Sicherheit ohne Waffen? – Weltdokumente-Erbe für den Frieden

Sicherheit ohne Waffen? – Weltdokumente Erbe für den Frieden Wie können wir Frieden und Sicherheit neu denken – jenseits militärischer Logik und Aufrüstung? Anlässlich des „Weltdokumente Erbes für den Frieden“ von Hans Thirring lade ich euch herzlich zu einer spannenden Podiumsdiskussion ein, die genau dieser Frage nachgeht. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich: https://www.eventbrite.com/e/podiumsdiskussion-thirrings-un-weltdokumentenerbe-fur-den-frieden-tickets-1842660038779?aff=erelpanelorg

Podiumsdiskussion am 12. Dezember 2025, 18:00 Uhr, Bella Galerie Wien

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Wie können wir Frieden und Sicherheit neu denken – jenseits militärischer Logik, Aufrüstung und Abschreckung?
Diese Frage steht im Zentrum einer besonderen Podiumsdiskussion, die anlässlich des „Weltdokumente-Erbes für den Frieden“ von Hans Thirring stattfindet. Sie führt Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Friedensforschung und feministischer Friedensarbeit zusammen – moderiert vom Friedensforscher Josef Mühlbauer.

Hans Thirring: Physiker, Pazifist und Visionär

Der Name Hans Thirring (1888–1976) ist heute vor allem Physikerinnen und Physikern ein Begriff – als jener Wiener theoretische Physiker, der gemeinsam mit dem deutschen Kollegen Lense den sogenannten Lense-Thirring-Effekt beschrieb: die „Raum-Zeit-Verdrehung“ um rotierende Massen, ein wichtiger Beitrag zur Allgemeinen Relativitätstheorie von Albert Einstein.

Doch Thirring war weit mehr als ein bedeutender Wissenschaftler. Nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte er sich zu einem der konsequentesten pazifistischen Intellektuellen Österreichs. Tief erschüttert von den Erfahrungen des Krieges setzte er sich für Abrüstung, internationale Verständigung und eine Erziehung zum Frieden ein. Bereits in den 1920er Jahren schrieb Thirring eindringliche Texte gegen die militärische Logik und warnte vor einer neuen Aufrüstungsspirale – lange bevor diese in den 1930er Jahren Realität wurde.

Sein Werk „Die mechanische Weltanschauung und ihre Zertrümmerung“ gilt bis heute als einflussreiche Auseinandersetzung mit den ethischen und erkenntnistheoretischen Konsequenzen moderner Naturwissenschaft.
Nach dem Zweiten Weltkrieg engagierte sich Thirring verstärkt für die Friedensbewegung, trat für atomare Abrüstung ein und setzte sich für eine friedensorientierte Bildung ein.

Seine Schriften und Manuskripte wurden 2023 in das UNESCO-Weltdokumentenerbe „Memory of the World“ aufgenommen – als „Weltdokumente-Erbe für den Frieden“. Sie dokumentieren die Verbindung von wissenschaftlicher Vernunft, ethischer Verantwortung und politischer Zivilcourage.

Das Podium besteht aus renommierten Expert:innen aus Österreich:

Frieden neu denken – das Podium

Die Veranstaltung „Sicherheit ohne Waffen?“ knüpft an Thirrings Vermächtnis an. Sie lädt ein, über aktuelle Formen der (Un-)Sicherheit, die Militarisierung Europas und Alternativen zu sicherheitspolitischem Denken in Blöcken zu diskutieren. Drei profilierte Persönlichkeiten und geniale Akademiker:innen bringen dabei unterschiedliche Perspektiven ein:

Prof. Werner Wintersteiner – Pädagoge des Friedens

Werner Wintersteiner ist einer der bekanntesten österreichischen Friedensforscher. Als Gründer und langjähriger Leiter des Zentrums für Friedensforschung und Friedenspädagogik an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt hat er entscheidend dazu beigetragen, Friedenspädagogik im deutschsprachigen Raum zu etablieren.
Er plädiert für ein „poetisches Denken des Friedens“ – ein Konzept, das Frieden nicht nur als politische Abwesenheit von Krieg, sondern als kulturelle, kommunikative und imaginative Praxis versteht. Wintersteiner fordert, Sicherheit neu zu denken: weg von militärischer Logik, hin zu sozialer Gerechtigkeit, Bildung und ökologischer Nachhaltigkeit. Mit seinem Buch „Sicherheit ohne Waffen“ trifft er den Nerv unserer Zeit.

Prof. Heinz Gärtner – Politikwissenschaftler und Sicherheitsexperte

Heinz Gärtner, Professor an der Universität Wien und langjähriger wissenschaftlicher Leiter des Österreichischen Instituts für Internationale Politik (oiip), ist einer der führenden Experten für internationale Sicherheitspolitik, Neutralität und Rüstungskontrolle.
Er analysiert die sicherheitspolitischen Spannungsfelder zwischen kollektiver Verteidigung, Abschreckung und kooperativer Sicherheit. Gärtner zeigt in seinen Arbeiten immer wieder auf, dass militärische Dominanz keine nachhaltige Stabilität schafft – und dass die europäische Friedensordnung auf Diplomatie, Vertrauen und Dialog aufbauen muss – ganz im Sinne einer glaubwürdigen und aktiven Neutralität (#BrunoKreisky).

Rosa Logar – Feministin und Friedensaktivistin

Rosa Logar ist eine der prägenden Stimmen der feministischen Friedensarbeit in Österreich. Sie ist Mitbegründerin und Aktivistin der Women’s International League for Peace and Freedom (WILPF) Austria – einer der ältesten internationalen Frauenfriedensorganisationen der Welt, gegründet 1915 während des Ersten Weltkriegs. Sie hat darüber hinaus als erste in Österreich Frauenhäuser mit ins Lebens gerufen und WAVE gegründet. Sie ist eine Pionierin im Bereich Frauenrechte und Gewaltprävention.
Logar verbindet in ihrer Arbeit feministische Außenpolitik, Menschenrechte und Gewaltprävention. Sie macht deutlich, dass patriarchale Machtstrukturen und militärische Logiken eng miteinander verknüpft sind – und dass Frieden nur dann nachhaltig ist, wenn er auf Gleichberechtigung, sozialer Teilhabe und kollektiver Sicherheit basiert.

General i.R. Günther Greindl – ist ein ehemaliger Berufsoffizier des österreichischen Bundesheeres mit dem letzten Dienstgrad General. Er war an verschiedenen UN-Missionen in leitender Stellung für die österreichische Abordnung und auch in militärnahen diplomatischen Verwendungen tätig. Anschließend war er bis April 1979 stellvertretender Generalstabschef im Verteidigungsministerium. Es folgte ein weiterer UN-Einsatz als Chef der Beobachtertruppe UNDOF (UNDOF Ausbatt) auf den Golanhöhen an der Grenze zwischen Israel und Syrien. Danach war er von 1981 bis 1989 Befehlshaber der UN-Friedenstruppen und Kommandant der Kontrolltruppe UNFICYP auf Zypern. Nach Beendigung dieser Tätigkeit als UN-Force-Commander wurde Greindl 1989 als österreichischer Verteidigungsattaché in die Schweiz entsandt. Im April 1991 wurde er erneut mit einer Mission der Vereinten Nationen betraut und zum Chief Military Observer der United Nations Iraq-Kuwait Observation Mission (UNIKOM) ernannt. Nach seiner Rückkehr wurde er zum Leiter der Generalstabsgruppe für Militärpolitik und Sicherheitskooperation bestellt, eine Funktion, die er bis 2000 innehatte.

Moderation: Josef Mühlbauer – Friedensforscher, Autor und Speaker

Moderiert wird die Diskussion von Josef Mühlbauer, Friedens- und Konfliktforscher an der Universität Graz. Er verbindet akademische Analyse mit gesellschaftlichem Engagement. Als politischer Wissenschaftler beschäftigt er sich mit globaler Governance, Demokratie und Konflikttransformation – und moderierte bereits zahlreiche Panels zu den Herausforderungen einer friedensorientierten Weltordnung.

Für ihn ist Thirrings Vermächtnis hochaktuell: „Hans Thirring hat früh erkannt, dass Frieden nicht militärisch hergestellt werden kann. In einer Zeit, in der wieder massiv aufgerüstet wird, ist es wichtiger denn je, diese Frage neu zu stellen: Was bedeutet Sicherheit wirklich – und für wen?“

Ein Erbe für die Zukunft

Das „Weltdokumente-Erbe für den Frieden“ von Hans Thirring erinnert daran, dass Wissenschaft und Ethik untrennbar verbunden sind. Es fordert uns auf, das Verhältnis von Wissen, Macht und Verantwortung kritisch zu reflektieren.

In einer Welt, die zunehmend von geopolitischen Konflikten, Klimakrisen und sozialen Spannungen geprägt ist, braucht es neue Ansätze für Sicherheit – Ansätze, die nicht auf Waffen, sondern auf Kooperation, Bildung und Gerechtigkeit beruhen.

