fraser, der Leiter der Anglo-Iranian Co., als einen typischen „nineteenth century colonial exploiter“ angesehen werden kann. (Daniel Yergin, S. 457)

Die langfristigen Folgen dieser „westlichen Intervention“, welche die Demokratie des Irans zerstörte, sind noch heute sichtbar: Die Revolution unter dem religiös-islamischen Führer des Irans Ayatollah Khomeini, sorgte dafür, dass bis zum heutigen Zeitpunkt, die Bürger des Irans, den westlichen Putsch von 1953 nicht vergessen. Die Erinnerungen an das Unterdrückungs-Regime unter dem Shah Reza, brannmarkte die iranische Kulturgeschichte! Die US-Iran Beziehungen sind seit diesem Putsch, in schlechter und angespannter Stimmung. Darüber hinaus wurde der Irak unter Saddam Husein finanziert und ausgerüstet, um die regionalen Machtambitionen des Irans zu vermindern – dies führte zum blutigen Golfkrieg (1980-88), welcher sich als ein lukrativer Glücksfall für die weltweite Waffenindustrie, insbesondere für die amerikanische Kriegsindustrie erwies.

Litaratur:

Iran Chamber Society – History of Iran: A short account of 1953 Coup.
Darioush Bayandor – Iran and the CIA, MacMillan, 2010.
The National Security Archie – The Secret CIA History of the Iran Coup, George Washington Uni., 2000.
Kristen Blake – The U.S.- Soviet Confrontation in Iran, Uni. Press of America, 2009.
Florian Stark – CIA bekennt sich zu Militärputsch 1953 im Iran, die Welt am 19.08.2013.
Stephan Kinzer – Im Dienste des Schah, Weinheim, 2009 / All Shah´s Man, Wiley, 2003.
Arte – Geschichte der CIA: Iran 1953, 28.10.2003.
Melvyn P. Leffler – For the Soul of Mankind, Hill and Wang, 2008.
Robert Beisner – Dean Acheson, Oxford Uni.Press, 2006.
Daniel Yergin – The Prize, Simon & Schuster, 1991.
Tim Weiner – Legacy of Ashes, Doubleday, 2007.
Oliver Stone und Peter Kznick – The untold History of the U.S., Random House, 2012.

Täterprofil: US-Geschichte

US weltpolizeiDieser Beitrag, soll als eine Art Kriminalgeschichte dienen, um ein Täterprofil und die eventuellen Tatmotive genau zu durchleuchten. Dies wird in späteren Fällen von Bedeutung sein, wenn keine eindeutigen Beweise vorhanden sind (wie z.B. bei der Frage wer die Scharfschützen vom 20. Feb. auf dem Maidan bezahlte bzw. wer in Venezuela den Coup plante).

Die USA haben heute mehr als 1.000 Militärbasen, über den gesamten Globus verteilt (Stand 2015), in der jeder Region dieser Welt. Um als Weltpolizei für Recht und Demokratie zu sorgen, oder doch nur um eigene geostrategischen Ziele und wirtschaftliche Interessen zu verfolgen? Welche Ambitionen dieses Imperium hat wird ganz klar offengelegt: Joint Vision 2020 – hier zum Downlad des Strategie-Dokuments.

Die Wurzeln des US-Imperiums: Schon 1821, erkannte der damalige Präsident Quincey Adams: „sobald die USA ins Ausland gehe, um Monster zu suchen um diese zu zerstören, wird sie in einem Interessenskampf und in einen Kampf der Intrigen involviert werden, welche die Freiheit untergräbt. (…) Die USA würde dann, zwar die Welt beherrschen, aber ihre eigene Seele verlieren.

