Peace in Crisis: Herausforderungen und Chancen für eine Welt im Umbruch
Austrian Forum for Peace: 30. Juni – 3. Juli 2025, Konferenz auf der Friedensburg Schlaining Die Welt befindet sich an einem Wendepunkt. Globale Friedensbemühungen stehen vor nie dagewesenen Herausforderungen: bewaffnete Konflikte, Klimakrise, der Rückgang demokratischer Strukturen, schrumpfende Handlungsspielräume der Zivilgesellschaft, neue Technologien und zunehmende Desinformation. Inmitten globaler Krisen bringt das Austrian Forum for Peace 2025 internationale Expertinnen, Aktivistinnen und Interessierte zusammen, um innovative Wege für den Frieden zu finden.
Es ehrt mich sehr als Experte beim diesjährigen Austrian Forum for Peace dabei sein zu dürfen und freue mich schon sehr auf den Austausch! Als wissenschaftlicher Mitarbeit bei Empowerment for Peace und als Universitätsassistent der Universität Graz versuche ich mit meiner Wissenschaftskommunikation die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zu übermitteln. Bei diesem Austria Forum for Peace werden Expert:innen aus Wissenschaft auf zivilgesellschaftliche Akteure und Politiker:innen sowie Diplomat:innen zusammenkommen um über globale und lokale Herausforderungen und Chancen zu sprechen. Gerade deswegen freut und ehrt mich diese Einladung sehr!
Offene Workshops
Konfliktfall Renaturierung – Umgang mit kommunalen Konflikten im Zusammenhang mit Renaturierungsmaßnahmen, 1. und 2. Juli
Lebendige Bücher – Yaşayan Kitaplar – Žive knjige – ספריםמלאיחיים – Libros Vivientes
Živindi Lil – Lively Books – ﻛﺗبﺣﯾﺔ – Élő Könyvek (Mehrsprachig), 1. und 2. Juli (Teilnahme auch mit gültigem Museumsticket möglich)
The Blueprint: Austria’s PeaceTech Vision – A Collaborative Dialogue (auf Englisch), 2. Juli Öffentliche Veranstaltungen im Rahmen der Konferenz – Eintritt frei:
Podiumsdiskussion am 1. Juli: Europa ohne Washington? Neue Strategien im Umgang mit Russland – Eine friedenspolitische Standortbestimmung
Filmvorführung und Diskussion mit Regisseur Friedrich Moser am 2. Juli: How to Build a Truth Engine (Executive Producers: George Clooney und Grant Heslov) Anschließend: Burgfest Weitere Informationen: http://www.peaceforum.at
Organisiert vom Österreichischen Friedenszentrum (ACP) und unterstützt durch das Land Burgenland und den CPDC
Weitere Reports, Friedensbeiträge, Bücherlesungen und Vorstellung von wissenschaftlichen Artikel zur Friedensforschung bzw. Podiumsdiskussionen und live Interviews finden Sie auf dem YouTube Kanal – VIPR – Varna Peace Institute mit dem Host, Speaker, Moderator und Friedensjournalist bzw. Friedensforscher Josef Mühlbauer.
Josef Mühlbauer, arbeitet für die Universität Graz, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der NGO Empowerment for Peace (EfP) und herausgeber sowie Autor zahlreicher Bücher und wissenschaftlicher Beiträge. Er ist darüber hinaus ein Moderator, Speaker, Friedensjournalist und Politikwissenschaftler in Österreich. Als Friedensforscher arbeitet er zu politischen, geopolitischen und geoökonomischen Themen. Hier geht es zum Portfolio – Link. Und hier zu den Publikationen.
Netzwerken & Kontakte knüpfen – sie suchen Quellen, Inspiration, Expert:innen und Austausch mit Kolleg:innen und zukünftige neue Projekte? Sie suchen Verleger, Lektoren, Agenten oder Ko-Autor:innen?
Inspiration und Ideenfindung: sie suchen neue Themen, Storyideen und verschiedene Perspektiven? Sie suchen Kritiker:innen oder kreative Formate?
Professionelle Entwicklung: sie suchen gesellschaftliche Trends, neue Vermarktungsideen, Podcasts wie das Varna Peace Institute (mit über 4500 Abonennt:innen auf YouTube) um neues Publikum zu erreichen?
Bella Volen und Josef Mühlbauer haben jahrelange Erfahrung im Networking, Mastermind und in der Kreativbranche. Beide verbindet die Leidenschaft für Sprache und Storytelling, beide teilen ein großes Interesse an gesellschaftlichen Entwicklungen und öffentlichen Debatten, beide haben bereits zahlreiche Events, Podiumsdiskussionen, Buchlesungen und Buchvorstellungen in der Kunstgalerie Bella Volen auf der Landesgerichtsstraße 6, 1010 organisiert.
Seid also auch dabei und lasst uns alle gemeinsam wachsen und voneinander viel lernen!
MA-Seminar „Imperialismustheorien – Historische Entwicklungen, Ursachen, Bedingungsfaktoren und Deutungsansätze sowie aktuelle Debatten“
Referenten: Josef Mühlbauer (Empowerment for Peace) & Ingar Solty (Rosa Luxemburg Stiftung)
Lernziele: 1. Kenntnis klassischer und moderner Imperialismustheorien. 2. Analyse historischer Kontexte (19. Jh. bis heute). 3. Kritische Reflexion aktueller Debatten (Globalisierung, Neoimperialismus, Trump). 4. Kombination und Erweiterungen um Post- bzw. Dekoloniale Ansätze 5. Methodenkompetenz: Quellenanalyse, Theorienvergleich, Diskurskritik.
Leitende Fragestellungen: Wie können gegenwärtige imperiale Herrschaftsverhältnisse konzeptionell-theoretisch analysiert werden? Inwiefern und wie verdichten sich diese in konkreten Entwicklungspolitiken staatlicher Agenturen/Akteure? Welche grundlegenden Widersprüche ergeben sich daraus in aktuellen Konflikt und Kriegszonen?
Struktur & Lehrinhalte
Einführung: Begriff und Grundlagen (Teil 1) •Inhalt: Definition von Imperialismus vs. Kolonialismus; Überblick über Theorien. •Literatur: (Pflichtlektüre) Ingar Solty/Frank Deppe & David Salomon (2023) Imperialismus. •Osterhammel/Jansen (2012) Kolonialismus; Mommsen (1977) Imperialismustheorien; •Methode: Impulsvortrag + Diskussion.
Einführung: Begriff und Grundlagen (Teil 2) •Inhalt: Definition von Imperialismus vs. Kolonialismus; Überblick über Theorien. •Literatur: (Pflichtlektüre) Etherington, Norman (2014): Theories of Imperialism; •Fisch, Jörg; Dieter Groh; Rudolf Walther (2004): Imperialismus; •Friedjung, Heinrich (1919): Das Zeitalter des Imperialismus 1884–1914. •Methode: Impulsvortrag + Diskussion
Klassische Ökonomische Theorien •Inhalt: Kapitalexport, Unterkonsumtion; Akkumulation; •Rosa Luxemburg: (Pflichtlektüre) Die Akkumulation des Kapitals (1913). •Literatur: Hobson (1902) Imperialism: A Study; Auszüge aus Luxemburg. •Methode: Textanalyse in Gruppen.
Lenins Imperialismustheorie •Inhalt: „Höchstes Stadium des Kapitalismus“, Monopolkapital. •Literatur: (Pflichtlektüre) Lenin (1917) Der Imperialismus; Vergleich mit Hobson/Luxemburg. •Methode: Fishbowl-Diskussion.