Veranstaltungsdetails

📅 Datum: Freitag, 12. Dezember 2025
🕕 Uhrzeit: 18:00 Uhr
📍 Ort: Bella Volen Galerie, Landesgerichtsstr. 6, 1010 Wien, Nähe U2 Rathaus
🎟️ Eintritt: frei – Anmeldung erforderlich unter: https://www.eventbrite.com/e/podiumsdiskussion-thirrings-un-weltdokumentenerbe-fur-den-frieden-tickets-1842660038779?aff=erelpanelorg

Sicherheit ohne Waffen? – Weltdokumente Erbe für den Frieden Wie können wir Frieden und Sicherheit neu denken – jenseits militärischer Logik und Aufrüstung? Anlässlich des „Weltdokumente Erbes für den Frieden“ von Hans Thirring lade ich euch herzlich zu einer spannenden Podiumsdiskussion ein, die genau dieser Frage nachgeht. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich: https://www.eventbrite.com/e/podiumsdiskussion-thirrings-un-weltdokumentenerbe-fur-den-frieden-tickets-1842660038779?aff=erelpanelorg

„Sicherheit ohne Waffen?“ ist mehr als der Titel einer Podiumsdiskussion – es ist eine Herausforderung an unser Denken.
Das Vermächtnis Hans Thirrings, das Engagement der Diskutierenden und die offene Diskussion zeigen:
Frieden beginnt mit der Frage, wie wir denken – und mit dem Mut, anders zu denken. Seid dabei!

#Friedensforschung #Friedensjournalismus #Podiumsdiskussion #Wien #WienEvents #Friedensdiskussion #Kunstgalerie

Peace in a Fractured World (Order) – Peace Researcher Josef Mühlbauer at the United Nations (Vienna International Center) Vienna

At the Vienna International Center (VIC) (the UN Body in Vienna, Austria), peace researcher and peace journalist Josef Mühlbauer from the University of Graz delivered an urgent appeal for peace and justice in his opening remarks to the UN NGO Committee on Peace. Speaking under the title “A Fractured World”, he reflected on the legacy of the United Nations as a cornerstone of diplomacy and human rights while warning of today’s crises. The Video reached in few months more than 7.000 views! That shows that the topic is still very important and matters to all of us!

Mühlbauer highlighted the devastating humanitarian situation in Gaza, calling it a test of the world’s commitment to the Universal Declaration of Human Rights. He also condemned the erosion of disarmament efforts, pointing to the reckless modernization of nuclear arsenals, while global resources are diverted away from fighting hunger, poverty, and climate change.

Central to his address was the role of Critical Peace Studies, which he framed around the revolutionary ideals of égalité, fraternité, and solidarité. He stressed that true peace is not merely the absence of war, but the presence of justice, inclusion, and equity. Drawing on examples from grassroots movements and nonviolent resistance, he argued that peace must be built through solidarity across borders and the dismantling of systems of oppression.

Closing his (emotional) speech, Mühlbauer urged the international community to reject the myth of inevitable violence and to invest in dialogue, justice, and the “messy but glorious work of peace.” His words stood as both a critique of current failures and a call to action for a more just and humane global order.

Josef Mühlbauer is the co-editor of several books, such as „Critical Peace Studies“ (Kritische Friedensforschung) (2024). He is a member of the Österreichischer Journalisten Club where he teaches for the certified course „Journalists4Peace“. Last but not least he is a University Assistant and Peace Researcher at the University of Graz in Austria.

For requests write here: josef.muehlbauer@uni-graz.at

Round Table „Für eine wehrhafte Demokratie frei von Gewalt – durch eine starke Friedens- und Konfliktforschung“

Round Table: Für eine wehrhafte Demokratie frei von Gewalt - durch eine starke Friedens- und Konfliktforschung. Josef Mühlbauer, eingeladen von Eva-Maria Holzleitner.
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Die Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung der Republik Österreich – Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) hat am Dienstag den 9. September 2025 Expert:innen aus der Wissenschaft eingeladen, insbesondere aus der Friedens- und Konfliktforschung. Bei diesem Round Table „Für eine wehrhafte Demokratie frei von Gewalt – durch eine starke Friedens- und Konfliktforschung“ hat die Ministerin Menschen aus den Bereichen Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft, Militär und Wissenschaft eingeladen, um die wichtigen Themen unserer Zeit zu besprechen.

Die Problemlage, bzw. der Ausgangspunkt war für die Ministerin die derzeitige Polykrise. „Weltweit geraten demokratische Systeme ins Wanken, Grundwerte werden infrage gestellt und Gewalttaten, insbesondere von Männern gegen Frauen, nehmen zu. Rechtsstaatlichkeit und Wissenschaftsfreiheit werden in Frage gestellt und Errungenschaften in Klimaschutz, Antirassismus und Gleichstellungspolitik ausgehöhlt. Gleichzeitig stellen Tech-Riesen die Welt vor unglaubliche Herausforderungen.“ (siehe Holzleitner vom 10.9.2025).

Nach der Begrüßung durch die Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner, BSc ging es direkt zu den Panels. Im ersten Teil sprach die Friedensforscherin Assoc. Prof.in Claudia Brunner per Videobotschaft über die fehlende Institutionalisierung der Friedens- und Konfliktforschung im Verhältnis zu anderen Ländern wie etwa Deutschland. Vor Ort vertreten wurde sie von Dr. Viktorija Ratkovic (ebenfalls Universität Klagenfurt).

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Gleich im Anschluss daran sprach der Friedensforscher Josef Mühlbauer (Universität Graz) über die Rolle der Zivilgesellschaft und die Rolle der Wissenschaftsvermittlung von Friedens- und Konfliktforschung. Dabei wurden nicht nur die Prinzipien der Kommunikation – entlang des Friedensjournalismus (u.a. Johan Galtung; Steven Youngblood…) – sondern auch die verschiedenen Plattformen und Strategien der Wissenschaftskommunikation aufgezeigt. Hierbei wurden Formate wie etwa längere Podcasts/ Interviews auf YouTube, oder öffentliche Podiumsgespräche & Buchbesprechungen in der historischen Tradition der Salonkultur vorgestellt. Bei dieser Art der Wissenschaftsvermittlung geht es darum:

  • Dichotome Denkmuster – also „schwarz/weiß-Denken“ zu dekonstruieren;
  • Propaganda und ihre Wirkung aufzudecken;
  • Vorlauf & Kontext von Konflikten einer breiten Bevölkerung zu erläutern;
  • Soziale Gerechtigkeit & Demokratie zu stärken;
  • Frieden im Sinne Galtungs „positiv“ zu fassen – das heißt, Frieden nicht als die bloße Abwesenheit von Krieg zu verstehen.
  • Lokale Akteure, von Gewalt betroffene, Subalterne, Stimmen aus dem Globalen Süden und weibliche Akteurinnen zuzuhören – Ihre Bedürfnisse und Perspektiven ernst nehmen.
  • Wissenschaftliche Erkenntnisse einer breiten Bevölkerung zugänglicher machen („Übersetzungsarbeit“)
  • Menschen für die demokratischen Werte von „Freiheit, Brüderlichkeit/Geschwisterlichkeit und Solidarität“ sensibilisieren.

Aus der Perspektive eines Friedensforschers, war es für mich (Josef Mühlbauer) persönlich ein sehr lehrreicher Nachmittag & Abend in einem Raum des gegenseitigen Lernens, Zuhörens und Reflektierens.

Danach kam Helmut Leopold vom Austrian Institute of Technology zu Wort und analysierte, dass die EU bzw. Europa keinen Status der Autonomie im technologischen Sinne habe, weder was die Hardware (Mikrochips/ Halbleiter; Gallium; Germanium…) noch was die Software und Infrastruktur (Satelliten; Server; Star-Link; Social-Media…) betrifft. Damit macht sich ganz Europa abhängig von Einzelpersonen wie Elon Musk, bzw. von Transnationalen Konzernen die die Wertschöpfung und das Wissen ins Ausland bringen.

Die drei Kolleginnen aus der Universität Innsbruck haben im zweiten Teil des Round Tables die Perspektiven der Kriminalsoziologie (Schwerpunkt Extremismus), Psychologie (Schwerpunkt Resilienz) und die Bedeutung der politischen (historischen) Bildung hervorgehoben.

Bin dankbar für das Vertrauen und es ist mir eine besondere Ehre meine Expertise als Friedens- und Konfliktforscher teilen zu dürfen. Durfte an diesem Abend wundervolle Kolleg:innen, Politiker und Experten aus dem Militär kennenlernen.

Weltweit geraten demokratische Systeme ins Wanken, Grundwerte werden infrage gestellt und Gewalttaten, insbesondere von Männern gegen Frauen, nehmen zu. Rechtsstaatlichkeit und Wissenschaftsfreiheit werden in Frage gestellt und Errungenschaften in Klimaschutz, Antirassismus und Gleichstellungspolitik ausgehöhlt. Gleichzeitig stellen Tech-Riesen die Welt vor unglaubliche Herausforderungen.