1494 – 1508 – 3 Millionen Menschen der indigenen Bevölkerung wurden ausgerottet. Manche Historiker schätzen den „europäischen“ Genozid auf amerikanischen Terretorium auf ca. 8 Mio. Menschen. (Historiker Howard Zinn – A Peoples History p. 5-24). Schätzungen zufolge reduzierte sich die Anzahl der indigenen Bevölkerung bis 1567 auf ein Zehntel im Vergleich zu 1519 – von rund 25 auf 2,5 Millionen. (Geoffrey Parker The Times – Große Illustrierte Weltgeschichte p.302).

1500-1800 – 10-15 Millionen Afrikaner wurden nach Amerika verschleppt, um als Sklavenarbeiter ausgebeutet zu werden. Afrika verlor 50 Mio. Menschen, beim beginn der „modernen westlichen Zivilisation“. (Zinn p.29)

1845 – Annexion Texas (das zu Mexiko gehörte und danach unabhängig wurde – Mexiko verlor fast 50% seines Terretoriums);

1870-1900 – Es war die Zeit der blutigsten Arbeiteraufstände in der US-Geschichte. Die Konzerne u. Bankenelite diktierten schon damals das politische und wirtschatliche Spiel und zerschlugen jeden Aufstand blutig nieder. Der weltweit berühmteste Fall war der „Haymarket-Riot“ von 1. Mai. 1886, der in die Geschichte als der Tag der Arbeit einging.

1889 – Die USA annektierten die Insel Pago Pago und installierten dort Militärhäfen.

1898 – Intervention in Kuba (Spanisch-Amerikanischen Krieg); Die USA deklarierten im April 1898 Spanien den Krieg, um Kuba aus den Fesseln der Tyranei zu befreien. United Fruit Co. schnappte sich 1,9 Mio. acres, also fast 1 Mio. Hektar. Bethlehem Steel und andere US-Konzerne besaßen fast 80% aller Mineralien auf Kuba. (Oliver Stone – The untold History, p. xxix)

1898 – Annexion Hawaiis; Aufgrund der Zuckerplantagen installierten die USA, Sanford Dole als Präsidenten. Er war der Cousin vom Früchtekonzernmagnat James Dole. Der damalige Präsident William McKinley nannte es „Manifest Destiny“ – die offensichtlich bzw. die göttliche Bestimmung. Es war anscheinden schon damals die große US-Mission, die unterentwickelten Länder zu kultivieren und die versklavten Länder zu befreien! (Oliver Stone, p. xxii)

1898 – Annexion Puerto Ricos; Damals war nicht Erdgas oder Erdöl, das Hauptziel der Elite. Die imperialistischen Eroberungszüge brachten den Monopolisten: Bananen, Kaffee, Kakao, Zucker, Eisen usw.

1902 – Unterwerfung Philipiniens; Nach dem Krieg wurden alle Vermögen und Länderein, von US-Konzernen und der US-Finanzelite geraubt.

1903 – Intervention in Honduras und Panama;

1905 – Intervention in der Dominikanischen Rep.;

1905 – Finanzieren Russisch-Japanischen Krieg (Jabob Schiff, Kuhn & Loeb);

1906 – Intervention in Kuba;

1907 – Kontrolliert die USA die Finanzen/ Wirtschaft der Dominikanischen Rep.;

1909 – Interv. in Nicaragua; 1922 erschien eine Zeitschrift mit den Titel: The Brown Bors. Republic. Dieser Artikel zeigte eindeutig, wie US-Banker systematisch die Kontrolle über die Eisenbahnlinien, Nationalbank und die Staatseinnahmen gewannen. (Stone, p. xxxi)

1911 – Hunduras: Konzern-Intervention, um Monopolstellung der Bananenindustrie zu sichern;

1914 – Schickte die USA Truppen nach Mexiko. Schon 1910 begann das US-Investment in Mexiko und erreichte einen kulminanten Höhepunkt: Die USA besaß 43% des mexikanischen Terretoriums, 10% mehr als die Mexikaner selbst (Stone, p.2)! Die USA unterstützten anfangs Venustiano Carranza, aber als er sich als Nationalist entpuppte und nicht nach der US-Pfeiffe tanzen wollte, wurde er von der US-orchestrierten Mexikanischen Revolution hinweggetragen.