Historisch-materialistische Imperialismustheorie •Inhalt: Logiken von Macht- und Herrschaft •Literatur: (Pflichtlektüre) Karl Kautsky (1914) Der Imperialismus; Lenin (1917) Der Imperialismus; Vergleich mit Hobson/Luxemburg. •Zusatzaufgabe: Michael Berndt (2021): Der polit-ökonomische Ansatz der Kritischen Friedensforschung von Ekkehart Krippendorff, in: Die Friedens-Warte (94:1-2); S.30-44. → Wie hängen Krieg, Frieden und politökonomischen Interessen zusammen? Methode: Textanalyse in Gruppen.
[Änderung!] •Themen: Imperiale Lebensweise •Literatur: (Pflichtlektüre) Brand/Wissen (2017): Imperiale Lebensweise & Mühlbauer/Gabriel (2022): Zur imperialen Lebensweise. & aktuelle Artikel[Änderung!] Thema: Imperiale Lebensweise (Ulrich Brand/Markus Wissen) – wie wird hier „imperial“ als Begrifflichkeit verwendet? An welchen der bisherigen Denker:innen knüpft es an?
Postkoloniale Theorien •(Pflichtlektüre) Edward Said: Orientalismus (1978), kulturelle Hegemonie. •Frantz Fanon: Gewalt und Entkolonialisierung. •Literatur: Said (1978); Fanon (1961) Die Verdammten dieser Erde. •Methode: Studentische Kurzpräsentationen.
Neomarxistische Ansätze •David Harvey: (Pflichtlektüre) The New Imperialism (2003), „Akkumulation durch Enteignung“. •Literatur: Harvey (2003); Vergleich mit Lenin. •Methode: Gruppenarbeit zu aktuellen Beispielen (Rohstoffkriege).
Aktuelle Debatten: Leo Panitsch •Themen: Globaler Kapitalismus •Literatur: (Pflichtlektüre) Leo Panitch (2004), überstetzt von Ingar Solty •Methode: Podiumsdiskussion.
Aktuelle Debatten: Neoimperialismus •Themen: US-Außenpolitik, Chinas Belt and Road Initiative. •Literatur: (Pflichtlektüre) Chomsky (2003) Hegemony or Survival; aktuelle Artikel.
Themenfindung Seminararbeit & Gruppenfindung •Themen: Gruppenarbeiten oder Einzelnarbeiten sowie thematische Einordnung •Literatur: Primärliteratur soll aufgeteilt werden Prüfungsleistung •Aktive Teilnahme (20%): Diskussionen, Lesetagebuch. •Präsentation (30%): Theorievergleich/Fallstudie. •Hausarbeit (50%): 12 Seiten zu einer ausgewählten Theorie.
Weitere Hinweise: •Fokus auf interdisziplinäre Zugänge (Politikwissenschaft, Geschichte, Ökonomie). •Empirische Beispiele einbinden (z.B. Ukraine-Krieg, Afrikapolitik der EU).
Quellen und Literatur(für Studierende der Goethe Universität Frankfurt; Nicht für kommerzielle Zwecke!)
Freitag, 20:00 Uhr: Auftakt und Impulsvortrag von Ralf M. Ruthardt – Wie Worte unsere Welt formen Wie entstehen Polarisierung, Filterblasen und hitzige Debatten? Zum Start des mehrtägigen Events entführt der Autor und Unternehmer Ralf Ruthardt das Publikum in die Welt des Framings. Sein Impulsvortrag zeigt, wie Narrative unseren gesellschaftlichen Diskurs prägen – und warum wir dringend neue Perspektiven brauchen. Bei Wein und Snacks diskutieren wir weiter: Wie schaffen wir es, wieder zuzuhören? Empathie zu zeigen? Kritisch und gleichzeitig konstruktiv die Probleme unserer Zeit gemeinsam anpacken? Vorbeischauen und mitdiskutieren lohnt sich auf jeden Fall!
Samstag, 11:30 Uhr: Podiumsdiskussion – Wenn der Diskurs schweigt? Zwischen lauter Polarisierung und Diskursverengungen bzw. das laute Schweigen Der Politikwissenschaftler Josef Mühlbauer moderiert eine Debatte der Extraklasse: Prof. Gerhard Senft und Ralf Ruthardt analysieren, warum öffentliche Debatten oft ins Leere laufen. Wo hört Kritik auf – und wo beginnt Hetze? Ist „Cancel Cultur“ die „richtige Lösung“ für die „falschen Probleme“? Können wir eine Polarisierung der öffentlichen Debatten überhaupt feststellen? Welche Rolle spielen Denkverbote/Theorieverbote (Slavoj Zizek) und Diskursverengungen? Diskutieren Sie mit! Im Anschluss: Netzwerken, Austausch und vertiefende Einblicke in die Werke des Autors Ruthardt in der Galerie bei Kaffee und Kuchen.
Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Gerhard Senft & Ralf M. Ruthardt, moderiert von Josef Mühlbauer. Fotomaterial: Ralf M. Ruthardt.
Samstagabend, 20:00 Uhr: Literarische Gänsehaut Tauche ein in den berührenden Roman „Samstags bringe ich dir Worte“. Ralf Ruthardt liest aus seinem Werk über Verlust, Hoffnung und die Macht der Sprache. Im Anschluss: Plaudern mit dem Autor bei einem Glas Wein. 🍷
Roman: Samstags bringe ich dir Worte von Ralf M. Ruthardt. Foto: Bella Volen.
Der Autor Ralf M. Ruthardt stellt seinen berührenden Roman vor. Fotomaterial: Ralf M. Ruthardt.
Sonntag, 11:00 Uhr: Lesung für kleine und große Träumer Familien aufgepasst! Bei „Lesung mit Kids“ stellt Ruthardt sein Kinderbuch vor – eine charmante Geschichte, die Groß und Klein verzaubert. Mit Mini-Buffet. 🍪 Zudem können die kleinen Gäste die wunderschönen Öl-Gemälde von Saskia Thurner bestaunen. Schöne Erinnerungen sind garantiert!
Sonntag, 15:00 Uhr: Finale mit Klima-Drama Zum krönenden Abschluss liest Ruthardt aus „Untergang der Green“ – ein Roman, der die Klimakrise und ihre gesellschaftlichen Widersprüche schonungslos entlarvt. Diskutieren Sie mit: Wie retten wir die Zukunft, ohne uns zu spalten?
🌟 Warum kommen? – Treffe Vordenker:innen aus Literatur, Wissenschaft und Aktivismus. – Verbinde dich mit dem Autor persönlich in einzigartigem Ambiente. – Erlebe Kunst, Debatten und Literatur – von kritisch bis herzergreifend.
Adresse: Kunstgalerie Bella Volen, Landesgerichtsstraße 6, 1010 Wien. Wenige Meter von der U2 Station Rathaus entfernt! Direkt gegenüber dem Cafe Rathaus. 🎟️ Eintritt frei
Ralf M. Ruthardt, der Herausgeber und Redakteur der Zeitschrift MitMenschenReden ist zu Gast in der Kunstgalerie Bella Volen – Moderiert von Josef Mühlbauer
Lernen Sie im Anschluss den Autor, Redakteur des Magazins MitMenschenReden und Unternehmensberater Ralf M. Ruthardt persönlich kennen.
Das Buch „Kritische Friedensforschung“ herausgegeben von Josef Mühlbauer und Maximilian Lakitsch wurde im Österreichischen Journalisten Club vorgestellt und breit diskutiert. Es war ein Abend des Dialogs, geleitet und moderiert vom Historiker und Journalisten Dr. Dieter Reinisch.