Beim Round Table „Für eine wehrhafte Demokratie frei von Gewalt – durch eine starke Friedens- und Konfliktforschung“ habe ich Expert:innen aus der Wissenschaft eingeladen, um genau darüber zu reden und Ableitungen zu tätigen.

Jetzt gilt es, alles daranzusetzen, unsere demokratischen Prozesse und Strukturen sowie das Vertrauen in unsere Demokratie zu stärken – und zugleich die Kompetenzen in Friedens- und Konfliktforschung auszubauen. Denn es geht um unsere wehrhafte Demokratie. so Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner.
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Bin vollkommen der Meinung unseren Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner: „Jetzt gilt es, alles daranzusetzen, unsere demokratischen Prozesse und Strukturen sowie das Vertrauen in unsere Demokratie zu stärken – und zugleich die Kompetenzen in Friedens- und Konfliktforschung auszubauen. Denn es geht um unsere wehrhafte Demokratie.“ (10.9.2025). Abonniert einfach den Instagram Account der Bundesministerin um weitere Infos zu diesen und kommenden Events zu erhalten.

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So weit die ersten Einblicke aus dem Round Table zur Friedens- und Konfliktforschung.

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Panel Discussion on Panic & Worlds in Disorder – Peace Research & Peace Studies at The ARS Electronica Festival 2025

ARC Electronica Festical 2025, Panel Discussion on Worlds in Disorder with Peace Researcher Josef Mühlbauer

From a peace research perspective, our panel deconstructed the connections between geopolitics, the current global rise of right-wing extremism, and the legacy of the failed US-led intervention in Afghanistan. You can watch the whole event and the panel discussion on the YouTube Channel of ARS Electronica.

Panel Discussion Worlds in Disorder. With Josef Mühlbauer (Moderator), Stephanie Fenkart, Natascha Strobl & Emran Feroz at the ARS Electronica Festival 2025 in the Postcity Conference Hall in Linz.

We analyzed how the failure of the US-led invasion and intervention in Afghanistan (since 2001) exemplifies the fundamental flaws of liberal interventionism and the limits of imposed peace through military means (the so called „liberal Peacebuilding). This failure has not only created a humanitarian crisis but has also severely damaged the credibility of Western powers (and values), creating a power vacuum and accelerating a shift towards a more multipolar—and yet unstable—world order. Fenkart made the argument that the EU must step up, and realize its strategic autonomy.

The discussion critically examined how this geopolitical disillusionment and the narratives of „endless, futile wars“ are exploited by right-wing populist and extremist movements. These groups weaponize the legacy of intervention to fuel isolationism, xenophobia, and a rejection of multilateral institutions, thereby undermining the very frameworks designed to maintain international peace and security. Strobl pointed out that we wittness a global rise of fascism.

Ultimately, the panel argued that these are not isolated crises but symptoms of a deeper breakdown. We concluded that a sustainable path forward requires a critical peacebuilding approach: moving beyond militarized responses, addressing the root causes of conflict and radicalization (such as inequality and political disenfranchisement), and rebuilding trust through accountable diplomacy and support for inclusive civil societies.

The interaction with the audiance was vivid and showed the lively engagement of the audiance with the panelists.

Here you can find all the participants: https://ars.electronica.art/panic/en/view/worlds-in-disorder-understanding-times-of-political-change-and-uncertainty-23038ddb450c80988a7adb408ec1c7ed/

Visit the YouTube Channel of ARS Electronica: https://www.youtube.com/@arselectronica

Dust of Darfur – Deep (Seek) House Peace Song

Derzeit erleben wir weltweit über 50 bewaffnete Konflikte. Mindestens zwei davon zeigen uns gerade mit brutaler Deutlichkeit, was genozidale Kriegsführung wirklich bedeutet.

„Im Sudan, in der Region Darfur, breitet sich die Cholera explosionsartig aus. Die Zahlen sind erschütternd: Allein in einer Stadt, Tawila, sind seit Juni über 1.180 Menschen erkrankt, darunter 300 Kinder. Mindestens 20 sind bereits gestorben. Diese Seuche trifft auf eine Bevölkerung, die bereits am Limit ist: Gewalt, Hunger und eine völlig zusammengebrochene Gesundheitsversorgung. Die Zahl der mangelernährten Kinder hat sich im letzten Jahr verdoppelt – eine tödliche Kombination.“ (UNICEF, 2025)

„Und dann blicken wir nach Gaza. Laut einer Analyse im Guardian, die auf israelischen Militärdaten basiert, sind 83 Prozent der Getöteten Zivilisten – d.h Frauen, Kinder, Männer, die keine Kombattanten waren. Diese unvorstellbare Zahl ist die Grundlage für die Vorwürfe, dass es sich hier um einen Genozid handeln könnte.“ (Emma Graham Harrison & Yuval Abraham, Guardian 2025)

Diese beiden Krisen sind nur Beispiele von vielen. Sie erinnern uns daran, warum multilaterale Abkommen und die Arbeit der UN so unendlich wichtig sind. Für den Frieden. Für die Menschlichkeit.

Das Lied „Dust of Darfur“ ist ihnen gewidmet. Hört es euch gerne an und teilt es wenn ich auch gegen Krieg und gegen Genozide seid!

Hier ein weiterer Textbaustein der in den Lyrics als „fragmented world“ vorkommt. Hier die ganze Rede in der UN in Wien.

Critical Peace Analysis of Ukraine War Negotiations: Power, People, and Resources

Context of the „Peace Negotiations“ in Alaska (2025):
The prospect of peace negotiations (Alaska 2025) between the US, and Russia represents one of the most critical geopolitical junctures of the 21st century. Therefore it is important to understand the broader picture. The ongoing „peace negotiations“ between the US and Russia cannot be understood merely as a tactical chess game between great powers (realist school). We need to consider raw materials, the imperial mode of living (capistalist mode of production), and class struggle in order to see the bigger picture.

Great Power Bargaining? One Part of the Picture: (Neo-)Realism
Although there are no direct and official peace negotiations between the US/Russia and Ukraine, there are signals from the great powers that suggest a preparation for potential „back-channel talks“. Trump has repeatedly claimed he would end the Ukraine war in only „24 hours“, implying a willingness from the US to pressure Ukraine into concessions, most likely involving the (de facto not de jure!) recognition of Russian control over Crimea and the annexed territories (like the Donbas) in exchange for a ceasefire and peace deal. Peace in that regard comes with a price tag. This approach aligns with a (neo-)Realist school of thought, most famously articulated by Prof. John Mearsheimer, which analyzes this war as a great power proxy conflict. Ukraine in that sense is seen as the „backyard“ of Russia. In other words, Ukraine is in the sphere of influence of Russia. From this (neo-)Realist perspective, NATO’s eastward expansion encroached on Russia’s sphere of influence, provoking a predictable and brutal response. The great power bargaining, or the Realist negotiation, would therefore involve:

  • Neutrality of Ukraine
  • Recognizing Russia’s regional security interests
  • No NATO expansion to the east, near the Russian border.

The Bigger Picture Contains Class Struggle & Raw Materials: Critical Peace Studies
While valuable, this theoretical framework overlooks other key dimensions (Denys Pilash 20.08.2025, Democracy Now).
It is overwhelmingly working-class men—both Ukrainian and Russian—who are dying on the frontlines. The war reproduces social inequalities where elites decide, and ordinary citizens pay the price. Ukraine is rich in critical raw materials such as lithium, titanium, and rare earths. These resources are central to the global competition over energy transition, technology, and future economic power (see also the Critical Raw Material Act, 2023). Both the US/EU and Russia have vital interests in securing or denying access to them. Thus, the war is not only about borders or NATO but also about the material basis of 21st-century industrial strategy. The current imperial mode of living contains a mode of production that is heavily dependent on critical raw materials and the exploitation of cheap labor force. In that sense, critical peace scholars highlight that in order to make a lasting peace deal one needs to create more just ways of living. Before I dig deeper into that approach, my take on the Alaska „peace talks“.

My Take on the Alaska Meeting:
In 1784, Grigorii Shelikhov established the first permanent Russian outpost on Kodiak Island at Three Saints Bay (Russian Colonization of Alaska). Eager to eliminate rival Russian companies and gain control of the entire North Pacific fur trade, Shelikhov expanded the sphere of Russian influence along the Alaskan coast and petitioned Empress Catherine the Great to grant him a monopoly (full essay). Alaska was Russian America until its purchase by the United States in 1867, therefore Alaksa can be seen as a source of Putins imperial nostalgia. For Russia (under the Tsar), it was a distant, difficult-to-defend territory that became a financial liability. For the emerging US, it was a strategic masterstroke, adding immense natural resources and extending its Pacific power projection. Its importance today is not territorial but diplomatic and symbolic. It stands as the prime example of a peaceful, large-scale territorial transaction between the two powers. It represents a time when US and Russian interests, despite mutual suspicion, could be reconciled through pragmatic negotiation. On the other hand, it shows the imperialist behaviour of Tsarist Russia and the US. On the surface, it was a peaceful and pragmatic deal, but beneath that, it was a fight for hegemony and expanding its sphere of influence. Therefore Alaksa means inner-imperialist negotiations, or great power chess games. For both, Putin and Trump, this is of course the right place to talk.