1915 – Unterwerfung Haitis;

1917 – Finanzieren beide Machtblöcke im Ersten Weltkrieg (sowohl Entente als auch Mittelmächte) und besetzten sogar Deutsche Gebiete; US-Bankkredite in Höhe von $ 2,5 Mrd. gingen an die US-Verbündeten (zum Großteil an Großbritannien) und $ 27 Mio. gingen an die Mittelmächte – wobei das „House of Morgan“ rund um J. P. Morgan am meisten involviert war. 84% der Waffenexporte, welche über die USA gingen, sind durch seine Hände gegangen. (Stone, p.5).  Die Bevölkerung ahnte schon damals wer die Machtfäden hinter den Politiker zog, weil sie Präsident Wilson als ein Wallstreet Instrument sahen – so auch der US-Senator George Norris: „We are about to put the dollar sign on the American flag“. (Stone, p.7)

1917 – Intervention in Kuba;

1918 – 1920 – Russland: finanzierten die Roten Bolschewisten und kämpften an der Seite der Weißen Armee des Tsaren (Polar Bear Expedition); Unter Präsident Wilson wurden die USA aktiv im russischen Bürgerkrieg (Stone, p.31).

1919 – verhindern Revolution in Honduras;

1924 – Landen in der Republik China bei Unruhen;

1926 – Unterstützten die undemokratischen Gegner der Sandanisten in Nicaragua;

1930 – brachten das despotische Regime unter Leonidas Molina an die Macht;

1940 – verhalfen Militärdiktatur unter Fulgencio Batista in Kuba an die Macht;

1945 – mitfinazierten das Dritte Reich und warfen die Erste Atombombe der Geschichte, obwohl der Krieg mit Sicherheit gewonnen wurde!;

1947 – unterstützen im Kampf gegen die Kommunisten militärische und finanzielle Hilfe an die Griechische- Militär-Junta;

1950 – 1951 – 1954 Konzernkrieg gegen Guatemala: CIA stürtzt demokratisch gewählten Führer; Koreakrieg;

1953 – Stürtzte die CIA/MI6 die Erste demokratisch gewählte Regierung im Iran (Erdölkonzern-Putsch);

1956 – schickt die USA Kriegsschiffe ins östliche Mittelmeer (Suezkrise);

1958 – Eingreifen im Libanon; Unterstützten Taiwan im Kampf gegen China;

1959 und 1961 – unterstützten Guerillabewegungen um Castro in Kuba zu stürtzen (Schweinebucht-Affaire);

1964 – Interv. in Laos;

1964 – 1975, Vietnam-Krieg; Dieser Krieg basierte auf eine Lüge, die 58.134 Amerikaner das Leben kostete und 7,8 Millionen Tonnen Bomben explodierten – mehr, als im gesamten Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurden. Die offizielle Version: Im Sommer 1964 attackierten nordvietnamesische Schnellboote im Golf von Tonkin einen US-Zerstörer. Das nutzte Präsident Lyndon B. Johnson, um die Militärhilfe für Südvietnam zu legalisieren. Die US-Öffentlichkeit erfuhr davon allerdings erst 1971 aus den an sich streng geheimen Pentagon-Papieren, dem ersten und bis heute wichtigsten Fall eines Whistleblowers.11_UT_NAPALM_STRIK_1890837i agent-orange-victims-e1389285290131

Diese Bilder zeugen von der bio-chemischen Waffen, welche die USA damals einsetzte und sogar die eigenen Soldaten verstümmelte. Dank des US-Ökonom, Journalist und Whistleblower Daniel Ellsberg wurden gerieten die Pentagon-Papiere an die Öffentlichkeit.