Am 11. März 2025 stellte der Politikwissenschaftler und Friedensforscher Josef Mühlbauer im Saal des Österreichischen Journalisten Clubs (ÖJC) sein neu herausgegebenes Werk „Kritische Friedensforschung“ (2024) vor. Die Veranstaltung, moderiert vom Historiker und Journalisten Dr. Dieter Reinisch, versammelte ein diversitätsreiches Publikum: Diplomat:innen, Militärangehörige, Journalist:innen sowie Kunst- und Kulturschaffende diskutierten gemeinsam über aktuelle friedenspolitische Herausforderungen.
Mühlbauer betonte in seiner Einführung die Notwendigkeit interdisziplinärer Ansätze, um Konfliktursachen wie Machtungleichgewichte, Ressourcenknappheit und ideologische Spannungen zu analysieren. Das Buch vereint Beiträge internationaler Forschender, die Macht- und Herrschaftsverhältnisse kritisch hinterfragen.
Im sehr lebendigen Dialog mit dem Publikum betonte Josef Mühlbauer, dass die Ambivalenz, die Widersprüche und die Komplexität ausgehalten werden muss. Einige Gäste schilderten reale Beispiele, von der Medienverantwortung bis zur Bedeutung kultureller Dialoge. Einigkeit herrschte über die zentrale Bedeutung von Friedensjournalismus und Friedensforschung. Der Abend endete mit einem Appell, Friedensforschung stärker in politische Entscheidungsprozesse einzubinden und stärker ins mediale Rampenlicht zu stellen. Die gelungene Mischung aus Fachpublikum und engagiertem Austausch unterstrich die Relevanz des Werks als Impulsgeber für eine friedlichere Zukunft.
Kurzer Ausschnitt:
Zu sehen ist die Buchvorstellung und der anschließende Dialog auf dem YouTube Kanal des ÖJC.
Fotos von der akademischen Künstlerin, Photographin und Galeristin Mag.art Bella Volen (2025).
Für Fragen, Anregungen und Buchungen: josef.muehlbauer@empowermentforpeace.org
Zum vollständigen Event:
Zum Buch „Kritische Friedensforschung“ erschienen 2024 im renommierten Mandelbaum Verlag in Wien.
Frieden, Friedensforscher, Friedenswissenschaft, Friedensbuchautor, Josef Mühlbauer, Buchautor, Buch, Friedensbuch, kritische Friedensforschung, best seller buch, Mandelbaum Verlag, Kritische Wissenschaft,
Zum Autor:
Josef Mühlbauer
Als Friedensforscher und Friedensjournalist liegt der Fokus von Josef Mühlbauer darauf, eine Brücke zwischen akademischer Forschung und der breiten Öffentlichkeit zu bauen. Sein Ziel ist es, komplexe wissenschaftliche Erkenntnisse insbesondere der Friedens- und Konfliktursachenforschung zugänglich und gesellschaftlich nutzbar zu machen, sei es als Speaker, als Podiumsteilnehmer oder in seinem Podcast bzw. YouTube Kanal „VIPR – Varna Peace Institute“.
Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen sozial-ökologischer Transformation, politischer Theorien, Internationale Beziehungen, Friedensforschung, Friedensjournalismus sowie Politische Bildung. Seine Arbeit ist daher interdisziplinär geprägt und verbindet nicht nur die Theorie mit der Praxis, sondern ist stark geprägt von handlungsorientierten Ansätze, die im Rahmen des „Conflict – Peace – Democracy Cluster“ in zahlreichen Projekten praktiziert werden.
Themenschwerpunkte dieser hoch renommierten Podiumsdiskussion mit Dr. Hans-Christof von Sponeck, Prof. Klaus Moegling, Andreas Bummel, Angelika Claussen und Rolf Bader – moderiert vom Autor, Speaker und Friedensforscher Josef Mühlbauer:
Vor 80 Jahren wurde die Charta der Vereinten Nationen unterzeichnet – ein visionäres Versprechen für Frieden, Menschenrechte und globale Zusammenarbeit. Doch wie steht es heute um die Handlungsfähigkeit der UN angesichts von Krieg in der Ukraine, eskalierender Gewalt in Gaza, vergessenen Konflikten wie im Kongo und einer zunehmend multipolaren Weltordnung? Zwischen idealistischer Vision und Verantwortung die aus der brutalen Vergangenheit resultiert, sowie einer auf Macht- und Herrschaftsverhältnissen aufbauenden Realpolitik bewegt sich das „Sprachrohr der Menschheit“, die UN. Wo können auch wir ein Stück beitragen um die Herausforderungen der aktuellen Krisen zu bewältigen und zurück zum historischen Ideal der UN zu finden?
Anlässlich des achtzigsten „Geburtstags“ der Vereinten Nationen diskutieren renommierte Expert:innen über drängende Fragen: Hans-Christof von Sponeck, ehemaliger UN-Assistant Secretary-General, Andreas Bummel, Direktor von Democracy Without Borders und Vordenker für eine demokratischere UN-Architektur, Prof. Klaus Moegling, Experte für internationale Politik und Konfliktforschung, sowie die Menschrechtsaktivist:innen der IPPNW Dr. Angelika Claußen und Rolf Bader.
Im Fokus dieser online Friedensdiskussion bzw. Podiumsdiskussion: ▪ Relevanz der UN-Charta heute: Gilt das Völkerrecht noch, wenn Kriegsparteien und Vetomächte die Spielregeln ignorieren? ▪ Reformstau im Sicherheitsrat: Kann das Gremium mit veralteten Machtstrukturen in einer multipolaren Welt noch handlungsfähig sein? ▪ Zivilgesellschaft als Motor für Veränderung: Wie können NGOs und Bürger:innen Reformen vorantreiben, um die UN zukunftsfest zu machen?
Die Podiumsdiskussion bietet keine einfachen Antworten, aber eine schonungslose Analyse: Wo scheitert die Weltorganisation an geopolitischen Realitäten – und wo liegen Chancen für eine gerechtere globale Ordnung?
Seien Sie dabei, wenn Visionen auf Realpolitik treffen – und diskutieren Sie mit, wie die UN wieder zum Sprachrohr der Menschheit werden kann.
Folgende Fragen stelle ich den von mir eingeladenen Expert:innen:
Welche Chancen und Herausforderungen gibt es? Welche Reformen braucht es? Gilt die UN-Charta noch angesichts Gaza, Ukraine und ua. Kongo? Wie muss sich der UN-Sicherheitsrat anpassen, angesichts der neuen multipolaren Weltordnung? Wie kann die Zivilgesellschaft einen möglichen Reformprozess unterstützen?
Teilnehmer/-in: Dr. med. Angelika Claußen, Präsidentin IPPNW Europa, Co-Vorsitzende der deutschen IPPNW-Sektion Dr. h.c. Hans-C. von Sponeck, Beigeordneter UN-Generalsekretär a.D. apl. Prof. Dr. Klaus Moegling, i.R., habilitierter Politikwissenschaftler und Autor, FB Gesellschaftswissenschaften der Universität Kassel Andreas Bummel, Direktor von Democracy without Borders Rolf Bader, ehem. Geschäftsführer der deutschen Sektion der Internationalen Ärzte/-innen für die Verhütung des Atomkrieges/ Ärzte/-innen in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW). Moderation: Josef Mühlbauer, Autor, Moderator, Speaker, Friedensforscher an der Universität Graz, Politikwissenschaftler, Friedensjournalist beim Varna Peace Institute.