Many analysts portray Donald Trump’s accommodating stance toward Putin as born of personal admiration or even susceptibility (Michael Clarke 20.08.2025, Skye News). A more compelling, strategic explanation is that it stems not from a fear of Putin the person, but from a prudent and acute fear of the logical endpoint of uncontrolled escalation: a direct NATO-Russia war or nuclear exchange. This is not weakness; it is a form of realist caution. The fundamental principle of Mutually Assured Destruction (MAD) that governed the Cold War still applies.

Pathways to a Lasting and Just Peace: Critical Realism
Maybe Prof. Mearsheimer is correct. In the short to medium term, stability will require a realist bargain between the superpowers. Security guarantees for Ukraine would involve states from the global south, and from Europe to ensure the sovereignty of Ukraine within its agreed borders. Security guarantees for Russia would involve negotiations on NATO expansion and the limits on missile deployments. Treaties like START, INF, and Open Skies should be implemented again. Security for European powers would involve the reduction of energy and military dependence on both the US and Russia, granting Europe more strategic autonomy.

From a critical peace and critical realist stance, these described guarantees will only freeze the conflict. Long-term, resilient peace should address the root causes. This means supporting Ukrainian and Russian anti-war and pro-democracy movements. Only peace negotiations from below have more legitimacy. Elites can easily mobilize a poor or indoctrinated population for war; therefore, the reduction of the grotesque inequality within and between states should be the top priority of governments. Last but not least, local voices should be heard from all sides of the war. Economic, political, and cultural ties across the region should be created. Besides „Realpolitik“, we need to understand peace negotiation not as a single decision by rich and powerful (old, white) men, but as a complex process that includes the war’s material basis (resource competition, capitalism) and its „human cost“ borne by the working class.

Of course, this is not the full picture, but hopefully, it is a bigger one than that portrayed by the Realist school of thought or by liberal thinkers.

Josef Mühlbauer, Author of several books and scienfitic articles, (Keynote) Speaker, Peace Journalist at the Varna Institute for Peace (VIPR), Peace Researcher at the University of Graz in the field of Critical Peace Studies. Member and scientific researcher at the NGO „Empowerment for Peace“ (EfP).

Josef Mühlbauer, Author, Speaker, Peace Journalist, Peace Researcher at the University of Graz in the field of Critical Peace Studies
Friedensjournalist, Frieden, Friedensforscher, Friedenswissenschaft, Friedensbuchautor, Josef Mühlbauer, Speaker und Autor (Foto: Uni Graz/Radlinger 2025)

Conference Report: Second International Conference on Critical Peace Studies

2nd International Conference on Critical Peace Studies – 6th August 2025, Pakistan – Report by Josef Mühlbauer

The 2nd International Conference on Critical Peace Studies provided a vital platform for rigorous scholarly engagement with pressing global conflicts and the structures perpetuating violence. The final announcement underscored the urgency felt by participants, particularly highlighting the ongoing crisis in Gaza as a backdrop demanding critical reflection and action. Keynote presentations offered profound theoretical and practical insights into pathways toward transformative peace.

he 2nd International Conference on Critical Peace Studies provided a vital platform for rigorous scholarly engagement with pressing global conflicts and the structures perpetuating violence. The final announcement underscored the urgency felt by participants, particularly highlighting the ongoing crisis in Gaza as a backdrop demanding critical reflection and action. Keynote presentations offered profound theoretical and practical insights into pathways toward transformative peace.

Highlights – Decolonizing Knowledge, Power and Being

Prof. Richard Jackson delivered a powerful and urgent address, invoking Walter Mignolo’s concept of „Epistemic Disobedience.“ He argued that the current era, marked by the „live-stream genocide in Gaza,“ necessitates a radical break from dominant, often Western-centric, knowledge systems that normalize or obscure such violence. Jackson passionately advocated for the creation and centering of indigenous knowledge as an act of resistance and a fundamental step towards building genuine peace. He framed epistemic disobedience as an essential scholarly and ethical imperative in times of overwhelming state violence and propaganda.

Prof. Huma Baqai provided a compelling analysis of contemporary shifting geopolitical alliances and realignment. She critiqued the common framing of the emerging world order as „multipolar,“ arguing that this term evokes the dangerous rivalries and bloc politics that characterized the era leading up to and including the First World War. Instead, Baqai strongly advocated for the concept of „Multiplexity.“ She defined this as a global system characterized by:

–> Multidimensionality: Complex interactions across multiple axes (economic, cultural, technological, security) beyond simple power poles.
Baqai argued that embracing multiplexity, rather than multipolarity, offers a more accurate and hopeful framework for navigating current global complexities and fostering cooperative stability.

–> The Absence of Hegemony: No single power or bloc dominating.

–> Decentralization: A more distributed and networked international structure.

Dr. Ahmad Waqas Waheed presented his significant work, „The Myth of Decolonization and the Global South.“ His presentation critically examined the persistent structures of power, knowledge, and economic dependency that continue to shape North-South relations long after formal colonial independence. He challenged the notion that decolonization is a completed project, arguing instead for a deeper understanding of its unfinished nature and the enduring challenges faced by the Global South within the contemporary international system.

The conference featured a rich tapestry of presentations beyond the keynotes. Numerous scholars, activists, and practitioners presented cutting-edge research and critical analyses on diverse themes, including:

  • Postcolonial and Decolonial Approaches to Peace & Conflict: Exploring the enduring legacies of colonialism and imperialism in contemporary conflicts and peacebuilding paradigms. Dr. Caroline Schöpf explored the machanisms of interellectal imperialims & academic dependency as well as the possibility of autonomous knowledge.
  • Intersectionality in Peace & Security: Examining how gender, race, class, religion, and other identities shape experiences of conflict and peace.
  • Critical Security Studies: Questioning traditional state-centric security models and exploring alternative conceptions of human and ecological security.
  • Peace Education & Pedagogy: Discussing innovative and critical methods for teaching peace and challenging structures of violence within educational systems.
  • Non-Western & Indigenous Peace Traditions: Highlighting diverse philosophies and practices of peacebuilding from often marginalized perspectives.
  • The Political Economy of Conflict: Analyzing the role of resources, economic systems, and global capitalism in driving and sustaining violence.

The depth and breadth of these presentations, spanning various disciplines and geographical contexts, significantly enriched the conference dialogue and underscored the multifaceted nature of critical peace studies.

Personal Reflection & Key Takeaways

Attending this Second International Conference on Critical Peace Studies was an exceptionally enriching experience. The intellectual rigor, the courageous engagement with contemporary atrocities like the situation in Gaza, and the profound theoretical contributions – particularly the emphasis on epistemic disobedience (Jackson), multiplexity (Baqai), and the critique of decolonization myths (Waheed) – provided invaluable insights and frameworks for understanding and challenging the root causes of violence and injustice in our world. The conference not only deepened my theoretical understanding but also reinforced the crucial role critical scholarship plays in advocating for a more just and peaceful future. I learned a tremendous amount from the diverse perspectives shared and the passionate commitment of all participants. Specifically, the conference significantly deepened my understanding in several critical areas:

The Necessity of Normative Scholarship for the Subaltern: Moving beyond detached objectivity, the conference validated the importance of engaged, normative scholarship. It powerfully demonstrated that researching and writing for and alongside the subaltern – centering their experiences, perspectives, and struggles – is not just acceptable but essential and good. This normative commitment is key to dismantling oppressive structures and amplifying marginalized voices in the pursuit of justice and peace.

The Strategic Imperative of South-South Cooperation: Presentations and discussions illuminated the vital role of South-South cooperation as a practical mechanism for challenging dominant power structures and fostering alternative pathways to development, security, and knowledge exchange outside traditional Western-centric frameworks. This emerged as a crucial strategy for building resilience and agency within the Global South.

Epistemic Liberation: Free & Non-Western Knowledge Production: Prof. Jackson’s powerful call for „epistemic disobedience“ resonated profoundly, underscoring the urgent need to break free from hegemonic knowledge systems. The conference strongly reinforced the critical importance of free, non-Western knowledge production, particularly the validation, creation, and centering of Indigenous knowledge. This is not merely an academic exercise but a fundamental act of resistance and a prerequisite for genuine peace and understanding.

Critical Political Economy in a Liquid World and in Times of Monsters

Critical Political Economy Conference, 30 July 2025, Helsinki Finnland.

Report by Josef Mühlbauer, 4.8.2025.

The vibrant and historically resonant city of Helsinki – famously divided between its „red“ workers‘ districts and „white“ bourgeois quarters – provided a fitting backdrop for the opening day of the Critical Political Economy Conference. The atmosphere was charged with critical inquiry, underscored by the symbolic singing of the „Internationale“ at the long bridge. I was honoured to be among the invited speakers, presenting my work alongside insightful contributions from international scholars.