1964 – 1982 – in mehreren Staatsstreichen und Contrarevolutionen in Bolivien involviert;

1965 – Operation Power Pack in der Dom. Rep. und Angriff auf Kambodscha;

1967 – im 6 Tage Krieg unterstützten sie Israel finanziell und militärisch;

1967 – mit Hilfe der CIA wird der Revolutionär Che Guevara erschossen,

1970 – US-unterstützter Putsch in Kambodscha (General Lon Nol) und griefen im Bürgerkrieg in Jordanien ein;

1971 – entsenden Kriegsschiffe ins östliche Mittelmeer im indisch-pakistanischen Konflikt;

1976 – Unterstützen UNITA-Rebellen gegen marxistische MPLA in Angola;

Ein ähnliches Bild auch 1977 in El Salvador;

1981 – erheben den Diktator Anastasio Samoza in Nicaragua an die Macht,

1980 – 1988 unterstützten beide Seiten im Golfkrieg;

1981 – erschaffen förmlich mit ihrer finanziellen, militärischen und logistischen Hilfe die Mudschahidin Islamisten im Kampf gegen die Russen in Afghanistan;

1982 – unterstützten die Contras gegen die Sandanisten in Nicaragua;

1982 – Unterstützen Briten im Falkland-Krieg gegen Argentinien;

1983 – greifen im libanesischen Bürgerkrieg ein und Putschten in Grenada;

1985 – Handelsembargo für die falsche demokratische Wahl in Nicaragua;

1986 – Haitis Familien-Diktatur der Duvaliers;

1986 – bombadieren Libyen;

1988 – schießen Passagierflugzeug Typ Airbus A300 der Iran Air mit 290 Menschen ab!;

1989 – Panama wird besetzt,

1990 – Eingriff in den liberischen Bürgerkrieg und unterstützen Paramilitär in Kolumbien;

1991 – halfen Kuwait gegen den Irak,  Sowohl die öffentliche Meinung, als auch die Stimmung im US-Abgeordnetenhaus wurde hinterlistig mit einer Täuschung, manipuliert – und ging in die Geschichte als die Brutkastenlüge ein. Vor dem US-Kongress, berichtete brutkasten naryiah lüge

eine junge Krankenschwester voller Tränen im Gesicht, über die brutalen irakischen Soldaten, welche die kuwaitischen Babys aus den Brutkästen ziehen und voller Gewalt auf den Boden werfen. Dieses Mädchen entpuppte sich später als die 15 Jährige Tochter des kuwaitischen Botschafter Saud Nasir as-Sabah. Es war eine amerikanische PR-Agentur namens Hill & Knowlten, welche von der Regierung Kuwaits einen Auftrag von $ 10 Mio. erhielt. Auch dieser Krieg, basierte auf eine Lüge, der medialen Propagandamaschine. (Mira Beham – Kriegstrommeln) und (John R. MacArthur – Die Schlacht der Lügen). Hier zum Video.

1992 – NATO bombadiert Jugoslawien; Klicken Sie hier um mehr über den Jugoslawien-Konflikt zu erfahren.

1992 – Entsenden Truppen nach Somalia;

1993 – Irak wird beschossen; 1994 – Reinstallation des Haitianischen Präsidenten Aristide;

1998 – Luftangriffe auf Asch-Schifa-Arzneifabrik im Sudan;

1999 – Kosovo-Krieg;

2001 – Afghanistan- Krieg;

2003 – stürtzen Saddam Hussein und besetzten den Irak;

2008 – Kampf mit somalischen Piraten;

2011 – Luftangriffe gegen Libyen;

2014 – Phantomverbrecher Joseph Kony wird in Uganda gesucht; und zur bekämpfung von Ebola wurden fast 5000 Soldaten nach Westafrika geschickt;

2014 – Luftangriffe gegen IS in Syrien.

