Salonkultur

Mag.art Bella Volen & Univ.-Ass. Josef Mühlbauer organisieren regelmäßig den „Salontalk“ in der Kunstgalerie Bella auf der Landesgerichtsstraße 6, 1010 Wien.

Bisherige Events der Salonkultur:

Zur gesellschaftliche Bedeutung der Salonkultur:

Im Wien des 18. und 19. Jahrhunderts, mitten in einer patriarchalen, streng hierarchischen und zunehmend von Krieg und Nationalismus geprägten europäischen Gesellschaft, waren Salons spezielle Orte des kritischen Denkens, des reflektierten Diskurses und des gegenseitigen Lernens. Grenzen zwischen Klassen, Konfessionen, Berufsgruppen und ideologisch-politischen Positionen wurden durchlässig – ganz im Sinne eines demokratischen Miteinanders. Zentral für diese Kultur waren jüdische Salonières, die den Salon nicht nur eröffneten, sondern aktiv kuratierten etwa wie Fanny von Arnstein. In ihrem Haus verkehrten Diplomaten, Musiker:innen und Reformer:innen. Berta Zuckerkandl verband Politiker:innen mit Künstler:innen und Journalist:innen und verstand ihren Salon als eine Werkstatt für eine gesellschaftliche Veränderung, in Richtung einer offenen, europäisch-kosmopolitischen und demokratischen Gesellschaft. Die damalige Salonkultur von Fanny, Berta und Eugenie Schwarzwald wurde vom Faschismus und dem NS-Regime zerstört, doch überall wo empathisches Zuhören als Teil des Denkens, wo Widerspruch und konstruktiver Streit als produktiv gilt und wo Komplexität, Ambiguität und Kritik wertgeschätzt wird, genau dort findet eine Salonkultur auch heute noch statt – so etwa in der Kunstgalerie Bella Volen, Landesgerichtsstraße 6, 1010 Wien.

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