Prof. Teivo Teivainen was not only one of the organizers and hosts of this event, he also took the time and went on a city tour with the participants of the conference and talked about the history and political development of Helsinki.

Prof Teivo took the time and went on a city tour with the participants of the conference and talked about the history and political development of Helsinki.

Workshop: Narrating the Global Water Crisis (Gemma Gasseua & Madelaine Moore):
Gasseua and Moore dissected the narratives emerging from the 2023 UN Water Conference. Their research revealed how the framing of the water crisis shifts dramatically depending on the sector: businesses focus on pricing, environmental movements on climate change, while critical issues like „water grabbing“ and decades of social struggle are systematically silenced or obscured. Gasseua powerfully argued for viewing water through a feminist lens, essential for social reproduction.

Workshop: How to be Anti-AI in the 21st Century (David Bailey):
Prof. Bailey delivered a trenchant critique of Artificial Intelligence under capitalism. He argued AI’s harms stem not from the technology itself, but from its deployment within exploitative systems: intensifying worker precarity, enabling surveillance (e.g., its use in the Gaza war), consolidating oligarchic power, and accelerating ecological damage and racialized extractivism. His core message challenged the „inevitability narrative“ surrounding AI.

Workshop: Shaping the South: 19th Century British Interests in Latin America (Dr. Perla Polanco Leal):
Dr. Polanco Leal explored Britain’s „Informal Empire“ in Latin America. Faced with the high costs of formal colonization, Britain instead used diplomacy, investment, and infrastructure (railways, ports, telegraphs) to establish systematic value extraction. This involved detailed geological surveys and entrenched exploitative labor practices, creating enduring extractive economic models and reinforcing racialized hierarchies in production and trade.

Impressions:

Johannes Jäger FH Wien presented his latest project. (c): Josef Mühlbauer, Helsinki, 30.7 – 1.8.2025

My Presentation: Navigating the Interregnum – Polycrisis and Liquid Modernity

    My contribution, „Interregnum, Polycrisis, and the Concept of Liquid Modernity: Navigating the Current Conjuncture,“ sought to provide theoretical frameworks for understanding our profoundly unstable times.

    Josef Mühlbauer presenting at the Conference in Helsinki, Finnland. (c): Josef Mühlbauer 1.8.2025.
    Josef Mühlbauer presenting at the Conference in Helsinki, Finnland. (c): Josef Mühlbauer 1.8.2025.

    Interregnum: Drawing on Gramsci, I framed our era as an „interregnum“ – a period where the old structures and certainties (political, economic, social) are dying, but the new ones have not yet been born. This manifests as a pervasive sense of dislocation, institutional crisis, and a struggle over what comes next. Helsinki’s own historical divisions felt emblematic of this global condition.

    Polycrisis: I argued we are not facing isolated crises (ecological, economic, political, social), but a polycrisis – a dense web of interconnected, mutually reinforcing crises. The water crisis discussed by Gasseua & Moore, the exploitative logic of AI critiqued by Bailey, and the legacies of extractivism analyzed by Polanco Leal are not separate issues; they are facets of this singular, complex polycrisis rooted in global capitalism’s contradictions.

    Josef Mühlbauer presenting at the Conference in Helsinki, Finnland. (c): Josef Mühlbauer 1.8.2025.
    Josef Mühlbauer presenting at the Conference in Helsinki, Finnland. (c): Josef Mühlbauer 1.8.2025.

    Liquid Modernity (Bauman): Finally, I employed Zygmunt Bauman’s concept of „liquid modernity“ to understand the experience of this interregnum and polycrisis. Our social bonds, institutions, and even identities feel fluid, unstable, and perpetually in flux. Solid structures melt away, replaced by uncertainty and a constant demand for adaptation. This liquidity makes collective action challenging yet simultaneously underscores its desperate necessity.

    Understanding these three concepts together is crucial for developing critical political economy strategies capable of navigating this turbulent period and forging pathways beyond the crisis of the present.

    All the participants and workshops of the Conference „Critical political economy and the time of monsters: understanding the present, imagining the future“ one can find here: https://criticalpoliticaleconomy.net/2025/06/30/critical-political-economy-and-the-time-of-monsters-understanding-the-present-imagining-the-future/

    Tagung – Transformation in eine sozial-ökologisch gerechte(re) Zukunft/ Transformation Towards a (more) Socially and Ecologically Just Future

    Tagung zur sozial-ökologischen Transformation

    3. bis 5. Oktober 2025 in Wien und hybrid (online) (Programm siehe ganz unten) (english version below)

    Der Weg zur mehr Demokratie – anti-autoritäre und herrschaftskritische Entwürfe

    Tagung: Transformation in eine sozial-ökologisch gerechte(re) Zukunft.
    Unter dem Motto: „Der Weg zur mehr Demokratie – anti-autoritäre und herrschaftskritische Entwürfe“ organisieren Prof. Dr. Uwe Bittlingmayer, MMag. Utta Isop, Mag. Thomas Stölner uvm. eine Tagung in Wien. Mit dabei sind renommierte Schriftsteller wie Ilija Trojanow, Kunstschaffende wie Konstantin Wecker und zahlreiche Professor:innen und Aktivist:innen.

    Anmeldung unter: www.uttaisop.at/anmeldung

    Hier geht es zum Crowdfunding

    Worum geht es in dem Projekt?

    Mit den »Anarchistischen Gesellschaftsentwürfen« haben wir uns bemüht, eine fundierte Sammlung von konkreten Konzepten für eine gerechtere, demokratischere, herrschaftsfreie Gesellschaft vorzulegen (Stölner et al. 2023). Auf unserer nächsten Tagung wollen wir uns mit dem Weg dorthin beschäftigen. Wir wollen daher mindestens sechs Pfade beziehungsweise Transformationsstrategien dorthin skizzieren. Dies ist umso mehr von Bedeutung, als wir so in Organisierungen gegen Autokratien und Rechtsextremismen längerfristige gesellschaftliche Perspektiven entwickeln.

    Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

    Diese hybrid stattfindende Tagung will wissenschaftliche, praxisorientierte und zivilgesellschaftliche Perspektiven und Akteur*innen zusammenbringen, um über Lösungen und Alternativen zur bestehenden multiplen Krise (Brand 2009) oder auch zur „ökologisch-sozialen Zangenkrise“ (Dörre 2021) nachzudenken. Es sollen die Ergebnisse nicht nur vor Ort diskutiert werden, sondern es soll im Anschluss an diese Tagung ein Sammelband mit theoretisch-konzeptionellen als auch praxisorientierten Beiträgen entstehen.

    Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

    1. Gegenwehr gegen Rechtsextremismus stärken
    Rechtsextreme Gruppierungen leugnen oft Klimawissenschaft, bekämpfen soziale Gerechtigkeit und bedrohen demokratische Strukturen. Eine solche Tagung entwickelt Handlungsstrategien, um dieser Ideologie entgegenzutreten – Ihr Beitrag finanziert konkrete Abwehrmechanismen.

    2. Zukunftsfähige Lösungen fördern
    Die Tagung verbindet ökologische Nachhaltigkeit mit sozialer Gerechtigkeit – zwei zentrale Pfeiler einer krisenresistenten Gesellschaft. Ihre Spende ermöglicht den Austausch von Expert:innen, die praxisnahe Transformationskonzepte entwickeln (z. B. klimagerechte Armutsbekämpfung).

    3. Demokratische Vernetzung sichern
    In Zeiten polarisierter Debatten schafft die Tagung sichere Räume für zivilgesellschaftlichen Dialog. Sie fördern damit Netzwerke von Aktivist:innen, Wissenschaftler:innen und NGOs, die gemeinsam demokratiefeindlichen Kräften widerstehen.

    4. Prävention durch Bildung
    Rechtsextremismus profitiert von sozialen Ängsten (z. B. durch Jobverluste in Kohle-Regionen). Die Tagung zeigt, wie ökologischer Wandel gerecht gestaltet werden kann – Ihre Spende unterstützt Aufklärung, die Radikalisierung vorbeugt.

    5. Zeichen der Solidarität setzen
    Mit Ihrer Spende demonstrieren Sie: Die Zivilgesellschaft lässt sich nicht spalten! Sie stehen ein für eine inklusive Transformation, die niemanden zurücklässt – besonders wichtig, wenn rechte Gruppen ökologische Politik als „Elitenprojekt“ diffamieren.

    6. Multiplikator:innen-Effekt
    Das Tagungswissen wird durch Workshops, Publikationen und Medienarbeit bundesweit verbreitet. Jeder Euro wirkt somit weit über die Veranstaltung hinaus – Sie investieren in langfristige gesellschaftliche Veränderung.

    7. Dringlichkeit der Krisen
    Klimakrise und Rechtsextremismus sind existentielle Bedrohungen. Diese Tagung adressiert beide Synergien – statt Einzelthemen zu isolieren. Ihre Unterstützung beschleunigt Lösungen in einer entscheidenden Phase.