Literatur:

Geoffrey Parker – The Times – Große Illustrierte Weltgeschichte. Verlag Orac, Wien 1995.
Howard Zinn – A Peoples History, Harper Perennial, 2005.
Oliver Stone – The untold History, Random House, 2012.
дейвид Браунстоун, Айрин франк – История на войните, Емас, 2001.
Jeremy Scahill – Dirty Wars, Perseus, 2013.
Dr walter Leisering (Hrsg.) – Historisches Weltatlas, Marix Verlag, 2015.
William Blum: Zerstörung der Hoffnung. Bewaffnete Interventionen der USA und des CIA seit dem 2. Weltkrieg. Zambon, Oktober 2008.
Günter Neuberger, Michael Opperskalski: CIA in Mittelamerika. Lamuv-Verlag, Bornheim-Merten 1983.
Nicole Schley, Sabine Busse: Die Kriege der USA. Chronik einer aggressiven Nation. Hugendubel, Kreuzlingen u. a. 2003.
Bartolome de Las Casas – A Short Account of the Destruction of the Indies, Penguin 1999.
John William Draper – American Civil War, Harper, 1867.
Richard A. Harris, Daniel J. Tichenor – A History of the U.S. Political System, ABC-Clio 2010.
James C. Brandford – A Companion to American Military History, Vol.1.,.2., Wiley-Blackwell.
Mira Beham – Kriegstrommeln: Medien, Krieg und Politik. Dtv, München 1996
John R. MacArthur – Die Schlacht der Lügen: wie die USA den Golfkrieg verkauften, dtv, 1993.

 

Russland

Die Erdöl-Firma Branobel (The Petrolueam Production Co. Nobel Brothers), wurde von Ludvig Nobel und Baron Peter von Bilderling ins Leben gerufen. Dieser Ölkonzern fungierte hauptsächlich in Azerbajdschan (Baku) und Turkmenistan. Die „Nobel-Brothers“, Ludvig und Robert Nobel sind übrignes die Gebrüder des berühmten Alfred Nobel und anglosächsische Elite kührt ihre Würdenträger mit dem nach ihm benannten Nobelpreis. Im Jahr 1920, als die Bolschewisten an die Macht gelangen, durch ihren Putsch, wurden die größten Erdölfelder nationalisiert. Zur dieser Zeit kaufte die Standard Oil ein großen Anteil der Erdöl-Anteile der Nobels in Russland. So bekam die Standard Oil die Kontrolle über ca. 40% des raffinierten Erdöls und 60% der Marktanteile in Russland. Es war eine politisch und wirtschaftlich angespannte Zeit, weil der Kampf der um die politische Herrschaft in Russland nicht feststand. Es gab viele Bewegungen, wie z.B. die Menschewiki oder Bolschewiki, welche nach der Macht griffen. Unter den Bolschewisten ragte ein ökonomisches Talent stark hervor, nämlich Leonid Krasin. Er war nicht nur der Manager der Elektrik-Gesellschaft von Baku, sondern war auch ein russisches Repräsentant des deutschen Siemens-Konzerns. Mit den eigenen Worten Lenins, war Krasin der „Finanzminister“ der Bolschewisten. Im Tsaristischen Russland war er der Hauptarchitekt der russischen Armee. Zu dieser Zeit war die russische Ökonomie, nach dem Ersten Weltkrieg und nach der blutigen Revolution am Boden. Auch schon davor war sie auf den Agrarsektor spezialisiert und weniger eine große Industrienation. Doch dann kam der Wendepunkt, als im November 1920 die russische Wirtschaft sich für ausländische Investoren öffnete. Im März 1921 ging Lenin noch weiter und erweiterte das Binnenmarkt-System, veranlasste eine Rückkehr von Privatunternehmen und förderte das sowjetischen Außenhandel. Lenin und die Bolschewisten wollten das „flüssige Gold“ im Ausland anbringen und Verkaufen, wovon Stalin ausdrücklich warnte. Der von Krasin unterschriebene anglo-sowjetische Vertrag, war eine Versicherung und ein Meilenstein für ausländische Investoren, also im Detail für Standard Oil und die Royal Dutch Shell mit deren ehem. Rothschild Eigentum (Daniel Yergin – The Prize, p. 237 – 240). Die Monopolstellung der Standard Oil, konnte ausgeweitet werden, weil durch das billige russische Erdöl, die Konkurrenz in ökonomische Schwierigkeiten gelang. All diese Faktoren führten dazu, dass die Sowjets Technologien aus dem Westen bezogen und so ihre Ökonomie modernisierten und auf der anderen Seite zum Erdöl-Exportland wurden. Das Sowjet-Mörder-System hätte schnell ein Ende genommen ohne die Auslands-Unterstütztung (Standard Oil, ). Fazit: Die „westlichen“ Konzerne, investierten in die UdSSR, obwohl der Kommunismus der erklärte Feind war und obwohl dieses Mörderregime, viel Blut an den Händen hatte.