Veranstalter:
Frieden, Friedensforscher, Friedenswissenschaft, Friedensbuchautor, Josef Mühlbauer,
Interaktive Diskussion zum Thema soziale, menschen-/frauenrechtliche, ökonomische und ökologische Sicherheit als Basis für Demokratie und Frieden mit renommierten Gästen wie Rosa Logar (WILPF Austria), Dr. Gabriele Michalitsch (Uni Wien) und dem österreichischen Friedensforscher, Friedensjournalist, Buchautor, Speaker und Moderator Josef Mühlbauer
Speaker at WILPF Austria, Podiumsdiskussion, Sicherheit, Kritische Friedensforschung, Frieden, Friedensforscher, Friedenswissenschaft, Friedensbuchautor, Josef Mühlbauer,
Sicherheit wird von der herrschenden Politik großgeschrieben, gemeint wird damit aber meist militärische Sicherheit und Aufrüstung. Auch in Österreich soll das Militärbudget weiter erhöht und in den nächsten Jahren auf über 12 Milliarden Euro ausgebaut werden, obwohl Österreich ein neutraler Staat ist. Gleichzeitig werden bei den derzeitigen Koalitionsverhandlungen einschneidende Sparmaßnahmen geplant; diese drohen die soziale Situation von Frauen und anderen benachteiligter Gruppen, weiter zu verschlechtern. In den Vereinten Nationen wurde ein Konzept von umfassender Sicherheit entwickelt, das die Menschen und die Umwelt ins Zentrum stellt. Die Realisierung menschlicher Sicherheit ist die Basis für Demokratie und Frieden.
Im Dialogforum werden VertreterInnen verschiedener Fachbereiche eingeladen, zum Thema „Was macht uns sicher?“ aus ihrer beruflichen Perspektive Stellung zu nehmen, auf Herausforderungen für die Realisierung menschlicher Sicherheit einzugehen und Vorschläge zu präsentieren. Im Anschluss daran werden TeilnehmerInnen eingeladen, an der Diskussion mitzuwirken (Fishbowl).
Beiträge von:
Erich Fenninger Bundesgeschäftsführer der Volkshilfe Österreich
Lukas Gahleitner-Gertz asylkoordination österreich
Rosa Logar Women’s International League for Peace and Freedom Austria
Gabriele Michalitsch Politikwissenschafterin und Ökonomin, Universität Wien
Unterstützt von Friedens-Attac. Im Rahmen des Projektes FRIEDA wird WILPF Austria in Kooperation mit zivilgesellschaftlichen Organisationen und weiteren KooperationspartnerInnen sechs Dialogforen zu Friedensthemen durchführen. Die Foren haben zum Ziel den gesellschaftlichen Dialog zu fördern und damit zur Stärkung von Demokratie, Menschen/Frauenrechten und Frieden beizutragen. WILPF Austria wird im Rahmen des Frauenfriedensprojektes FRIEDA vom Sozialministeriums gefördert.
Abonniert den Kanal des Varna Peace Institute um künftig solche Events nicht mehr zu verpassen!
Warum wir die Stimmen der Friedensforschung und des Friedensjournalismus jetzt mehr denn je brauchen – eine Gegenstandsanalyse vom Autor, Speaker, Friedensforscher Josef Mühlbauer
Die Podiumsdiskussion zum Thema umfassende „Sicherheit“ organisiert von WILPF Austria, einer feministischen Organisation, wirft ein Schlaglicht auf eine der drängendsten Fragen unserer Zeit: Was macht uns wirklich sicher? In einer Debatte, die oft von militärischen Begriffen dominiert wird, ist die Rolle der Friedensforschung unverzichtbar. Die Friedensforschung bietet den wissenschaftlichen Rahmen, um Sicherheit neu und ganzheitlich zu denken. Es ist die zentrale Aufgabe der Friedensforschung, Alternativen zur militärischen Abschreckung aufzuzeigen. Ohne die evidenzbasierte Arbeit der Friedensforschung blieben wir in veralteten Denkmustern gefangen.
An dieser Stelle wird die symbiotische Beziehung zwischen Friedensforschung und Friedensjournalismus entscheidend. Der Friedensjournalismus übersetzt die komplexen Erkenntnisse der Friedensforschung in eine zugängliche öffentliche Debatte. Ein herausragendes Beispiel für diese Praxis ist der Buchautor und Friedensforscher Josef Mühlbauer. Durch seine Arbeit, wie sie auch beim Varna Peace Institute stattfindet, verkörpert Josef Mühlbauer genau jene Verbindung von wissenschaftlicher Tiefe und öffentlicher Kommunikation.
Die reine Faktenlage genügt nicht; sie muss erzählt werden. Das ist die Kernaufgabe des Friedensjournalismus. Der Friedensjournalismus hinterfragt kritisch militärische Budgeterhöhungen und stellt die unbequemen Fragen, die in der Mainstream-Berichterstattung oft untergehen. Die Friedensforschung liefert ihm dafür die Argumente. Diese essenzielle Funktion des Friedensjournalismus stärkt die Demokratie.
Im Zentrum dieser Diskussion steht die Arbeit von Expertinnen und Experten wie dem Buchautor und Friedensforscher Josef Mühlbauer. Als praktizierender Friedensjournalist und Friedensforscher zeigt Josef Mühlbauer, wie Theorie und Praxis zusammenwirken können. Die Analysen von Wissenschaftlern wie dem Buchautor und Friedensforscher Josef Mühlbauer sind wegweisend für eine friedlichere Politik.
Die Friedensforschung geht über die reine Konfliktanalyse hinaus. Die transformative Kraft der Friedensforschung liegt in ihrer proaktiven, lösungsorientierten Ausrichtung. Ebenso muss der Friedensjournalismus mehr sein als nur eine Berichterstattung über Kriege; der Friedensjournalismus muss die Möglichkeiten des Friedens aufzeigen. Diese Doppelrolle aus Friedensforschung und Friedensjournalismus ist von unschätzbarem Wert.
Die Veranstaltung zeigt, wie die Friedensforschung konkrete Konzepte wie das der „menschlichen Sicherheit“ der UNO voranbringt. Die praktische Anwendung der Friedensforschung ist es, die ihren wahren Wert ausmacht. Der Friedensjournalismus stellt sicher, dass diese Konzepte kein Elfenbeiturm bleiben. Der Friedensjournalismus trägt sie in die Gesellschaft.
Vordenker wie der Buchautor und Friedensforscher Josef Mühlbauer demonstrieren diese Brückenfunktion. Die Teilnahme des Buchautors und Friedensforschers Josef Mühlbauer an diesem Forum unterstreicht die Relevanz der Friedensforschung. Die Arbeit des Buchautors und Friedensforschers Josef Mühlbauer ist ein Lehrstück für gelungenen Friedensjournalismus.
Letztlich ist das Ziel der Friedensforschung die Prävention. Die vorausschauende Arbeit der Friedensforschung kann Gesellschaften widerstandsfähiger machen. Der Friedensjournalismus ist das Frühwarnsystem, das die Erkenntnisse der Friedensforschung nutzt, um auf Gefahren hinzuweisen. Ohne einen gestärkten Friedensjournalismus verhallen die Warnungen der Friedensforschung ungehört.
Daher ist es so wichtig, die Stimmen der Friedensforschung und des Friedensjournalismus zu hören. Veranstaltungen wie diese, mit Beiträgen unter anderem vom Buchautor und Friedensforscher Josef Mühlbauer, sind entscheidend für eine informierte öffentliche Debatte. Die integrative Perspektive der Friedensforschung ist der Schlüssel. Der konsequente Friedensjournalismus ist der Schlüssel, um sie zu verbreiten.