    Finanzdetails

    Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

    Die Finanzierung sichert uns die Verpflegung der Tagung, sichert uns die nötigen Mitteln damit wir präkar angestellte Forscher:innen, Praktiker:innen und Aktivist:innen Honorare ausbezahlen können.
    Hier ist eine transparente Aufschlüsselung, wie die Fördergelder einer solchen Tagung konkret verwendet würden – basierend auf typischen Kosten einer wissenschaftlich-zivilgesellschaftlichen Veranstaltung:

    • Raummiete für 3 Tage (VHS übernimmt großteils) = 2.000€
    • Honorare (Vorträge/Workshops) ca 40 mal 250€ = 10.000€
    • Fahrkosten 40 Teiln. mal 80€ (Bahntickets) = 3.200€
    • Honorare (Kunsteinlagen) 3mal 500€ = 1.500€
    • Kamera, Video, Ton & Schnitt (Postproduktion) (3 Personen) 8.000€
    • Orga-Team (Moderation, Safe Space Beauftragte, Admin) (3 tage mal 5 Personen mal 500€ pro Tag = 7.500€
    • Verpflegung und Snacks für 3 Tage = 9.000€
    • Übernachtung/Unterkunft 20 pers mal 3tage mal 70€ = 4.200€
    • Projektmanagement (Buchhaltung, Anträge schreiben, Protokoll, Emails, Zeitaufwand…) (6 Personen) = 9.000€
    • Werbung (Ads, Plakate, Flyer…) 5.600€
    • Summe 60.000€

    Wer steht hinter dem Projekt?

    In Kooperation mit der Universität Graz, der PH Freiburg, Empowerment for Peace, BOKU Wien und zahlreiche weitere angesehenen Forschungseinrichtungen bzw. zivilgesellschaftliche Institutionen versuchen wir einen demokratischen Schritt nach vorne zu bewegen und neue Alternativen in Zeiten der Vielfachkrise zu entwerfen.
    Wir brauchen eure Unterstützung, sei es in Form von Zeit die für die Tagung einsetzen wollt, sei es in Form von Know-How oder sei es in Form einer Spende.

    Flyer und Poster zur Verteilung:

    Fragen und weitere Infos unter: thomas.stoelner@gmx.de

    Das Tagungsprogramm:

    Freitag, 03.10.2025, 09:00-20:30 Uhr.

    • 09:00-09:15 Uhr: Ankommen / Anmeldung / Musik (Festsaal).
    • 09:30-10:30 Uhr: Begrüßung / Ziele der Tagung / „Wie gehen wir von hier ins dort“ (Festsaal).

    1. Einstieg

    • 10:30 Uhr: Musikalische Einlage (Festsaal).
    • 10:30-11:30 Uhr: Lesung und Vortrag mit Ilija Trojanow (Festsaal)

    2. Revolutionärer Weg.

    Welche revolutionären Wege werden den aktuellen Herausforderungen gerecht?

    • 11:30-13:30 Uhr: Was tragen unterschiedliche revolutionäre Ansätze (Castoriadis, Pankahyttn, Benjamin, Marx, Hindrichs, Bloch) dazu bei, anzustrebende Transformationen in eine sozial-ökologisch gerechtere Zukunft zu gestalten? Podiumsdiskussion mit Uwe Bittlingmayer, Birge Krondorfer, Alice Pechriggl, Anna Rosenberg und Florian Telsnig (Festsaal).
    • 13:30-14:30 Uhr: Mittagspause.
    • 14:30-14:45 Uhr: Künstlerische Einlage (Festsaal).
    • 14:45-17:45 Uhr: WORLD CAFE für eine sozial-ökologische Zukunft. Welche aktuellen Wege entwickeln wir, um Herrschaft, Gewalt und Hierarchien abzubauen? Welche Schritte setzen wir in eine sozial-ökologisch demokratischere Zukunft? Mit Black Voices, Lea Susemichel, Susanne Stölner, Cornelia Stefan, Mathilde Schmitt, Ivana Nenadovic, Utta Isop, Heide Hammer, GemSe, Chantal Bamgbala (Festsaal).
    • 17:45 Uhr: Musik (Festsaal).
    • 17:50-18:20 Uhr: Zusammenfassung im großen Plenum (Festsaal)
    • 18:20-19:50 Uhr: Abendessen.
    • 19:45-20:30 Uhr: Abschlussevent – Theaterstück von Dada Zirkus.

    Samstag, 04.10.2025, 9:00-20:30 Uhr

    • 9:00-9:15 Uhr: Begrüßung & Ankommen / Musikalische Einlage (Festsaal).
    • 9:15-9:45 Uhr: Guten Morgen-Aktivität – Theater der Unterdrückten (TdU Wien), (Festsaal).

    3. Direkte Aktion und zivilgesellschaftliche Organisation.

    Was tragen direkte Aktionen und zivilgesellschaftliche Organisierungen zu einer Transformation in eine sozial-ökologisch gerechtere Zukunft bei?

    • 10:00-12:00 Uhr: Anarchistischer Antimilitarismus. Gegen jeden Krieg. Diavortrag und Diskussion mit Graswurzelrevolution-Redakteur Bernd Drücke (Saalfestlegung nach Anmeldungen).
    • 10:00-12:00 Uhr: Theater der Unterdrückten Wien mit Joschka Köck (Saalfestlegung nach Anmeldungen).
    • 10:00-12:00 Uhr: Queerfeministisches Panel. Wo setzen queer-feministische Organisierungen im Hinblick auf eine gerechtere sozial-ökologische Zukunft an? Mit Black Voices, Lea Susemichel, Mathilde Schmitt, Alice Pechriggl, Ivana Nenadovic, Birge Krondorfer, Utta Isop, Heide Hammer, GemSe, Chantal Bamgbala (Festsaal).
    • 12:00-13:30 Uhr: Mittagspause.
    • 13:30-13:45 Uhr: Künstlerische Einlage (Festsaal).

    4. Bildung und Bewusstseinswandel.

    Welche Bildungsprozesse sind nötig, um imperiale Lebenspraktiken zu verlernen? Wie nähern wir uns ökologisch sinnvollen Alltagspraktiken an?

    • 13:45-15:30 Uhr: Diskussionsrunde / Panel mit Petra Isepp (Alternative Wirtschaft), Thomas Lehnen (Präfiguration), Ivana Nenadovic (Zwischen Utopie und Praxis), Peter Seyfert (Murray Bookchin), (Festsaal).
    • 15:30-16:00 Uhr: Kaffeepause.
    • 16:00-17:00 Uhr: Josef Mühlbauer: Soziale Verteidigung (Saalfestlegung nach Anmeldungen).
    • 16:00-17:00 Uhr: Gerhard Senft: Gemeinde als Keimzelle des sozialen Lebens (Saalfestlegung nach Anmeldungen).
    • 16:00-17:00 Uhr: Arno Uhl: Clowns-Armee (Saalfestlegung nach Anmeldungen).
    • 16:00-17:00 Uhr: Alexander Behr: Globale Solidarität (Saalfestlegung nach Anmeldungen).
    • 16:00-17:00 Uhr: Roman Kiefer: A-Strategien gegen Elon Musk (Saalfestlegung nach Anmeldungen).
    • 17:00-18:30 Uhr: Konstantin Wecker (Festsaal).
    • 18:30-19:00 Uhr: Zusammenfassung aller Vorträge (Festsaal).
    • 19:00-20:30 Uhr Abendessen.

    Sonntag, 05.10.2025, 9:00-18:00 Uhr

    • 9:00-9:15 Uhr: Begrüßung & Ankommen / Künstlerische Einlage (Festsaal).

    5. Allmählicher oder evolutionärer Wandel (Reformismus).

    Welche reformistischen Ansätze lassen sich aktuell im Hinblick auf Demokratisierung und Ökologisierung diskutieren?

    • 9:15-12:15 Uhr: Panel: Lottocracy, Citizen Assemblies and Council Democracy (Rätedemokratie). What do these approaches contribute to a more socio-ecologically just future? Mit Utta Isop, Jason Chrysostomou, Heide Hammer, Pedro Jacobetty und Maria von Peoples Platform (Saalfestlegung nach Anmeldungen).
    • 9:15-12:15 Uhr: Deep Democracy: Interaktiver Vortrag & Workshop mit Maria Wiprich (Saalfestlegung nach Anmeldungen).
    • 9:15-12:15 Uhr: Trias des politischen Kampfes: Veränderung der Praxis (Workshop) mit Anna Rosenberg, Gerhard Wogritsch, Mark Ant (Saalfestlegung nach Anmeldungen).
    • 9:15-11:15 Uhr: Thomas Friedrich: Kritische Analyse der Gesellschaft (Saalfestlegung nach Anmeldungen).
    • 9:15-11:15 Uhr: Uwe Bittlingmayer: Arbeit am Habitus oder den Tisch umwerfen? Pierre Bourdieu zu Möglichkeiten progressiven gesellschaftlichen Wandels (Saalfestlegung nach Anmeldungen).
    • 12:15-13:45 Uhr: Mittagessen.
    • 13:45-14:00 Uhr: Künstlerische Einlage (Festsaal).