Literatur:

Tolf, Robert W. The Russian Rockefellers – The Saga of the Nobel Family and the Russian Oil Industry. Stanford, Calif.: Hoover Institution Press, 1976.
Gibb, George Sweet, and Evelyn H. Knowlton. History of Standard Oil Company (New Jersey). Vol. 2, The Resurgent Years 1911-1927. New York, Harper & Brothers, 1956.
Wall, Bennett H. Growth in a Changing Environment – A History of Standard Oil Company (New Jersey), 1950-1972, and Exxon Corporation, 1072-1975. New York: McGraw-Hill, 1988.
Wall, Bennett H. and George S. Gibb. Teagle of Jersey Standard. New Orleans: Tulane University, 1974.
Daniel Yergin – The Prize, Free Press, 2008.
Antony Sutton – Hoover Inst. Pr., 1973.

Venezuela

Juan Vicente Gomez, regierte das Land Venezuela von 1908 bis 1935, mit einer starken militärischen Hierarchie und mit eiserner Faust. Es traten 1914/15, 1929 und 1931 „Scheinregierungen“ auf, welche den Anschein von freien demokratischen Prozessen erwecken sollte. Doch tatsächlich war Gomez sowohl deren Befehlshaber, als auch der Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Gomez konnte fast nicht lesen und schreiben, aber dafür wusste er genau was er wollte: Macht und Reichtum. Die Macht hatte er schon, mit eiserner Faust, ergriffen, was ihm jedoch fehlte in seinem ökonomisch-armen Land, war der Reichtum. Das Erdöl bot ihm hier die Chance. Im Jahr 1913 war die Royal Dutch Shell, schon am arbeiten in Venezuela (in der Hafenstadt Maracaibo). Obwohl die Bohrarbeiten in dieser Region, Malaria, Leber- und Darmkrankheiten auslöste, wurde die Erdöl-Produktion seitens des Diktators oder der transnationalen Konzerne wie Standard Oil und Shell, nicht gestoppt (Wirtschaftswissenschaftler Daniel Yergin – The Prize, p. 234). venezuelaGanz im Gegenteil: im Jahr 1929 wurden 137 Mio. Barrel produziert und so wurde Venezuela zum Zweitgrößten Öl-Hersteller. Diese Produktion machte 76% des Exportes und 50% der Staatseinnahmen aus. 1932 wurde Shell zum größten Konzern in Venezuela und das Land wurde zum größten Erdöl-Lieferant Großbritanniens. Das Fremdkapital und die US-Konzerne, wären wahrscheinlich bei einem anderen politischen Regime, nicht so leicht nach Venezuela gekommen. So auch die klare Aussage eines Repräsentanten des Konzerns Lago (Standard Oil of Indiana) vor dem U.S State Department: „President Gomez could not live forever, and there was always the danger that a new Government, perhaps with more radical tendencies, might seek to confiscate the oil properties and follow some of the policies which have been adopted in Mexico“.