Die Friedensforschung liefert den Kompass für eine friedliche Zukunft, und der Friedensjournalismus ist die Landkarte, die uns den Weg weist. Wir brauchen beides: die akribische Arbeit der Friedensforschung und den mutigen, aufklärenden Friedensjournalismus. Persönlichkeiten wie der Buchautor und Friedensforscher Josef Mühlbauer zeigen, wie beides vereint werden kann, um unsere Gesellschaft sicherer, gerechter und friedlicher zu machen
Der Weg zur mehr Demokratie – anti-autoritäre und herrschaftskritische Entwürfe
[english verison bellow]
Ort: Wien & Hybrid Datum: 3.-5. Oktober 2025 Organisator:innen & Herausgeber:innen: Josef Mühlbauer, Thomas Stölner, Utta Isop, Michael Wissgott, Uwe Bittlingmayer Sprachen: Deutsch und Englisch Gastgebende Institutionen: VHS Wien, Universität Wien, BOKU University, Empowerment for Peace, Wiener Institut für Kinderphilosophie, PH Freiburg
Hintergrund der Tagung Mit den »Anarchistischen Gesellschaftsentwürfen« haben wir uns bemüht, eine fundierte Sammlung von konkreten Konzepten für eine gerechtere, demokratischere, herrschaftsfreie Gesellschaft vorzulegen (Stölner et al. 2023). Auf unserer nächsten Tagung wollen wir uns mit dem Weg dorthin beschäftigen. Wir wollen daher mindestens sechs Pfade beziehungsweise Transformationsstrategien dorthin skizzieren. Dies ist umso mehr von Bedeutung, als wir so in Organisierungen gegen Autokratien und Rechtsextremismen längerfristige gesellschaftliche Perspektiven entwickeln. Zielsetzung der Tagung: Diese hybrid stattfindende Tagung will wissenschaftliche, praxisorientierte und zivilgesellschaftliche Perspektiven und Akteur*innen zusammenbringen, um über Lösungen und Alternativen zur bestehenden multiplen Krise (Brand 2009) oder auch zur „ökologisch-sozialen Zangenkrise“ (Dörre 2021) nachzudenken. Es sollen die Ergebnisse nicht nur vor Ort diskutiert werden, sondern es soll im Anschluss an diese Tagung ein Sammelband mit theoretisch-konzeptionellen als auch praxisorientierten Beiträgen entstehen.
Revolutionärer Weg Im klassischen Anarchismus plädierte unter anderem Bakunin für einen revolutionären Weg (Bakunin 2017). Mit anderen revolutionären Anarchist*innen war er der Ansicht, dass es einen gewaltsamen Sturz der staatlichen Macht bedürfe. Wir sind aufgrund des anarchistischen Prinzips, dass das Ziel in den Mitteln zu sehen sein müsse, dezidiert nicht dieser Ansicht, und wollen daher den revolutionären gewaltfreien Vorschlägen einen Raum bieten. Ein weiterer Ansatz ließe sich hier bei Cornelius Castoriadis und Alice Pechriggl (Denker der Revolution 2022) zwischen Räte-Kommunismus, Anarchismus und Operaismus ausloten. Aus den Ideen des Marxistisch-Leninistischen Spektrum, die zu einer herrschaftsfreien Gesellschaft führen könnten, sind historisch betrachtet keine konkreten Wege in diese Richtung eingeschlagen worden. Wir würden uns an dieser Stelle Beiträge wünschen, die aufzeigen, warum das aus anarchistischer Sicht missglückt ist.
Allmählicher oder evolutionärer Wandel (Reformismus) Im anarchistische Spektrum könnten hier die Ideen Murray Bookchins weiter verfolgt werden (Bookchin 1985), der mit seinem Konzept des »libertären Municipalismus« einen Vorschlag vorgelegt hat, den die Menschen in Rojava umzusetzen versuchen. Hier wäre eine kritische Würdigung der Weiterentwicklungen von Abdullah Öcalan interessant (Öcalan/Kurdistan 2012). Wurden in Rojava basisdemokratische, lokal organisierte Räte geschaffen, die die staatliche Macht untergraben haben? Wie weit könnte dieser Ansatz in anderen Gesellschaften tragen? Eine andere Zugangsweise könnte im Werk von Eduard Bernstein gesucht werden, unter dem Blickwinkel, was sich davon verwirklichen ließ und warum dieser sozialdemokratische, reformistische Ansatz gescheitert ist. Als Vertreter des Revisionismus in der Sozialdemokratie plädierte Bernstein für einen allmählichen Übergang vom Kapitalismus zum Sozialismus durch demokratische Reformen (Bernstein 1921). Er hielt revolutionäre Gewalt für kontraproduktiv und setzte auf parlamentarische Prozesse, um den Kapitalismus schrittweise zu transformieren. Moderne Ansätze eines reformistischen Übergangs finden sich bei Hannes Kuch (Kuch 2023), der alle in der Bundesrepublik Deutschland vorhandenen Möglichkeiten ausschöpfen würde, um einen liberalen Sozialismus voranzutreiben und einen schrittweisen und gezielten Übergang zur demokratischen Planwirtschaft ins Auge fasst. Auch die internationalen Bewegungen um losdemokratische gesellschaftliche Organisierung (equality by lot) und Bürger*innen-Räten weisen in diese Richtung, zum Beispiel von John Burnheim herkommend. Burnheim entwirft eine Gesellschaft, ähnlich wie Karl Polanyi, in der großes Eigentum, wie Land, Boden, Bodenschätze, Arbeit und Geld in losdemokratisch regulierten Räten organisiert sind (Burnheim 1987). Weiters lohnte sich auch eine Betrachtung von Ulrike Herrmanns Ansatz (Herrmann 2022), für den Übergang den Staat zu belassen, um größere gesellschaftliche Verwerfungen und Verarmungen zu verhindern, um sie in einer von ihr nicht vorgesehenen demokratischen Planwirtschaft aufgehen zu lassen.
Direkte Aktion und zivilgesellschaftliche Organisation Ein anderer Ansatz stellte die direkte Aktion in den Mittelpunkt und die Schaffung von alternativen Institutionen und Gemeinschaften. Diese Ansätze basieren auf der Idee, dass Herrschaft durch die Entwicklung von Selbstverwaltung und Eigenständigkeit abgebaut werden kann. Ein Vertreter dieser anarcho-syndikalistischen Richtung wäre Rudolf Rocker (Rocker 1979). Der Anarcho-Syndikalismus organisiert die Arbeiterinnen in Gewerkschaften und die Übernahme der Produktionsmittel durch diese. Wie könnte heute noch der Aufbau einer starken, unabhängigen Arbeiterinnenbewegung gelingen und direkte Aktionen wie Generalstreiks die bestehenden kapitalistischen und staatlichen Machtstrukturen untergraben? In den letzten Jahrzehnten haben Bewegungen wie die Globalisierungskritiker*innen (z.B. die Zapatistas in Mexiko oder Occupy Wall Street) und die Klimagerechtigkeitsbewegung direkte Aktionen und die Schaffung von selbstverwalteten Strukturen als Wege zu einer herrschaftsfreien Gesellschaft angesehen (Graeber 2013). Diese Bewegungen setzen auf spontane, dezentrale Aktionen, um Herrschaft zu destabilisieren und neue Lebens- und Organisationsformen zu erproben. Zu nennen wären weitere Bewegungen wie die Behindertenbewegungen und die antirassistische Bewegungen wie zum Beispiel Black Voices in Österreich. Wie weit tragen diese Ansätze, um aus sich heraus eine herrschaftsfreie, demokratische Gesellschaft herbei zu führen oder können sie als bedeutsame Puzzlesteine im Transformationsprozess betrachtet werden? Die queerfeministischen anarchismussympathisierenden Organisierungen weltweit überschneiden sich immer wieder mit anarchafeministischen Organisierungen, wie wir auch im deutschsprachigen Raum sehen. Hier werden neben alternativen und queeren Geschlechterstrukturen auch andere Formen der Entscheidungsfindung und des Wirtschaftens ausprobiert (Siehe als Beispiel die https://gemse.org/ GemSe – Gemeinsam Sein; queer-feministischer Space in Kärnten / Koroška) Abbey Volcano und andere (2017) und Utta Isop (2023&2024) weisen auf die Verbindungen zwischen den feministisch-queeren Bewegungen und anarchistischen Bewegungen hin, die noch weniger theoretisiert als vielmehr in der Praxis zu finden sind.