    6. Aktuelle Transformationspunkte: Antifaschismen, Digitalität, Agrifood, Philosophien.

    • 14:00-17:00 Uhr: Workshop 1: Robert König: Digitaler Anarchismus (Saalfestlegung nach Anmeldungen).
    • 14:00-17:00 Uhr: Workshop 2: Gerlinde Krehn: Philosophieren als Bestandteil der Transformation (Saalfestlegung nach Anmeldungen).
    • 14:00-15:30 Uhr: Jens Kastner: Anarchistischer Antifaschismus (Saalfestlegung nach Anmeldungen).
    • 15:30-17:00 Uhr: Paper Lantern Collective: Community Music (Saalfestlegung nach Anmeldungen).
    • 14:00-15:30 Uhr: Mathilde Schmitt: Szenische Lesung: Agrifood, Gender Perspektiven (Saalfestlegung nach Anmeldungen).
    • 15:30-17:00 Uhr: Anna Fünfgeld: Emanzipatorische Transformation gegen Rechts (Saalfestlegung nach Anmeldungen).
    • 17:00-17:30 Uhr: Zusammenfassung: Ergebnisse der Workshops + Diskussion (Festsaal).
    • 17:30-18:00 Uhr: Abschied und weitere Planungen (Festsaal).

    English Version

    October 3–5, 2025

    Vienna and Online

    Registration at: www.uttaisop.at/anmeldung

    Crowdfunding: https://www.startnext.com/tagung

    Please support us with a contribution to our crowdfunding campaign. And feel free to share the link with anyone who might be interested! Thank you very much! Your organising team

    Questions and further information at: thomas.stoelner@gmx.de

    [conference flyer]

    Announcement and programme

    From the Organisers

    In the conference volume Anarchist Visions of Society, published in 2023, we compiled concrete concepts for a more just, democratic, and non-hierarchical society.

    At this upcoming conference, we aim to discuss paths toward such societies. To explore the diversity of these approaches together, we seek to bring together perspectives and participants from academia, activism, and civil society.

    Venue: Adult Education Center (VHS) Döbling, Vienna, with online streaming.

    Dates: Friday, October 3 to Sunday, October 5, 2025

    Languages: German and English.

    Care team: susanne.stoelner@gmx.at, matthias.nemeth@students.boku.ac.at

    Conference Coordination and Management: Utta Isop, Josef Mühlbauer, Susanne Stölner, Thomas Stölner, Michael Wissgott, Uwe Bittlingmayer

    Supporters: VHS Vienna, PH Freiburg, Student Union (ÖH) BoKu, Empowerment for Peace, Vienna Institute for Philosophy with Children, an.schläge (The Feminist Magazine), Contraste (Newspaper for Self-Organization), espero (Libertarian Magazine | New Series), Editorial Team of Graswurzelrevolution (for a nonviolent, stateless society), University of Graz.

    Conference Program

    Friday, October 3, 2025 | 9:00 AM – 8:30 PM

    09:00–09:15 – Arrival / Registration / Music (Main Hall)

    09:30–10:30 – Welcome / Conference Goals / “How do we get from here to there?” (Main Hall)

    1. Introduction
    
    10:30 – Musical Interlude (Main Hall)
    10:30–11:30 – Reading and Lecture with Ilija Trojanow (Main Hall)

    2. Revolutionary Pathways

    What revolutionary approaches respond adequately to today’s challenges?

    11:30–13:30 – What do various revolutionary perspectives (Castoriadis, Pankahyttn, Benjamin, Marx, Hindrichs, Bloch) contribute to shaping transformations toward a socially and ecologically just future?

    11:30–13:30 – What do various revolutionary perspectives (Castoriadis, Pankahyttn, Benjamin, Marx, Hindrichs, Bloch) contribute to shaping transformations toward a socially and ecologically just future?

    Panel Discussion with Uwe Bittlingmayer, Birge Krondorfer, Alice Pechriggl, Anna Rosenberg, and Florian Telsnig (Main Hall)

    13:30–14:30 – Lunch Break

    14:30–14:45 – Artistic Interlude (Main Hall)

    14:45–17:45 – World Café: What current paths are we developing to dismantle power, violence, and hierarchy? What steps are we taking toward a more socially and ecologically democratic future?With: Black Voices, Lea Susemichel, Susanne Stölner, Cornelia Stefan, Mathilde Schmitt, Ivana Nenadovic, Utta Isop, Heide Hammer, GemSe, Chantal Bamgbala (Main Hall)

    17:45 – Music (Main Hall)

    17:50–18:20 – Plenary Summary (Main Hall)

    18:20–19:50 – Dinner

    19:45–20:30 – Final Event – Theatre performance by Dada Zirkus

    Saturday, October 4, 2025 | 9:00 AM – 8:30 PM

    09:00–09:15 – Welcome / Arrival / Music (Main Hall)

    09:15–09:45 – Morning Activity – Theatre of the Oppressed, TdU Vienna (Main Hall)

    3. Direct Action and Civil Society

    How do direct action and grassroots organizing contribute to transformation?

    10:00–12:00 – Anarchist Anti-Militarism: Against All Wars. Slide Lecture and Discussion with Bernd Drücke (Room assignment based on registration)

    10:00–12:00 – Theatre of the Oppressed with Joschka Köck (Room assignment based on registration)

    10:00–12:00 – Queer-Feminist Panel: Where do queer-feminist initiatives intersect with social and ecological justice?

    With: Black Voices, Lea Susemichel, Mathilde Schmitt, Alice Pechriggl, Ivana Nenadovic, Birge Krondorfer, Utta Isop, Heide Hammer, GemSe, Chantal Bamgbala (Main Hall)

    12:00–13:30 – Lunch Break

    13:30–13:45 – Artistic Interlude (Main Hall)

    4. Education and Consciousness Shift

    Which educational processes are necessary to unlearn imperial modes of living? How do we move toward ecologically meaningful everyday practices?

    13:45–15:30 – Panel Discussion:

    Petra Isepp (Alternative Economy), Thomas Lehnen (Prefiguration), Ivana Nenadovic (Between Utopia and Practice), Peter Seyfert (Murray Bookchin) (Main Hall)

    15:30–16:00 – Coffee Break

    16:00–17:00 – Parallel Sessions (Room assignment based on registration):

    Josef Mühlbauer: Civilian-Based Defense

    Gerhard Senft: The Commune as the Cell of Social Life

    Arno Uhl: Clown Army

    Alexander Behr: Global Solidarity

    Roman Kiefer: A-Strategies Against Elon Musk

    17:00–18:30 – Performance and Talk with Konstantin Wecker (Main Hall)

    18:30–19:00 – Summary of the Day’s Sessions (Main Hall)

    19:00–20:30 – Dinner

    Sunday, October 5, 2025 | 9:00 AM – 6:00 PM

    09:00–09:15 – Welcome / Arrival / Artistic Interlude (Main Hall)

    5. Gradual or Evolutionary Change (Reformism)

    What reformist approaches can currently be discussed in terms of democratization and ecological transformation?

    09:15–12:15 – Panel: Lottocracy, Citizens‘ Assemblies and Council Democracy – What do these approaches contribute to a more socially and ecologically just future?

    With Utta Isop, Jason Chrysostomou, Heide Hammer, Pedro Jacobetty, and Maria from Peoples Platform (Room assignment based on registration)

    09:15–12:15 – Deep Democracy: Interactive Talk and Workshop with Maria Wiprich

    09:15–12:15 – The Triad of Political Struggle: Changing Practices – Workshop with Anna Rosenberg, Gerhard Wogritsch, Mark Ant

    09:15–11:15 – Thomas Friedrich: Critical Social Analysis

    09:15–11:15 – Uwe Bittlingmayer: Working on the Habitus or Flipping the Table? Pierre Bourdieu and the Possibilities of Progressive Social Change

    12:15–13:45 – Lunch

    13:45–14:00 – Artistic Interlude (Main Hall)

    6. Current Transformation Topics: Anti-Fascism, Digitality, Agrifood, Philosophy

    14:00–17:00 – Workshop 1: Robert König: Digital Anarchism

    14:00–17:00 – Workshop 2: Gerlinde Krehn: Philosophizing as Part of Transformation

    14:00–15:30 – Jens Kastner: Anarchist Anti-Fascism

    15:30–17:00 – Paper Lantern Collective: Community Music

    14:00–15:30 – Mathilde Schmitt: Staged Reading: Agrifood and Gender Perspectives

    15:30–17:00 – Anna Fünfgeld: Emancipatory Transformation Against the Far Right

    17:00–17:30 – Summary: Workshop Results and Discussion (Main Hall)

    17:30–18:00 – Farewell and Next Steps (Main Hall)

    Conference Fee:

    A contribution of €45 is requested, which will help cover part of the catering costs. Due to limited food options near the venue, we aim to provide a shared meal space.