Bildung und Bewusstseinswandel Wir haben in unserem Tagungsband »anarchistische Gesellschaftsentwürfe« schon die Bedeutung des Philosophierens hervorgehoben und würden das für die Transformation noch einmal nachschärfen wollen, um den notwendigen tiefgreifenden Bewusstseinswandel zu initiieren, der notwendig ist, um auf den Weg zu einer herrschaftsfreie Gesellschaft zu gelangen. Die Fähigkeit zu denken, zu hinterfragen und sich empathisch aufeinander zu beziehen, sind dabei grundlegende Fertigkeiten, die aus einer philosophischen Haltung heraus diese Fähigkeiten prozesshaft entwickeln und verfeinern. Der brasilianische Pädagoge Paulo Freire betonte in seinem Werk »Pädagogik der Unterdrückten« (1970), dass Bildung ein Schlüssel zur Befreiung von Herrschaft ist (Freire 1984). Er entwickelte das Konzept einer dialogischen Bildung, bei der die Lernenden zu kritischem Denken und Selbstbefreiung befähigt werden. So wie beim Philosophieren könnten Menschen ihre Unterdrückung erkennen und gemeinsam Wege zu ihrer Überwindung finden. Über die Erkenntnis alleine, so zeigt die langjährige Erfahrung Gerlinde Krehns, einer Aktivistin und Förderin der philosophierenden Praxis, kommen die Menschen von sich aus jedoch selten zum widerständigen Handeln, das für eine Transformation allerdings unabdingbar scheint. Pierre Bourdieus Konzept des Habitus liefert für das Beharren vieler Menschen in ihrer unterdrückten und unterdrückerischen Praxis eine Erklärung (Bourdieu 2011). Ein Weg diese stark körperbetonten Denk- und Handlungsweisen zu überwinden, könnte mit dem Theater der Unterdrückten von Augusto Boal thematisiert werden (Boal 1982). Antonio Gramscis Konzept der »kulturellen Hegemonie« beschreibt, wie Herrschaft durch ideologische Kontrolle über die Kultur aufrechterhalten wird (Gramsci 2024). Er sah in der Bildung und im Aufbau einer Gegenhegemonie eine Möglichkeit, diese kulturelle Dominanz zu durchbrechen und den Weg für eine herrschaftsfreie Gesellschaft zu ebnen. Wie weit ist die Theorie und Praxis dieses Ansatzes inzwischen gediehen und was kann er zu einem Weg zu einer befreiten Gesellschaft beitragen? Gerade der Ansatz der Intersektionalität, wie er von feministischen, geschlechterkritischen, queeren und rassismuskritischen Bewegungen erarbeitet wurde, weist auf die Verwobenheit von Herrschaftsstrukturen und Befreiungswegen hin (Volcano, Abbey et al.2013). Tagungen, Veranstaltungen und Publikationen der autonomen queer-feministischen Szene wie zum Beispiel des Verbands feministischer Wissenschafter*innen (https://www.vfw.or.at/), der Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung (ÖGGF https://www.oeggf.at/ziele), des Vereins zur Förderung von Frauen in der Philosophie (SWIP https://swip-philosophinnen.org/), die Frauenhetz (http://frauenhetz.jetzt/) und die Anschläge (https://anschlaege.at/) erneuern jährlich den aktuellen Stand an emanzipatorischer Forschung neben vielen anderen. Black Voices (2024) verweist etwa auf die Bedeutung rassismuskritischen Vorgehens in Zeiten der Transformation mit intersektionalen Vorzeichen.
Solidarische Ökonomien und Wirtschaftsdemokratien Half Earth Socialism (Vettese/Pendergrass 2022), Partizipatorische Wirtschaft (Albert 2006; Hahnel2021), der Communismus (Sutterlütti/Meretz 2018), die Gemeinwohlökonomie (Felber 2018), Ecommony (Habermann 2016) und viele andere Wirtschaftsmodelle und Praktiken, wie sie zum Beispiel bei der Social Economy Enquete in Graz (2023) und unserer letzten Tagung (https://www.ph-freiburg.de/soziologie/veranstaltungen/tagung-krise-der-nationalstaaten.html) vorgestellt wurden, bieten mehr oder weniger konkret formulierte Konzepte und Prinzipien, um auf Basis der Commons eine Möglichkeit der Orientierung zu schaffen, die unumgänglich für die Transformation ist. Wie sehen ihre Vorstellungen der Transformation aus und was bedürfen sie noch, um diese realisieren zu können? Welche Rolle können Gewerkschaften spielen, unter anderem solche für Systemadministratorinnen, Gamer und Influenzerinnen?
Kultur, Musik, Kunst und Lebensstil Welche Beiträge können Performances, Musik, Kunst und Kultur zur Transformation in nachhaltige, friedliche und demokratische Gesellschaftsstrukturen leisten? Wie wirken sich verändernde Lebensstile, wie Veganismus und vieles mehr aus? Projekte wie beispielsweise die schau.raume (https://www.schau.raeume.cc/de/ueber/wer), dadazirkus.at (https://www.dadazirkus.at), das Ventil (https://www.ventil.space/) oder Vada (https://vada.cc/) weisen auf die Verwobenheit von Biografien, Alltag, Kunst, Theater und Performance hin.
Call für Vorträge und Workshops: Abstracts von max. 2000 Zeichen (300 Wörter = 1x DIN A4 Seite) bitte an: thomas.stoelner@gmx.de oder josef.muehlbauer@empowermentforpeace.org oder Utta.Isop@aau.at oder uwe.bittlingmayer@ph-freiburg.de
Bitte geben Sie auch Ihre bevorzugte und eine alternative Präsentationsform an.
Am Freitag und Samstag sind in erster Linie Vorträge und Diskussionen geplant. Am Sonntag sollen Workshops und experimentelle Formate ihren Platz haben. Wir bitten Sie darum anzugeben, an welchem Tag und in welchem Format Sie ihre Veranstaltung gerne hätten, damit wir Ihre Wünsche berücksichtigen können. Die Workshops können 90 Minuten oder 180 Minuten dauern.
Wir bitte Sie Ihren Call bis spätestens 16. März 2025 bei uns einzureichen.
Conference: Transformation to a (more) socially and ecologically just future
The path to more democracy – anti-authoritarian and power-critical approaches
Location: Vienna & Hybrid
Time: October 3-5, 2025
Organizers & Editors: Josef Mühlbauer, Thomas Stölner, Utta Isop, Michael Wissgott, Uwe Bittlingmayer
Languages: German and English
Hosting Institutions: Community College Vienna, University of Vienna, University of Natural Resources and Life Sciences Vienna, Empowerment for Peace, Vienna Institute for Children’s Philosophy, University of Education Freiburg
Background
We have endeavored to present a well-founded collection of concrete concepts for a more just, democratic, and non-hierarchical society in our “Anarchist Concepts of Society” (Stölner et al. 2023). At our next conference, we want to address how to get there. We therefore want to sketch out at least six paths or transformation strategies to get there. This is all the more important as we develop long-term social perspectives in organizing against autocracies and right-wing extremism.