    We would also like to offer our speakers travel reimbursements and modest honoraria – please support this by donating to:

    Thomas Stölner, GLS Bank, IBAN: DE89430609674034061600

    If the fee is a barrier to your participation, email us and we’ll register you without charge.

    Catering:

    All meals will take place at the conference venue.

    Accommodation:

    For accommodation, we are relying on your hospitality in the Vienna area. We strive to make it possible for everyone to participate in the conference and hope that the conference itself will contribute to the transformation of our world into a more hospitable and just place. Please indicate your accommodation options when registering. We will then forward them to those who are interested.

    Registration at: www.uttaisop.at/anmeldung

    Crowdfunding: https://www.startnext.com/tagung

    Please support us with a contribution to our crowdfunding campaign. And feel free to share the link with anyone who might be interested! Thank you very much! Your organising team

    Questions and further information at: thomas.stoelner@gmx.de

    1 Anarchistische Gesellschaftsentwürfe. Zwischen partizipatorischer Wirtschaft, herrschaftsfreier Vergesellschaftung und kollektiver Entscheidungsfindung (Anarchist social models. Between participatory economy, non-hierarchical socialisation and collective decision-making), edited by Thomas Stölner, Gözde Okcu and Uwe H. Bittlingmayer, Münster: Unrast Verlag, 2023.

    Podiumsdiskussion zur Sahel-Region (Afrika)

    Die Podiumsdiskussion zur Sahel-Region fand in der Kunstgalerie Bella Volen (Landesgerichtsstraße 6, 1010 Wien) am 17.5, 16:00 statt. Die Teilnehmer:innen am Podium waren: Ute Kollies (20+ Jahre Erfahrung für die UN-OCHA) Anna Rauchenwald (Österreichisches Gesellschaft für Europapolitik) Charles Barisa (Friedensforscher, Mediator, Berater und Kinderschutzexperte) Keynote Speaker: Mag.art Bella Volen Moderation & Organisation: Josef Mühlbauer

    Sahel-Region im Fokus: Erfolgreiche Podiumsdiskussion in Wiens Kunstgalerie Bella Volen

    Podiumsdiskussion zur Sahel Region in Afrika, Frieden, Friedensforscher, Friedenswissenschaft, Friedensbuchautor, Josef Mühlbauer in der Kunstgalerie Bella Volen in Wien
    Podiumsdiskussion zur Sahel Region in Afrika & Frieden mit dem Friedensforscher, Friedensexperten und Friedensbuchautor Josef Mühlbauer

    Die Podiumsdiskussion zur Sahel-Region fand am 17.5, in der Kunstgalerie Bella Volen (auf der Landesgerichtsstraße 6, 1010 Wien) statt und wurde vom Buchautor, Speaker, Friedensforscher der Universität Graz Josef Mühlbauer moderiert und organisiert. Die Veranstaltung wurde sehr gut besucht und unter den Teilnehmer:innen waren Expert:innen aus dem Institut für Internationale Entwicklung, der GIZ (Entwicklungszusammenrarbeit) aus dem Verteidigungsministerium und auch hochrangige Diplomaten beehrten die Diskussion. Hier einige Fotos und Eindrücke (c)Bella Volen:

    Diese Veranstanstaltung fand in Kooperation mit der Universität Graz (dem Institut für Global Governance) & Empowerment for Peace (EfP) statt und wurde von der Stadt Wien (MA 7, Kultur) gefördert. Wir danken Prof. Wolfgang Hofkirchner und dem GSIS Institut, dem Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation (VIDC), dem Institut für Afrikawissenschaften, dem Varna Institute for Peace Research (VIPR) und u.a. dem Falter für die Verbreitung und Ankündigung des Events!

    Die Podiumsdiskussion zur Sahel Region in Afrika und Geopolitik ist auf dem YouTube Kanal des Varna Peace Institute (VIPR) – Hier nachsehen!

    Experten-Insights aus Wien: Migration, Ressourcenfluch und EU-Politik zur Sahel-Krise, u.a. aus Perspektive der Friedensforschung

    Nach der thematischen Einführung und der Vorstellung aller Podiumsteilnehmer, begann Mag.art Bella Volen die Keynote Speech, in der sie über verschiedene Arten und Formen der (Körper-)Kunst sprach. Danach machte Ute Kollies mit ihrer Erfahrung vor Ort in der Sahel-Region als UN-Diplomatin den inhaltlichen Auftakt. Sie berichtete nicht nur über ihre persönliche Erfahrung, sondern bettete diese auch in den größeren politischen und geostrategischen Rahmen ein. – In diesem thematischen Einstieg ging darum die kulturelle Vielfalt dieser Region in aller Deutlichkeit zu zeigen. Diese hat nämlich auch gravierende Folgen für die geopolitische, geoökonomische, politische und wirtschaftliche Dimension dieser Region in Afrika. Ute Kollies hat über 30 Jahre in einigen afrikanischen Staaten wie Mali & Chad gewohnt und gearbeitet, daher hat sie einen nicht nur zahlreiche Kontakte in der Sahel Region sondern auch tiefliegenden Einblicke. Im Interview mit dem Varna Peace Institute und dem Friedensjournalist Josef Mühlbauer geht sie auf zudem auf das Ernährungssystem (Food Regime in Africa) und auf die Militärregime bzw. Coup de etats ein die in der Sahel Region vor allem in Niger, Mali und Burkina Faso passiert sind in den letzten Jahren. Hier geht es zum Video.

    Ressourcenpolitik und Kolonialismus: Anna Rauchenwalds EU-Empfehlungen im Check

    Danach stellte die Christiane-Rajewski Preisträgerin Anna Rauchenwald den Kontext von Migration(sregime), Ressourcen(politik) und Kolonialismus her. Am Ende ihres Vortrags hat sie auch verschiedenen Maßnahmen und Policy-Empfehlungen für die EU ausgesprochen. Sie ist eine preisgekrönte Friedensforscherin und hat ihre Masterarbeit der EU-Politik und Militärpräsenz in der Sahel Region gewidmet. Sie wurde vom österreichischen Buchautor, Friedensexperten und Friedensjournalisten Josef Mühlbauer zu diesen Themen interviewt (hier zu sehen).

    Last but not least kam der Friedensforscher und Mediator Charles Barisa zu Wort. Er betone die Instabilität der Region, schilderte nochmals das Konzept des Ressourcenfluchs und hielt seine Rede auf Englisch. Nach einem sehr heftigen Applaus öffente der Moderator und Organisator des Events Josef Mühlbauer (Universitätsassistent der Uni Graz) den Raum für Fragen, Anmerkungen und Ergänzungen aus dem hochkarätigen Publikum. Und tatsächlich kamen sehr spannende und wichtige Wortmeldungen und es entstand eine sehr lebendige Diskussion. In einem Interview mit dem afrikanischen Experten und Friedensforscher aus dem Senegal Dr. Mamadou Bodian wurde auf diese historische Dimension und Thematik tiefliegender eingegangen (Varna Peace Interview mit dem Friedensforscher Josef Mühlbauer und dem Politikwissenschaftler Mamadou Bodian).

    Nach rund 90min ging die Diskussion zur Sahel-Region in kleineren Gruppen mit einem Glas Wein, Bier oder Tee weiter – bei gemütlichem Ambiente innerhalb der wunderschönen Kunstgalerie. Das Feedback der Gäste war durchwegs positiv. Abonniert einfach den YouTube Kanal – Varna Peace Institute und die Eventsite von der Kunstgalerie https://www.eventbrite.at/o/bella-volen-gallery-49559916863 damit ihr immer am neuesten Stand seid und künftig keine Veranstaltung mehr verpasst.

    Warum die Sahel-Region Europa bewegt: 3 Key Takeaways der Wiener Diskussion

    1. Mit der EU Außen- und Sicherheitspolitik werden paternalistische Muster identifiziert, die zur Abschottung der EU-Außengrenzen führen und somit vielen Menschen das Leben kostet
    2. Die Sahel-Region ist im Fokus der großen Mächte. Früher die klassische Kolonialmacht Frankreich, heute Russland und China.
    3. Die Sahel-Region ist reich an Ressourcen, seltenen Erden usw. daher entstehen soziale, politische aber auch geostrategische Kämpfe (Ressourcenfluch, bzw. paradox of plenty).
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    Stadt Wien fördert Dialog: Von Kunst, Kultur bis (Geo-)Politik die Sahel-Region beleuchten

    Wir danken nochmals unserer Gastgeberin Mag.art Bella Volen, dass sie uns die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat, wir danken den Podiumsteilnehmer:innen für ihre Expertise, wir danken dem Publikum dass sie so zahlreich erschienen sind und wir danken ganz herzlichst unserer Kooperationspartnern und unserem Fördergeber nämlich der Stadt Wien (MA 7, Kultur).

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    Weitere Podiumsdiskussion und Event moderiert vom Friedensjournalisten und Friedensforscher Josef Mühlbauer zu den Themen Frieden, Friedensbildung, kritische Friedensforschung finden Sie ebenfalls auf dem YouTube Kanal VIPR – Varna Peace Institute.

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