Aim of the conference:
This hybrid conference aims to bring together scientific, practice-oriented and civil society perspectives and actors to reflect on solutions and alternatives to the existing multiple crisis (Brand 2009) or to the “ecological-social crisis” (Dörre 2021). The results should not only be discussed locally, but an anthology of theoretical-conceptual and practice-oriented contributions should also be put together following this conference.
1. Revolutionary Way
In classical anarchism, Bakunin, among others, advocated a revolutionary path (Bakunin 2017). He and other revolutionary anarchists believed that a violent overthrow of state power was necessary. We are decidedly not of this opinion due to the anarchist principle that the goal must be seen in the means, and therefore want to offer a space to revolutionary non-violent proposals.
Another approach could be explored here with Cornelius Castoriadis and Alice Pechriggl (Thinkers of Revolution 2022) between council communism, anarchism and operaism.
From the ideas of the Marxist-Leninist spectrum, which could lead to a society free of domination, no concrete paths have been taken in this direction from a historical perspective. We would like to see contributions at this point that show why this has failed from an anarchist point of view.
2. Gradual or evolutionary change (reformism)
In the anarchist spectrum, the ideas of Murray Bookchin could be pursued further here (Bookchin 1985), who, with his concept of “libertarian municipalism”, has put forward a proposal that people in Rojava are trying to implement. In this context, a critical appraisal of the further developments of Abdullah Öcalan would be interesting (Öcalan/Kurdistan 2012). Have grassroots, locally organized councils been created in Rojava that have undermined state power? To what extent could this approach be adopted in other societies?
Another approach could be sought in the work of Eduard Bernstein, from the perspective of what could be realized from it and why this social-democratic, reformist approach failed.
As a representative of revisionism of social democracy, Bernstein advocated a gradual transition from capitalism to socialism through democratic reforms (Bernstein 1921). He considered revolutionary violence to be counterproductive and relied on parliamentary processes to gradually transform capitalism.
Modern approaches to a reformist transition can be found in the work of Hannes Kuch (Kuch 2023), who would exhaust all possibilities available in the Federal Republic of Germany to advance a liberal socialism and envisions a gradual and targeted transition to a democratic planned economy.
The international movements for social organization based on democratic equality (equality by lot) and citizens‘ councils also point in this direction, for example, as proposed by John Burnheim. Burnheim, like Karl Polanyi, envisions a society in which large-scale property, such as land, soil, natural resources, labor and money, are organized in councils regulated by democratic equality (Burnheim 1987).
Furthermore, it is also worth considering Ulrike Herrmann’s approach (Herrmann 2022) of leaving the state in place for the transition in order to prevent major social upheaval and impoverishment, and to let it dissolve into a democratic planned economy that she did not foresee.
3. Direct action and civil society organization
Another approach focused on direct action and the creation of alternative institutions and communities. These approaches are based on the idea that domination can be dismantled by developing self-management and self-reliance.
Rudolf Rocker (Rocker 1979) was a representative of this anarcho-syndicalist tendency. Anarcho-syndicalism organizes workers in unions and the takeover of the means of production by these unions. How could the building of a strong, independent labor movement succeed today and how could direct actions such as general strikes undermine the existing capitalist and state power structures?
In recent decades, movements such as the anti-globalization movement (e.g., the Zapatistas in Mexico or Occupy Wall Street) and the climate justice movement have seen direct action and the creation of self-governing structures as paths to a society free of domination (Graeber 2013). These movements rely on spontaneous, decentralized actions to destabilize domination and to try out new forms of living and organizing. Other movements such as the disability movements and the anti-racist movements such as Black Voices in Austria should also be mentioned. To what extent do these approaches go in terms of bringing about a democratic society free of domination, or can they be seen as significant pieces in the puzzle of the transformation process?
The queer-feminist anarchism-sympathizing organizations worldwide repeatedly overlap with anarcha-feminist organizations, as we also see in German-speaking countries. In addition to alternative and queer gender structures, other forms of decision-making and economic activity are also tried out here (see, for example, the GemSe – Gemeinsam Sein; queer-feminist space in Carinthia / Koroška) Abbey Volcano and others (2017) and Utta Isop (2023&2024) point to the connections between the feminist-queer and anarchist movements, which are even less theorized than they are in practice.
4. Education and a change in consciousness
We have already emphasized the importance of philosophizing in our conference proceedings “Anarchist Concepts of Society” and would like to emphasize this again for the transformation in order to initiate the necessary profound change in consciousness that is needed to get on the path to a society free of domination. The ability to think, to question and to relate to each other empathetically are fundamental skills that develop and refine these abilities in a process-oriented way, based on a philosophical attitude. In his work “Pedagogy of the Oppressed” (1970), the Brazilian pedagogue Paulo Freire emphasized that education is a key to the liberation from domination (Freire 1984). He developed the concept of dialogical education in which learners are empowered to think critically and liberate themselves. In a similar way to philosophizing, people can recognize their oppression and find ways to overcome it together.
However, as the many years of experience of Gerlinde Krehn, an activist and promoter of philosophical practice, show, people rarely come to resistive action on their own through knowledge alone, although such action seems indispensable for transformation. Pierre Bourdieu’s concept of habitus provides an explanation for the persistence of many people in their oppressed and oppressive practice (Bourdieu 2011). One way to overcome these strongly body-centered ways of thinking and acting could be addressed with Augusto Boal’s Theater of the Oppressed (Boal 1982).
Antonio Gramsci’s concept of “cultural hegemony” describes how domination is maintained through ideological control via culture (Gramsci 2024)1. He saw the possibility of breaking this cultural dominance and paving the way for a society free of domination in the education and development of a counter-hegemony. How far has the theory and practice of this approach come in the meantime, and what can it contribute to a path towards a liberated society?
The approach of intersectionality, as developed by feminist, gender-critical, queer and anti-racist movements, points to the interconnectedness of structures of domination and paths to liberation (Volcano, Abbey et al. 2013). Conferences, events and publications of the autonomous queer-feminist scene, such as the Association of Feminist Scientists (https://www.vfw.or.at/), the Austrian Society for Gender Studies (ÖGGF https://www.oeggf.at/ziele), the Association for the promotion of women in philosophy (SWIP https://swip-philosophinnen.org/), die Frauenhetz (http://frauenhetz.jetzt/) and the Anschläge (https://anschlaege.at/) annually update the current state of emancipatory research, among many others. Black Voices (2024), for example, points to the importance of a racism-critical approach in times of transformation with intersectional signs.
5. Solidarity-based economies and economic democracies
Half Earth Socialism (Vettese/Pendergrass 2022), Participatory Economy (Albert 2006; Hahnel 2021), Communism (Sutterlütti/Meretz 2018), Economy for the Common Good (Felber 2018), Ecommony (Habermann 2016) and many other economic models and practices , as presented at the Social Economy Enquete in Graz (2023) and our last conference (), offer more or less concretely formulated concepts and principles for creating a possibility of orientation based on the commons, which is indispensable for transformation. What do they envision for the transformation and what else do they need to make it happen? What role can unions play, including ones for sysadmins, gamers, and influencers?
6. Culture, music, art and lifestyle
What contributions can performances, music, art and culture make to the transformation into sustainable, peaceful and democratic social structures? What is the effect of changing lifestyles, such as veganism and much more? Projects such as schau.raume (https://www.schau.raeume.cc/de/ueber/wer), dadazirkus.at (https://www.dadazirkus.at), das Ventil (https://www.ventil.space/) or Vada (https://vada.cc/) point to the interweaving of biographies, everyday life, art, theater and performance.
Conclusion
There are a variety of approaches for achieving a society free of domination. These range from revolutionary uprisings to gradual reforms and the development of parallel structures, as well as educational initiatives and economic alternatives. Each movement or theory emphasizes different levers – whether it is direct action, local self-organization or consciousness raising. Which of these are most promising and most likely to be realized against the disastrous mainstream? Is it worth referring to tactics and strategy? What ethical principles speak for one implementation and against the other? What else should guide us besides ethical principles? Do the means have to be seen as the goal? What could a social-ecological transformation look like that does not take on authoritarian traits, but at the same time cannot be reduced to mere thought experiments? How can an ecologically and socially just transformation succeed? Which approaches, which practical examples and which theoretically sound contributions can help here?
How have anarchists imagined the future in the past?
How do literature, art, culture and music envision a future free of domination?
What is necessary to change the future?
Which cultural ideas need to be gotten rid of or changed and what new ideas are needed?
Who are the agents of change?
What role does the imagination play in changing the world?
What is the relationship between anarchist theory and the future?
What similarities and connections can be found between anti-racist, queer-feminist, intersectional and other social movements with anarchist movements?
What forms, structures, symbols, and ways of organizing solidarities are needed?
At our conference, we want to present and examine various theories and practices of social transformation towards a society free of domination, especially from the field of domination-free thinkers.
Please also indicate your preferred form of presentation and an alternative.
On Friday and Saturday, the main program will be lectures and discussions. On Sunday, workshops and experimental formats will be offered. We ask you to indicate on which day and in which format you would like to present your event so that we can take your preferences into account. Workshops can last 90 minutes or 180 minutes.
We ask that you submit your call to us by March 16, 2025 at the latest.
Albert, Michael (2006): Parecon: Leben nach dem Kapitalismus. Deutsche Originalausgabe. Frankfurt a.M.: Trotzdem Verlagsgenossenschaft.
Bakunin, Michael Aleksandrovič (2017): Gott und der Staat. Nürnberg: armed-response.de.
Bernstein, Eduard (1921): Die Voraussetzungen des Sozialismus und die Aufgaben der Sozialdemokratie. 2.Aufl., neue verb.u.erg.Ausg. Stuttgart: Dietz.
Black Voices (2024): War das jetzt rassistisch?: 22 Antirassismus-Tipps für den Alltag – Mit Texten von Amani Abuzahra, Asma Aiad, Omar Khir Alanam, Madeleine Darya Alizadeh, Mireille Ngosso, Vina Yun u.v.a. Heyne Verlag
Boal, Augusto (1982): Theater der Unterdrückten. 3. Aufl. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag.
Bookchin, Murray (1985): Die Ökologie der Freiheit: wir brauchen keine Hierarchien. Weinheim [u.a: Beltz.
Bourdieu, Pierre (2011): Zur Genese der Begriffe Habitus und Feld. In: Der Tote packt den Lebenden. Hamburg: VSA, 59–78.
Brand, Ulrich (2009): Die multiple Krise. Dynamik und Zusammenhang der Krisendimensionen, Anforderungen an politische Institutionen und Chancen progressiver Politik. Berlin: Heinrich-Böll-Stiftung. Text abrufbar unter: https://www.boell.de/sites/default/files/multiple_krisen_u_brand_1.pdf.
Burnheim, John (1987): Über Demokratie – Alternativen zum Parlamentarismus. Wagenbach, Berlin
Dörre, Klaus (2021): Die Utopie des Sozialismus. Kompass für eine Nachhaltigkeitsrevolution. Berlin: Matthes & Seitz. https://equalitybylot.com/
Felber, Christian (2018): Gemeinwohl-Ökonomie. 6. Aufl. München: Piper Taschenbuch.
Freire, Paulo (1984): Pädagogik der Unterdrückten. 76.-79. Tsd. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt.
Graeber, David (2013): Direkte Aktion: Ein Handbuch. 1., Deutsche Erstausgabe. Hamburg: Edition Nautilus.
Gramsci, Antonio (2024): Gefängnishefte: Kritische Gesamtausgabe in 10 Bänden. 3., Edition. Hamburg: Argument Verlag mit Ariadne.
Habermann, Friederike (2016): Ecommony: UmCARE zum Miteinander. Sulzbach am Taunus: Ulrike Helmer Verlag.
Hahnel, Robin (2021): Democratic Economic Planning. London: Routledge.
Herrmann, Ulrike (2022): Das Ende des Kapitalismus: Warum Wachstum und Klimaschutz nicht vereinbar sind – und wie wir in Zukunft leben werden. 8. Aufl. Köln: Kiepenheuer&Witsch.
Huber, Eli (2021): Anti Schwarzer Rassismus intersektional. Herausgeber:in: Each One Teach One (EOTO) e. V. Medienart: Video Laufzeit: 19:12
Susemichel, Lea und Kastner, Jens: Unbedingte Solidarität. Münster: Unrast 2021
Isop, Utta (2023): „Queere Leben: Soziale Mobilität und Perspektivenwechsel. Macht teilen zum Abbau imperialen Lebens“, in: „Zur imperialen Lebensweise“, hrsg. v. Leo Xavier Gabriel und Josef Mühlbauer. Wien: Mandelbaum. 2023
Isop, Utta (2024): Vortrag “Demokratie erneuern: Mögliche Wege und Utopien” – Vortrag bei 14. Armutskonferenz am 16-17. April 2024 https://www.youtube.com/watch?v=-kICKnr0Mnw
Kuch, Hannes (2023): Wirtschaft, Demokratie und liberaler Sozialismus. Frankfurt ; New York: Campus Verlag.
Öcalan, Abdullah/Kurdistan“, Internationale Initiative „Freiheit für Abdullah Öcalan-Frieden in (2012): Demokratischer Konföderalismus. 4. Aufl. Köln: Mezopotamien Verlag.
Pechriggl, Alice (2022) Denker der Revolution. Revolution des Denkens. Transkript.
Rocker, Rudolf (1979): Anarchismus und Anarcho-Syndikalismus. 1. Auflage. Berlin: Ahde-Verlag.
Vettese, Troy/Pendergrass, Drew (2022): Half-Earth Socialism: A Plan to Save the Future from Extinction, Climate Change and Pandemics. London ; New York: VERSO.
Volcano, Abbey u.a.(2017): anarchismus queeren. Queere und anarchistische Theorien und Debatten im Dialog. Über Macht und Begehren in queeren und herrschaftskritischen Kontexten. Aus dem Englischen von Tobias Brück, Melike Cinar, Jessica Eitelberg, Dietlind Falk, Rebecca Mann und Margarita Ruppel. ISBN: 978-3-89771-308-6. Unrast
Local Peace Formation – 27.04.2023 – Online Peace Conference
Auch dieses Jahr findet auf dem Kanal des Varna Peace Institute eine online Peace Conferece statt. Spannende Redner:innen (u.a. Prof. Oliver Richmond) und Experten (zu den Ländern: Sudan, Libanon und Bosnien) erzählen und berichten über ihre Erfahrungen und über ihre Expertise.
Dieses Event wird von Maximilian Lakitsch (Uni Graz) & Josef Muehlbauer JC (VIPR – Peace Research) präsentiert und findet am 27.4.2023 ab 11 Uhr (CET) statt. Wir danken dem Conflict – Peace – Democracy Cluster, der renomierten Fachzeitschrift Wissenschaft & Frieden, dem Austrian Centre for Peace (Schlaining) sowie dem Centre for Southeast European Studies für die freundliche Unterstützung dieser Friedenskonferenz!